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Auslandsbericht über Moskau/Rußland als Beispiel von AUSLANDSBERICHTEN ZUM GLOBALEN DENKEN & LOKALEN HANDELN Dienstleistungsangebote in der Gestaltung des täglichen und geschäftlichen Lebens insbesondere zur Vorbereitung+Absicherung von Aufenthalt+Tätigkeit im Ausland IM GLOBALEN WIRTSCHAFTS-SYSTEM |
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MOSKAU RUSSLAND MOSKAU MOSKAU RUSSLAND MOSKAU EuroInfo-Schrift 150 Seiten 100,- Euro Bestellung unter Telefax: 0711 246644 30 EUROINFO-BERICHTE über MOSKAU/RUSSLAND zu Fragen des täglichen und geschäftlichen Lebens und zur Vorbereitung einer Info-Station am Beispiel Moskau/Rußland Auf Ihrem Weg nach Moskau/Rußland helfen Ihnen diese 30 EuroInfo-Berichte aus dem Jahre 1995 über Antworten zu Fragen des täglichen und geschäftlichen Lebens in Moskau in den Jahren 1994/95, damit Sie sich in Moskau/Rußland mit seinen ungewöhnlichen Maßstäben auch heute selbst zurechtfinden oder Sie sich selbst mit der Hilfe einer Informations-Station in Moskau informieren, in welchem Umfang in Moskau/Rußland tatsächlich Veränderungen statt gefunden haben, bevor Sie sich die Welt Rußlands auf den Informationswegen im Internet zu Hause simulieren lassen: Moskau/Rußland wie ganz Europa brauchen Talente Die folgenden 30 EuroInfo-Auslandsberichte, sind Ihre Checkliste für Ihre Auslandsberichte aufgezeigt am Beispiel Moskau/Rußland und aufgezeichnet im Jahre 1994/1995 als Qualitätsnachweis für die zukunftsweisende Arbeit von Business-Euroinfo-Service Ihnen hier zur Kenntnis gebracht: Der Kreml in Moskau 1.Moskauer Flughafen und seine Dienstleistungen für den Anfänger-Besuch. 2.Taxi-Fahren in Moskau 3.Spaziergänge in Moskau 4.Informations-Station in einem Wohnbüro in Moskau mittlerer Wohnlage 5.Privatisierungsmaßnahmen von Firmen und Wohnungen in Moskau 6.Muse oder Rußland als Land der Inspiration des Westens. 7.Kräfte der Motivation in Moskau/Rußland. 8.Hotels mit russischem Publikum in Moskau 9.Wohnungs- und Bürosuche in Moskau 10.Lebensmittelgeschäft, Essen und Trinken, 11.Alkohol in Rußland 12.Kaufhäuser,Läden,Märkte aller Art mit westlichen und östlichen Waren 13.Telefon- und Telefaxverbindungen in öffentlichen Bereichen in Moskau 14.Kommunikationsverbindungen in einem Wohn-Büro in Moskau 15.Kriminalität und eigene Sicherheit während eines Moskauaufenthaltes 16.Metro-Fahren in Moskau 17.Mietwagen in Moskau 18.Zeitungen in Moskau 19.Dolmetscher und Übersetzer in Moskau 20.Russische Schrift als Hindernis im Zusammenwachsen mit Westeuropa 21.Theaterbesuche in Moskau 22.Kommunikations-,Transport- und Versorgungssysteme in Moskau 23.Familienleben in Moskau 24.Steuer-Erhebungen in Moskau 25.Die Besichtigung von Produktions-Stätten zur Schaffung/Verlagerung von Arbeitsplätzen 1n/nach Moskau 26.Bankfähiges Rußland, Auslandsüberweisungen, Sicherheiten 27.Vorleistungen in Moskau 28.Rußland und sein Wald 29.Ostern in Moskau - Tagebuchaufzeichnungen 30.Napoleon und Rilke erleben die Unendlichkeit in Moskau und Kommunikation in Moskau/Rußland Schlußbemerkung und Warum ist Moskau/Rußland ein Land der Zukunft? Anhang : -Reisen von Moskau aus mit PKW, Schiff, Bahn, Flugzeug, -Literaturhinweise, -Jahresvisum, -Checkliste für die Einladung, -Heirat zwischen Deutschen und Russen mit Arbeits- und Ehevertrag, -Angebot für Seminare - zur Vorbereitung einer Moskau-Reise und - zur Begleitung während Ihrer Moskau-Reise und - zur Einrichtung einer Informations-Station in Moskau Bestellung per E-Mailmailto:Dr.W.Gerhold@euroinfo-stuttgart.de www.euroinfo-vermietung.de MOSKAU RUSSLAND MOSKAU MOSKAU ISTANBUL BERLIN Richten Sie Ihre Fragen an: Grundstücksverwaltung Dr.Gerhold per E-Mail: Dr.W.Gerhold@euroinfo-stuttgart.de per Telefon: 0711 246644 per Telefax: 0711 246644 In Eilfällen: Mobil-D2-Netz: 01727421858 WebSite: www.euroinfo-vermietung.de Moskau/Rußland wie ganz Europa braucht Talente Rußland braucht Talente, denn Talente entwickeln Märkte, Produkte und ordnen Dienstleistungsbereiche. Talente sind keine Spezialisten, sondern arbeiten interdisziplinär, fächer-übergreifend, katalysatorenhaft setzen sie Kräfte frei, die sich festgefahren fühlen und verschaffen ihnen Luft. Ihre Fantasien haben Flügel. Sie können sich in andere Menschen und ihre Lebensgewohnheiten hineinversetzen und ihnen ihre Wünsche erfüllen. Ihre Partner sind selbständige Unternehmer, die mit ihnen den Weg der Tat und der Verwirklichung gehen. Von beiden hängt der Erfolg ihres Produktes ab. Sie schaffen Arbeitsplätze und haften mit ihrem Vermögen und für die Fehler ihrer Mitarbeiter, deren Motivation ihnen ganz anheimgegeben ist, selbst wenn diese krank oder der Arbeit entflohen oder auf der Suche nach dem arbeitsfreien Paradies sind. Weder der Staat, noch die Kirchen noch die Gewerkschaften noch die Medien oder gar die Gerichte sind in der Lage, Arbeitsplätze zu schaffen, allenfalls machen sie dem Talent viel zu schaffen, mithin arbeitsverursachend sind diese neben ihrer Haftungslosigkeit weit und breit und überall anzutreffen, eher talentvertreibend als auf ihre eigentlichen Aufgaben kostensparend bedacht. In Rußland sind solche Hindernisse der Haftungslosen abgebaut und weit und breit vertrieben wie der Herbstwind am Baum das bunte Einerlei des Blattwerks verwehen läßt. Für Talente ist dieser auf das Gesetz des Menschen sich verlassene Raum im Osten ein Traum ihrer Gestaltung. Wer sich mit seinen Talenten auf nach Rußland in den Osten macht, erlebt sein Ostern in seiner eigenen Auferstehung, insbesondere wenn er aus dem Westen kam, vielleicht nichts anderes als das Leben in einem Western bisher erlebt hat. EINLEITUNG Rußland wird in der Weise verständlich, daß einige wesentliche Erscheinungsmerkmale der westlichen Lebenswelt dahin untersucht werden, wie sie in der östlichen Welt des täglichen und geschäftlichen Lebens in Erscheinung treten. Diese Merkmale sind z.B. "Wohnung, Arbeit, Verkehrsmittel, Arbeitsplatz, Arbeitgeber und Eigentümer, Porduktionsmittel,Effektivität, Produktivität, Ertragslage, Staat, Geldwirtschaft, Banken, Familie, Kommunikation, Genügsamkeit, Naturereignisse, Kirche, Sozialverhalten, Verantwortung". Diese Merkmale lassen selbst in ihren Mängeln und Fehlerhaftigkeiten auf der westlichen wie östlichen Seite in ihren Gründen erstaunliche Gemeinsamkeiten erkennen, insbesondere in den Entwicklungen in der Zukunft. Beide Teile Europas lassen ein gemeinsames Ziel erkennen: Die Eigenversorgung des einzelnen Menschen und seine Eigenverantwortung und der Wunsch nach Unabhängigkeit von Gemeinschaften, in denen die Aufgabenverteilung und Abhängigkeiten in der Vergangenheit geregelt waren, stehen sowohl im Westen wie im Osten Europas im Mittelpunkt des Bestrebens des einzelnen Menschen, der sich in seiner Prioritätenreihe zunächst als Individuum versteht, das selbst seine Gemeinschaften auswählt und schafft. Wenn man die oben aufgeführten Erscheinungsmerkmale in einer knappen und kurzen Darstellung in einen Sinnzusammenhang im Bereich des täglichen und geschäftlichen Lebens in Rußland/Moskau bringt, zeigen sich gleichzeitig die derzeitigen unmittelbarsten Unterschiede beider Teile Europas. Ein Unterschied ist deutlich in den Wirkungen und Bedeutungen des Eigentumsbegriffs zu erkennen. Der Eigentümer in Osteuropa war bisher der Staat, andere Eigentümer gab es in Osteuropa nicht. Der einzelne Mensch war der Möglichkeit, Eigentümer zu sein, enthoben oder auch beraubt worden, und zwar bis auf die persönlichen Dinge, die für die unmittelbare Versorgung der eigenen Person notwendig waren. Der östliche Staat als Eigentümer bestand nicht aus einer handfesten Person, sondern war in zahllose abstrakte Begriffe aufgelöst worden und für den einzelnen Menschen nicht greifbar, so wenig wie Gott für diese Welt erlebbar dargestellt worden ist. Damit kein Streit und keine Konkurrenz zwischen Staat und Gott entstehen konnte, ist im Staat der östlichen Welt nicht nur der Eigentümer abgeschafft worden, sondern auch die Gottesvorstellung. Beide - Eigentümer- und Gottesvorstellungen - sind vom Staat verfolgt und vertrieben und getötet worden, und zwar in einer Weise, die den Merkmalen der Ausrottung gleichkommt. An ihre Stelle wurde der Staat gesetzt, vertreten durch den Menschen. Wer wen in welcher Weise in dieser Gemeinschaft vertreten sollte, war nach der sozialistischen Vorstellung durch das Prinzip der Wahl bestimmt.Die Gemeinschaft wurde die Partei genannt, in der die Position des einzelnen durch die Wahl bestimmt wurde.Ausgegangen wurde davon, daß auf diese Weise keiner über den anderen bestimmt, sondern alle über alle in ihren Chancen nach ihrer propagierten Lehre. Wenn alle die gleichen Chancen haben, erreicht jeder das erklärte Ziel, soweit ihn sein Wille und seine Fähigkeiten tragen. Sieger und Verlierer gibt es nicht, war das Motto und das Ziel und das Gesetz dieser Gesellschaft. Im erklärten Ziel waren sich West- wie Osteuropa keineswegs uneinig. Der Unterschied bestand im Weg zu diesem einheitlichen Ziel und in den Umständen und in der Einschätzung der eigenen Fähigkeiten, besonders der Fähigkeiten des Menschen selbst. Wie die Wirklichkeit des östlichen Lebens dann aussah, war dadurch bestimmt, wie weit die Naturgesetze und der einzelne Mensch dem ausgewählten Verfahren, zu diesem Ziel zu gelangen, entgegenstanden und wie weit diese Gemeinschaft Herr der Naturgewalten gerade in Rußland werden konnte. Die zuvor vorgefundenen Herrschaftsmittel wie Eigentum, Geld,Produktionsmittel und Religion wurden unter die Herrschaft des Staates, in dem wiederum die Partei herrschte, gestellt oder in ihrer Bedeutung eingeschränkt oder auch ganz abgeschaft.Die Partei wurde zum Entscheidungsinstrument.Um die Tatsache, daß schließlich nur der einzelne Mensch, insbesondere auch in der Hilfe der von ihm gesteuerten Produktions- und Herrschaftsmittel, letztlich am Ort des Geschehens handelte und damit herrschte, kam auch das neue System mit dem nicht gerade neuen Namen Sozialismus am Ende nicht herum, woran schon Jahrhunderte zuvor sozialistische Ideen in ihrer Verwirklichung gescheitert waren. Der neue Sozialismus der UDSSR ging davon aus, daß der Mensch vollständig ein Produkt seiner Verhältnisse war, so daß veränderte Verhältnisse einen veränderten Menschen entstehen lassen sollte. So war die sozialistische Ausgangsposition. Der Mensch war in seinem Verhalten vom Menschen produzierbar, wie eine Maschine konstruiert und produziert werden konnte, je nach seinen Einzelheiten seiner Lebensumstände, so dachte der neue Sozialismus. Dabei ging der neue Sozialismus der UDSSR und ihm siegessicher folgend die Sozialisten auf der ganzen Welt davon aus, daß der Mensch die Verhältnisse des menschlichen Lebens in vollem Umfang beherrschen könnte. Nicht nur gottesfürchtige Menschen sahen darin eine Selbstüberschätzung der menschlichen Fähigkeiten. Sicher in den Fähigkeiten des Menschen war der neue Sozialismus der UDSSR in der leicht eroberten staatlichen Macht geworden, deren vertriebene Vertreter gerade auch der orthodoxen Kirche nach sozialistischen Vorstellungen schon auf Erden im Paradies wohnen und die ihre Parteimitglieder das Paradies nach ihrem Tode zu versprechen belieben würden und die mühevolle Arbeit auf Erden lediglich eine Strafe für ihr als sündig erklärtes Lebens sei. Wenn aber Arbeit auch Erfolg und ein erleichtertes Leben bringen konnte, wie selbst die Sozialisten überschwenglich wie befreit feststellten, so war die Lehre der Kirche wie die der davongetriebenen und getöteten Staatsvertreter nur eine Täuschung über die bisher selbst nicht erlebten eigenen Fähigkeiten des neuen sozialistischen Menschen der UDSSR. Damit waren nicht nur die Vertreter ihrer bisherigen Herrschaft überflüssig geworden, sondern auch ihr Gott, der nicht der ihre zu sein schien, sondern es war für sie der Gott aus der alten Welt in diesem neuen Denken überflüssig geworden. Er war nur abzuschaffen, was die alte Welt von ihm übrig gelassen hatte.Die Erscheinungsmerkmale der alten Welt wie Kirchen und Häuser und Fabriken sollten abgerissen und ihre Vertreter vertrieben oder getötet oder in Arbeitslager im weiten entfernten Landstrichen gehalten werden. Der Mensch wurde zu seiner eigenen Sache, zum Objekt eigener Planung und eigenen Produktion. Wohnungen und Häuser und Fabriken und die Gebäude des neuen staatlichen Handelns wurden neu konstruiert und gebaut bzw. produziert.Der Mensch war ein Teil der Produktion im Kreislauf der Materie. Es herrschte ein einziger Plan und ein einziges System, das es zu verwirklichen galt und aus dem sich dann die Herrschaft an sich verabschiedete, wenn alles nach diesem einen allseits bekannt zu machenden System ablief und sich der letzte selbständig denkende Mensch verabschiedet hatte.Daß sich dieser Gedanke der Einmaligkeit und Ausschließlichkeit der Allmacht des Menschen in einem Land der Naturgewalten wie Rußland der unendlichen Weiten entwickelte und in die Tat umzusetzen begann, ist ein Sammelpunkt der Unverständlichkeiten aus westeuropäischer Sicht.Für dieses Unterfangen menschlicher Systemabenteuer kann man sich die Naturschönheiten kleiner paradiesischer Inseln auf den weiten Weltmeeren vorstellen, auf denen sich die Natur in ihrer Menschenfreundlichkeit zeigt und alle nur erdenklichen Erleichterungen bietet, aber nicht in den Weiten Rußlands, in dem die Unbeherrscharkeit der Naturgewalten sozusagen vor der Wohnungstür anfängt und damit ständig das Gegenteil von dem demonstriert wird, was sich dieses System des neuen Sozialismus in der Verwirklichung vorgenommen hatte. Zwar spielt der Wodka mit seinem Alkoholgehalt eine Rolle der Aufwärmung und der Bereitschaft zur Arbeit, aber man kann nicht sagen, daß die Menschen des neuen Sozialismus schon zu Anfang ständig ihrer Sinne beraubt und mithin blind gewesen sein mußten. Im Gegenteil war die Tatsache, daß die Naturgewalten in Rußland gegen die Gewohnheiten des Menschen gerichtet waren und erst durch ihre Bändigung dem Menschen dienlich sein konnten, ein Beweismittel dafür, daß der Mensch in der Lage war, sich mit der Zeit gegen die Naturgewalten durchhzusetzen und sie zu bändigen.Der erste Erfolg machte den Menschen des neuen Sozialismus immer sicherer, auf dem richtigen Weg zu sein, einen Gott, der nicht greifbar war, aus seinem Denksystem hinauszuwerfen und ohne ihn auszukommen. Ein Sieg des Menschen über die Naturgewalten war ein Sieg über die Vorstellung eines Gottes, der die Menschen auf der Erde mit ungleichen Segnungen der Natur, mithin ungerecht bedacht hatte. Wenn es einen Gott gab, so war er nachweislich in diesem Gedanken der Naturgewalten, mit denen der Mensch zu kämpfen hatte oder gesegnet war, ungerecht. Gott abzuschaffen , war damit eine gerechte Sache. Als das größte prachtvollste Kirchengebäude der orthodoxen Welt in Moskau an einem Tag in wenigen Stunden gesprengt und in Schutt und Asche gelegt worden war, empfand der neue sozialistische Mensch dieses Ereignis als Bestrafung eines strafwürdigen Systemtäters und gleichzeitig als Genugtuung für erlittenen Schaden. Zur Wiedergutmachung wurde an gleicher Stelle ein offenes Schwimmbad im Riesenformat errichtet, in dem der neue sozialistische Mensch bei jeder Jahreszeit auch bei stärkstem Frost im heißen Wasser baden konnte, und zwar im Genuß der Gerechtigkeit des neuen Systems des neuen Sozialismus. Es ist wohl kaum denkbar, wie ein neues System den Sieg über ein altes System kürzer und bündiger zu feiern vermag. Baden statt beten, war das Motto dieser Siegesdemonstration . Wenn die orthodoxe Kirche wieder ihre Gotteshäuser aufbauen läßt, so wird sie kaum umhinkommen, von der allgemeinen kirchlichen These abzugehen, daß Arbeit nur die Strafe für ein sündiges Leben sei, denn die Erfahrung, daß Arbeit dagegen eine Befreiung von Mühen und Mühsal auf Erden ist und daß Arbeit des Menschen eine Fähigkeit zur seiner eigenen Erkenntnis und Selbstfindung und auch ein Weg zu einer Gottesvorstellung sein kann, die nicht nur die Kirchenlehre vermittelt, ist nach diesem Ringen mit und gegen den Sozialismus aus der Erfahrung des heutigen Menschen nicht mehr wegzudenken. Wie weit ein sozialistisches Denken und Wirken ohne eine Gottesvorstellung in der Selbstüberschätzung menschlicher Fähigkeiten kommen kann, ist heute im Osten Europas allseits auf Schritt und Tritt mit eigenen Augen und eigener Beurteilungsfähigkeit zu sehen und zu erfahren. Allein das Ergebnis des Wirkens des Sozialismus in Osteuropa wahrnehmen zu können, macht es zur Pflicht, in Rußland die Antworten auf die Fragen des heutigen täglichen und geschäftlichen Lebens in der heutigen Zeit Rußlands zu ermitteln und festzustellen. Eine weitere Aufgabe ist es, festzustellen, welche Gründe zum Ende des Sozialismus in Rußland führten. Waren diese Gründe freiwillig, staatlich unter Einsicht angeordnet oder lagen allein wirtschaftliche Gründe vor, die ähnlich wie in einem Konkursverfahren anzutreffen sind? Eine Aufgabe in Westeuropa, sich an den Ermittlungen dieser Gründe zu beteiligen, ist deshalb gegeben, weil die Gründe der Änderungen im östlichen Wirtschafts- und Wertesystem über die Grenzen hinaus auch in Westeuropa wirksam werden und auch das westliche Werte- und Wirtschaftssystem verändern können, und zwar nicht als Gründe, die aus Rußland nach Westeuropa hineingetragen werden, sondern weil die Gründe in dem Wunsch des Menschen angelegt sind, sich ein soziales Netz der totalen Sicherheit ohne jedes Risiko einfürallemal schaffen zu wollen und dabei die wachsenden wirtschaftlichen Kräfte überzogen und vertrieben werden. Hinzukommt, daß sich instabile Lagen in einem Teil Europas staatsrechtlich und geopolitisch immer auch auf die Stabilität des anderen Teils Europas ausgewirkt hatten, wie die Vergangenheit ausnahmslos bisher zeigte. Die Sorge um die Zukunft Osteuropas berührt auch immer die Sorge um die Zukunft Westeuropas. Wer sich nicht um die Lebensverhältnisse in Osteuropa kümmert, kümmert sich auch nicht um die Zukunft in Westeuropa, sondern erstarrt im reinen Provinzialismus, der die Herausforderungen der Zeit nicht erkennt, die in der Lehre der Zusammenarbeit zwischen individuellen Menschen aus verschiedenen Kulturen in der Unterstützung durch die staatlichen Organe in West- und Osteuropa besteht. Diese Herausforderung wird noch dadurch intensiver, daß beide Teile Europas in ihren südlichen Grenzen in der Zusammenarbeit mit den dortigen islamisch geprägten Völkern gefordert werden, von denen einige den beiden Teilen Europas wegen ihrer vorgeworfenen Gottlosigkeit die Hölle zu versprechen versuchen. Wer eine kriegerische Auseinandersetzung zwischen diesen drei Kulturen zu vermeiden versucht, ist darauf angewiesen, nach Wegen der Zusammenarbeit zwischen diesen drei Kulturen zu suchen, und er kann sich nicht in Nischen seines heimischen angestammten bisherigen Lebens zurückziehen. Das griechische Byzanz hat diese Zusammenarbeit über Jahrhunderte meisterlich zur höchsten Blüte seiner Kultur geführt, bevor es seine Stellung an Moskau als drittes Rom weitergab und Europa im Zeichen der Renaissance vor 500 Jahren zu einer Wende in seiner kulturellen Entwicklung führte. Diese Leistung in der Zusammenarbeit sollte Europa als auch den islamischen Völkern ein Ansporn und Wegweiser sein. Diesen Zusammenhang erkennbar zu machen, setzt voraus, die Antworten auf die Fragen des täglichen und geschäftlichen Lebens in Osteuropa zu finden, ohne die sich beide Teile in den Irrtümern weiterbewegen, die zu den Kriegen der Vergangenheiten geführt haben. Moskau ist ein Prototyp osteuropäischer Lebensweise. Was in Moskau nicht möglich ist, wird wirtschaftlich gesehen auch in anderen Teilen Osteuropas nicht möglich sein, so daß Moskau als Ausgangspunkt der Ermittlungen der Antworten auf die Fragen nach dem täglichen und geschäftlichen Lebens in Osteuropa angenommen werden kann. Wie weit ein Wandel und eine Umkehr von den Vorstellungen des vergangenen Sozialismus in Osteuropa möglich ist, zeigt die Tatsache, daß der Erfolg des einzelnen Menschen in Rußland in seiner eigenen Arbeit heute nicht zu einem Leben führt, das als Vertreibung aus einem Paradies zu werten ist, sondern zur eigenen Verwirklichung der eigenen individuellen Person und zur Rettung aus dem vom Sozialismus angerichtetem wirtschaftlichem Chaos in Rußland.Die Suche nach den Antworten auf die täglichen und geschäftlichen Fragen in Osteuropas kann jeder Fragesteller aber letztendlich nur selbst beginnen. Die Antworten sind individuell. Jeder hat sich selbst auf den Weg zu machen, sich sein eigenes Bild von den Lebensverhältnissen in Osteuropa zu machen.Für diesen Versuch können einige Hinweise sehr hilfreich sein, damit der Besucher Rußlands nicht schon an seinen bisherigen eigenen westlichen Gewohnheiten und nicht schon an den von den westlichen Medien angerührten Meinungen irrtümlich erliegt, denn er findet in Rußland nicht seine eigenen alltäglichen Lebensgewohnheiten und Beurteilungsmaßstäbe, auf denen er sich in seinem Leben bisher blindlings verlassen konnte und die in der Unendlichkeit Rußlands in einem anderen Erscheinungsbild auftreten. Hilfreiche Hinweise geben die 30 Berichte aus den Lebensgewohnheiten in Moskau/Rußland in der vorliegenden Schriftenreihe, die sich die Mühe macht,nicht nur ganz praktische Hinweise zu einem selbst organisierten Moskaubesuch zu geben, sondern auch die Stimmungen wiederzugeben, in denen der Rußlandbesucher überleben kann, wenn er sich auf die Reise begibt, auf der er auch seine eigenen Gewohnheiten neu kennen lernen kann. Am Ende wird sich die Erkenntnis einstellen, daß zwischen dem Osten und dem Westen Europas keine großen Unterschiede gerade in der Zukunft liegen werden, sondern die Tatsache der Weite und der Vielfalt und Offenheit der Welt sich als Maßstab erweisen wird. Der Besucher Rußlands wird aus diesem Grunde immer wieder seine andere Seite Europas aufsuchen und nach Moskau heutiger Zeit zurükommen, wenn er einmal dort gewesen ist und seine eigene bisherige Endlichkeit in den unendlichen Weiten Rußlands erfahren hat. EUROINFO-Report Nr.1: FLUGHAFEN MOSKAU Wenn Sie Moskau mit dem Flugzeug erreichen, kommen Sie am internationalen Flughafen Sheremetjewo II an, 35km vom Kreml, der Stadtmitte entfernt.Er wurde anläßlich der Olympiade Anfang der 80-ziger Jahre von deutschen und anderen westlichen Firmen erbaut.Verspätete Flugzeiten sind nicht selten, weil das Wetter oft "einen Strich durch die Rechnung macht" und der Flughafen in den Zeiten der Staatswirtschaft nicht mit allen technischen Mitteln des internationalen Standards ausreichend versorgt war, was Sie aber keineswegs beunruhigt, denn der Wandel von der Staatswirtschaft in die Privatwirtschaft ist in vollem Gange.Sie kommen in eine Welt, die Sie in einer Ruhe und Gelassenheit aufnimmt, die ihres gleichen sucht. Lassen Sie sich in diese Gelassenheit hineinfallen.Sie werden sich sofort wohl fühlen und sich gelegentlich darüber wundern, "daß Sie bei unerwarteten Schwierigkeiten nicht aus der Haut fahren ". Bei der Paß- und Zollabfertigung erleben Sie mehr "Fingerspitzengefühl" als in anderen Ländern. Haben Sie Ihren Koffer vom "Band" geholt und auf einen Gepäckwagen abgestellt, so füllen Sie eine Zollerklärung in einem Formular aus, das Sie entweder im Flugzeug erhalten oder vor der Zollabfertigung in einem Regal auch in deutscher Sprache finden. Von den Zollschaltern suchen Sie sich denjenigen aus, an dem die meisten westlichen Besucher stehen.Sie werden Ihnen das Gefühl der Hilfe vermitteln, die Sie nicht brauchen, weil Sie so freundlich behandelt werden, als seien Sie schon lange erwartet worden. Dann gehen Sie zügigen Schrittes, ohne auch nur mit einem Blick auf die vielen Zurufe jeder Art -sei es Taxi oder Hotel - zu reagieren, auf das obere Deck des Flughafens und suchen dort nach einem * Taxi* , das auch von einem privaten PKW-Fahrer angeboten wird, der gerade seine Freunde zum Flughafen gebracht hatte und sich nun auf den Weg zurück in die Stadt macht.Er ist Ihr freundlichster Begleiter in die Stadt, weil er sich über Ihren Besuch in dieser Stadt freut.Bei ihm sind Sie frei in der Bezahlung seiner Hilfe, während Sie auf dem unteren Deck des Flughafens die "Ankunft mit allen Untaten erleben", die sich auf jedem internationalen Flughafen , insbesondere mit Hauptstadtcharakter ereignen. Wenn Sie das erste Mal in Moskau sind, dann gehen Sie besser an einen der zahlreichen Kiosken im unteren "Deck" , an denen Ihre sichere Taxifahrt für 40-50 Dollar in die Stadt angeboten wird. Im Flughafen können Sie Ihr * Geld wechseln* in Rubel, die Sie bei jeder Bezahlung in Rußland brauchen, denn die Zeit, in der der Dollar und die Deutsche Mark den Bargeld-Markt beherrschten, sind vorbei. Sie können auf dem unteren bzw. oberen Deck auch *Telefonieren* und eine *Telefaxnachricht* nach Hause oder ins *Hotel* oder an Ihren *Geschäftspartner* richten. Sie können *Hotelzimmer buchen* und auch einen *PKW mieten*, dessen Standard und Vertragsgestaltung aber bisher zu wünschen übrig läßt.Sie haben die Möglichkeit, den gemieteten PKW selbst im Moskauer Straßenverkehr zu fahren oder den nicht wesentlichen teueren Dienst eines Fahrers mit PKW für ca.100,-DM /pro Tag zu wählen. In der unmittelbaren Nähe des Flughafens befindet sich das neu errichtete Novohotel mit allen technischen Einrichtungen der Kommunikation, "die es auf Erden gibt". Wenn Sie sich unsicher bei Ihrer Ankunft fühlen, so machen Sie sich zu Fuß auf den Weg zu diesem NovoHotel und erholen sich von dem ersten Schreck , der Sie evtl. je nach Situation und Erinnerung an Ihre Vorstellungen aus der Zeit des Kalten Krieges befallen haben sollte. Wenn Sie eine Unsicherheit erfaßt, dann liegt dies sicherlich auch an den Phänomenen der Umgestaltung einer Staatswirtschaft, aber tatsächlich erkennen Sie auch den Zusammenbruch Ihrer Vorstellungen aus dem Kalten Krieg, der in Ihnen von den Regierungen des Westens wie des Ostens irrtümlich veranstaltet wurde.Im NovoHotel nahe dem Flughafen finden Sie die Kräfte der privaten west-und östlichen Wirtschaft und Sie werden erkennen, daß Sie sich nun ausschließlich auf diese Kräfte der privaten Wirtschaft verlassen werden,sei es im Osten oder Westen Europas.An Orten dieser privaten Wirtschaft empfinden Sie auch, von welchem Ort Sie im Fall eines "Unglücks", dem Sie meinen vorbeugen zu müssen,gleich welcher Art wieder sicher nach Hause kommen können. Der nächste Standort mit gleicher Sicherheit wäre mitten in der Stadt das Metropol-Hotel,das Ihnen wie ein Märchen aus 1001 Nacht vorkommen wird, nahe dem *Bolschoi-Theater* und dem *Roten Platz* und dem *Kreml* und den *Kaufhäusern Gum* und dergleichen. Das Metropol hat jeden Service in der perfektesten Art und in einem Stil, der seines gleichen in einer solchen Lage und Umgebung sucht. Sollten Sie dort nicht wohnen, so können Sie diesen Ort als Oase des Überlebens wählen,wenn Sie meinen, sich von den Irrtümern aus den westlichen Medien erholen zu müssen. Nicht weit vom Roten Platz ist noch das Hotel Baltschug-Kempinski mit dem schönsten Blick auf den Kreml und mit internationalen Preisen ohne Ende. Vom Hotel Intourist am Anfang der Twer Straße haben Sie einen weiten Blick über Moskau, den Sie vom Fernsehturm in der Stadt noch erweitern können. Der Flughafen selbst liegt nördlich am Stadt rand von Moskau ca.35 km vom Roten Platz entfernt und neben der Straße, die Sie in die Stadt führt und von St.Petersburg kommt und direkt auf den Roten Platz und den Kreml landet. Diesen Weg in die Stadt sollten Sie niemals bei Ihrer Ankunft missen, denn Sie sind auf diese Weise am schnellsten in Moskau "akklimatisiert" , und zwar in jeder Beziehung.Ihr Gefühl, auf dem *Mond* in Moskau angekommen zu sein, wird sich ins richtige Licht auf dieser Straße einstellen.Auf der gleichen Straße fahren Sie auch zurück zum Flughafen, um sich von Ihrem Mondaufenthalt richtig verabschieden und um sich auf die Ankunft auf "Ihrer Erde" vorbereiten zu können. Es ist kein Wunder, wenn Sie dabei furchtbar sentimental werden und Sie sich diesem Gefühl hingeben.Die Verspätungen Ihres Abfluges werden auf diese Weise auch niemals zu einem Ärgernis. In Frankfurt angekommen, meinen Sie zwar,vom Fußboden "essen" zu können, aber Sie sind auch bereit, sofort wieder nach Moskau auf den "Mond" zurückzufliegen.Es war kein richtig geglückter Moskauaufenthalt, wenn Sie bei Ihrer Ankunft an Ihrem Heimatort nicht das Gefühl der Mondsüchtigkeit erfaßt und dieses Gefühl Sie Zeit Ihres Lebens nicht mehr richtig losläßt und Sie nicht wieder nach Moskau zurück wollen. Flughäfen sind in der heutigen Zeit Bahnhöfe zu Reisen um die Erde, die rund ist und in der Unendlichkeit gehalten wird.Sie sind die Dome heutiger Zeit, wie die Dome der Vergangenheit Kommunikationsorte mit der Unendlichkeit waren und noch sind. Ihre Grundrisse sind reine abstrakte Kunst und Ausdruck des Wunders der heutigen Technik, mit denen sich der Mensch die Erde zum Untertanen machen möchte. Moskau ist einer der wenigen Orte, die schon auf Erden das Gefühl vermitteln können, außerhalb seiner eigenen Erde sein zu können, und zwar als Tor in den Osten und Süden eines Landes, das den Unternehmungssüchtigen dieser Welt wie zu Zeiten der Entdeckungen anderer Erdteile in seinen Bann zieht, und zwar im besten Sinn dieses Wortes, was aber einen so ungewissen Ausgang haben wird, wie die Entdeckungen der neuen Welt zu Zeiten des Columbus vor 500 Jahren,aber mit Sicherheit mit den gleichen Erneuerungen verbunden sein wird, wie diese Zeit vor 500 Jahren Erneuerungen in den Köpfen jener Menschen in Europa hervorgebracht hat, die auch Irrtümer über die Welt den Tatsachen entsprechend, daß die Erde rund ist, zurecht gerückt hatten, wie heute die Irrtümer über die Menschen in beiden Teilen Europas - von den Staaten des Kalten Krieges angerührt -durch einen gegenseitigen Besuch zurecht gerückt werden können. Die Weite eines Landes, die der Weite eines Weltmeeres gleichkommt, wird Sie beim Eintreffen in Moskau erwarten.Für die Menschen im Osten bis Wladiwostok ist Moskau das Tor zum Westen und zur westlichen Welt, wie auch ein Anziehungspunkt des Südens zu den Bergen des Himalajas und zum Schwarzen Meer und zur arabischen Welt und zu Kleinasien, wie auch nach Norden nach St.Petersburg, dem Venedig des Nordens, mit seiner Mitternachtssonne und weiter ins Nordmeer mit seiner Polarnacht, eben in alle Himmelsrichtungen. Die Kräfte der Entfernungen gaben Moskau immer den Schutz,in diesem Mittelpunkt überlebt zu haben. Wer in Moskau überleben will oder gar herrschen wollte, muß in Moskau seinen Mittelpunkt haben, so daß es kein Wunder ist, daß fremde Mächte immer daran gescheitert sind, dort ihre Staatsmacht längere Zeit walten lassen zu wollen.Genauso ist es ein Irrtum, von Moskau andere Räume oder gar die Welt erobern und zu beherrschen zu wollen. Es wird auf die anderen Regionen Europas nicht ohne Einfluß sein, wenn im Osten Europas der Staat seine Macht den einzelnen Menschen wieder zurückgibt, weil dieser Staat erkannt hat, daß die Mittel der Technik und der Wissenschaft den einzelnen Menschen in den Stand gesetzt haben, sich selbst zu versorgen und die Verantwortung für seine eigene Person nun auch selbst zu übernehmen und nicht mehr staatlichen Mächten zu überlassen. Dieser Einfluß wird anwachsen, weil die staatlichen Regulierungszwänge und finanziellen behördlichen Anspruchsdenken im Westen Europas zur Zeit weit größer sind als in Osteuropa. Diese Freiheiten von staatlichen Zwängen werden die kreativen und produktiven Kräfte gerade aus dem Westen nach Osten ziehen lassen und sie dem Westen Europas auf lange Sicht entziehen, wie in allen Phasen des Aufbaus und der neuen Entwicklungen zu allen Zeiten dies der Fall war, daß die kreativen Kräfte in den Raum abwanderten, der ihnen mehr Freiheiten und größere Aufgaben zur eigenen Entfaltung gegeben hatte. Schon am Flughafen in Moskau werden Sie das Gefühl haben, nicht nur der Weite eines Landes zu begegnen, sondern auch neuen Freiheiten, die Sie beflügeln. EUROINFO-Report Nr.5: PRIVATisierung in MOSKAU In Rußland hat die Privatisierung des Vermögens des Staates und des Lebens seiner Bürger alle Bereiche erreicht. Das Motto, sowenig Staat wie möglich, greift um sich. Früher hat sich der Staat zwar vorgenommen, überall alles zu regeln, aber wer überall sein will, ist nirgends und regelt letztendlich in seiner Selbstüberschätzung nichts mehr, stattdessen gleitet einem solchen Staat alles aus der Hand. Hinzukommt, daß der sozialistische Staat die private Arbeitswelt und das private Geldgeschehen abzuschaffen bemüht war und alles daran setzte, diese Zielvorstellung zu verwirklichen.Das Private wurde in das staatlich organisierte Leben mit einbezogen, um es einerseits zu kontrollieren, aber andererseits auch zu gestalten. Damit wurde dem privaten Leben im staatlichen Geschehen Tür und Tor geöffnet und das perönliche und private Leben des einzelnen Menschen machte sich überall im Staat selbst breit. Damit war der Staat nach der Vernichtung der in seinem Bereich privat gestalteten Wirtschaft selbst den privaten Kräften ausgesetzt, und zwar in allen seinen Bereichen, auch die Verwaltung und Produktion waren insoweit mit dem privaten Leben erfüllt.Der Mensch mit seinen eigenen persönlichen Wünschen machte sich wie früher zu Hause in seinen privaten vier Wänden nun am Arbeitsplatz breit, der mehr zum Kommunikationsort wurde als zum Geschehen eines international verwertbaren Arbeitserfolges. Die Einheit von Privat-und Arbeitswelt war im sozialistischen Staat vollzogen, so daß von einer Privatisierung des Staates als Ergebnis des realen Sozialismus gesprochen werden kann, denn der Bereich privater persönlicher Kräfte stand im Sozialismus derartig im Vordergrund, daß die unverzichtbaren Aufgaben des Staates verdeckt und nicht mehr sichtbar und in seiner Verwirklichung vergessen wurden. Wenn in der heutigen Zeit in Rußland von Privatisierung gesprochen werden kann, so bedeutet dies zunächst die Neuverteilung der Verantwortung für das eigene Schicksal des einzelnen in seinem privaten Bereich wie im eigenen wirtschaftlichen Leben. Staatliches Vermögen war nicht vorhanden, das hätte verwertet und an jeden einzelnen Bürger zu seinem Ausscheiden aus der sozialistischen Gesellschaft hätte verteilt werden können. Es geht bei der Privatisierung weniger um die Verteilung eines Vermögens als um die Verteilung von Verantwortung und diese Verteilung bringt zunächst Lasten, die der untergehende sozialistische Staat in dieser rein privaten Arbeitsweise fern von Effektivität und Produktivität und in seiner nach finanziellen Grundsätzen zu nennenden Zahlungsunfähigkeit hinterlassen hatte. Wird in Rußland ein neues gesellschaftliches Leben versucht, bleibt als Grundlage der Grund und Boden, auf dem sich die vom Staat verlassenen Bürger bewegen, in der Verteilungsmasse übrig; der Grund und Boden ist aber in Rußland immer noch der staatlichen Verwaltung und Verfügung allein unterworfen und wird nur in seiner Nutzung in bestimmten Bereichen privaten Personen zu einem bestimmten Zweck zur Verfügung gestellt . Damit stellt sich ein Widerspruch ein. Der Staat als Grundherr und seine Bürger als Mieter und Nutzungsberechtigte setzen einen funktionierenden Staat mit anerkannten Zielen voraus, den es aber gerade in diesem Bereich in Rußland zur Zeit nicht gibt. Damit werden die Grundherrenrechte auch nicht ausgeübt und die Bürger werden sich in ihren Nutzungsrechten wie faktische Eigentümer verhalten können. Damit ist aber kein verbrieftes Recht möglich, das der Verpfändung in banküblicher Weise international unterworfen werden kann. Es herrscht das Faktische in allen seinen Erscheinungsformen, so daß nur der zu etwas kommt, wie es so schön heißt, der wagt und handelt, aber dafür nicht noch eine Eigentümer-Urkunde benötigt und auch nicht wünscht.Die Herrschaft und Funktionsfähigkeit des Geldes des eigenen Staates werden sich aus diesem Grunde nicht einstellen, auch wenn noch andere Gründe das gleiche Ergebnis stützen. Die Herrschaft des Geldes anderer Staaten wird nicht wegzudenken sein. Es kann aber erwartet werden, daß sich in dem Augenblick diese Vertiefung des Bodenrechts einstellen wird, in dem die Freude am Arbeitserfolg und am Erfolg des Gestaltens zum Motor der Motivation des Handelns wird. Das äußere Erscheinungsbild Rußlands in seinem Grundstüken und Aufbauten wird immer noch die Wunden zeigen und erhalten, die bei herrenlosem Gut allgemein aufzufinden sind. So wie die westlichen Sozialisten an dem Wort Grundherr gescheitert sind und an ihrem Unterlassen, diese Position wieder zu besetzen, scheitern werden, haben die feministischen Wortakrobaten das Wort Grundherr noch gar nicht entdeckt, weil sie zu diesen abstraktionssüchtigen Aufgaben eines Menschen so wenig Zugang haben wie zu der Welt des Computers und seinen Programmen, die weltweit zu immer niedrigeren Preisen immer mehr Leistung bieten und die von weiblichen Aktivitäten gänzlich frei sind. Sozialistischer Staat und Weiblichkeit haben die gleiche Qualität und sie stellen beide das Private im Sinne der herzlichen Unverbindlichkeit, der auch die zielgerichtete Ernsthaftigkeit fehlt, ganz in ihren Forderungen gegen den gesetzlichen Vater Staat in ihren Vordergrund und sie lassen beide die Begriffe Produktivität und Effektivität und Abstraktionsfähigkeit in gleicher Weise vermissen, die aber die Qualität und Wirkung als eine ertragreiche und auf dem Weltmarkt verwertbare Leistung bestimmen. Lenin war in seiner Vorstellung ein Sohn seiner Mutter ohne die Vorstellung von den Aufgaben eines Vaters, den er durch den "Vater Staat" ersetzte, als er meinte, das Paradies auf Erden zu schaffen, in dem er den privaten selbstverantwortlichen Arbeitgeber mit dessen Arbeit erschlagen und vertreiben ließ, und zwar unter dem offenen Irrtum, mit der Vertreibung der Arbeit auf Erden sei auch das Paradies auf Erden wiedergewonnen, denn die Arbeit sei nichts als das Ergebnis der Profitgier des Arbeitsgebers und sonst nichts.Es fehlte ihm die Vorstellung, daß ohne selbständige Arbeit und ohne eine eigenverantwortliche selbständige Tätigkeit des einzelnen Menschen ein menschenwürdiges Leben auf Erden nicht möglich war. Der sozialistische Staat hat schließlich nicht nur den privaten Arbeitgeber ausgeschieden, sondern auch dem Vater seine Verantwortung für seine Familie, besonders seiner Kinder, die schon mit der Geburt in Tagesheimen aufwuchsen, enthoben und entwöhnt und damit das Verantwortungsgefühl und die Kreativität und Fantasie eines selbständigen Arbeitgebers aus der Gesellschaft verbannt, ohne eine gleiche Kraft der Motivation und Verantwortung schaffen zu können. Der gleiche Mangel in der Qualität der Vorstellungskraft findet sich in dem Verlangen der zahlreichen Quotenfrauen gegen den Vater Staat im Westen Europas, die sich in diesem Irrtum auch noch zusätzlich in einem vermeintlichen Befreiungskampf ihren Familien in einer unselbständige außerfamiliären Arbeit zu entziehen und diese so gewonnene vermeintliche Selbständigkeit allein in ihrer Forderung nach Quotenplatz und Unterhalt gegen die Männerwelt im "Ersatzvater Staat" als Arbeitgeber zu finden wünschen statt sich nach der von ihnen allein geschaffenen Ertragslage ihrer eigenen Tätigkeit als eigener Arbeitgeber auszurichten. Schon jetzt zeigt sich am Arbeitsplatz im Westen der gleiche Mangel an Ernsthaftigkeit wie er im Osten begonnen hat und das ersatzfamiliäre Erscheinungsbild wird dort immer deutlicher. Die Zerstörungskraft dieses paradoxen Verhaltens auf die wirtschaftliche Tätigkeit einer Lebensgemeinschaft übertrifft die Zerstörungskraft des sich der ertragsreichen Arbeit verweigernden Sozialismus im Osten, wie dieser Umstand im Westen Europas noch verheerende Wirkungen im wirtschaftlichen Bereich zeigen wird. Während im Osten Europas dieser Zusammenhang längst erkannt wurde, haben im Westen lediglich die Arbeitgeber dadurch die Konsequenzen gezogen, daß sie im rasanten Tempo Arbeitsplätze abgebaut haben und ins Ausland exportierten, auch weil der Generationenvertrag als Grundlage des sozialen Ausgleichs im Westen in einer nicht mehr finanzierbaren Altersversorgung und ausbleibenden Jugend entsprechender Zahl, die nur in einer von Vater und Mutter familiengegründeten Kreativität gefunden werden kann, auch finanziell nicht mehr erfüllbar sein wird. Was den vom sozialistischen Staat verlassenen und vergessenen Babuschkas in Rußland seit vielen Jahren auferlegt ist, nämlich Arbeit in der Eigenversorgung bis zum Tode, wird dieser heutigen Generation der Familienverweigerung im Westen nicht erspart bleiben, nämlich im Alter noch einmal zu lernen, ihre Forderungen zu privatisieren und nicht allein gegen den Vater Staat zu erheben. Ob sich im Westen das gesellschaftliche Institut der Familie danach noch so überlebensfähig wie im Osten Europas erhalten wird, kann heute keiner vorhersehen, denn im Westen überziehen nicht nur diese Umstände die kreativen Kräfte, die Arbeit schaffen und entwickeln können. In Rußland ist der Prozeß dieser Art der Zerstörung an seinem Wendepunkt unumkehrbar allein auf den Bestand seiner Familienkräfte angekommen. EUROINFO-Report Nr.6: MUSE oder RUSSLAND als Land der Inspiration des Westens: Rußland kann auf den Westeuropäer, der sich in Rußland aufhält, die Wirkungen der Inspirationskraft einer Muse entfalten, die in früheren Zeiten die Länder des Orients auf die geistigen Kräfte Westeuropas als ähnliche musische Wirkung der Inspiration hatten. In heutiger Zeit der ständigen Kriege im Orient, hat sich dieses orientalische Bild verflüchtigt und der Westen versinkt in einer fantasielosen Realität. Es sind die Kräfte der Inspiration , die sich im westlichen Menschen zeigen können,wenn er sich selbst in Rußland aufhält und sich dort selbst von einem Standpunkt außerhalb seines eigenen Ichs betrachten kann.Diese Posititionswirkung erscheint, weil der russische Mensch einerseits so nah seinem Besucher in Rußland sein kann, aber andererseits aus der Nähe betrachtet die Wirkungen der Ferne eines Mondes entgegentreten und alles wechselhaft unwirklich erscheinen lassen kann. Gogols und ganz besonders Tschechows Geschichten stehen einem Rußlandbesucher plötzlich vor Augen als seien sie der Tatbestand eines zutreffenden Urteils . Das Faßbare wird in der Realität betrachtet zum Unfaßbaren, wie die Kräfte der Inspiration selbst nicht faßbar, aber in seinen Wirkungen erkennbar sind. Für den Menschen, der sich auf dem Weg der Faszination und der Inspiration begeben möchte und darin eine Motivationkraft erfährt, kann Rußland ein Ziel sein, besonders wenn er seine Arbeit und sein Leben an seinem Heimatort meistern will, so daß Rußland nicht unbedingt nur aus wirtschaftlichen Gründen des Handels und der Industrie zu besuchen ist, sondern auch aus Gründen der Gestaltung seines eigenen Lebens.Wenn der Besucher schon nicht weiß, was er in Rußland auf welche Weise erfolgreich gestalten kann, so weiß er aber in Rußland sicher, was er zu Hause in seinem eigenem Leben gut und richtig machen kann. Diese geistige Wechselwirkung wird ihn auch immer wieder auf die Reise nach Rußland schiken und ihm aus der Kraft der Positionswirkung in der Zukunft helfen, sich in seinem eigenen Leben in Westeuropa zu orientieren. Wer sich früher in seinen eigenen Verhältnissen orientieren wollte, machte sich in den Orient auf. Der Westen Europas ist für Rußland in der Findung seiner gesellschaftlichen Gestaltung von gleicher Bedeutung.Aus dem Westen mit seinen Gedanken von Marx und Engels hat Rußland seine sozialistische Gesellschaft aufbauen wollen. Es liegt eine Wechselwirkung vor. Zahlreiche Russen haben den Aufenthalt im Westen als Ort ihrer Inspiration gesehen, insbesondere wenn sie sich mit Rußland als ihre Heimat beschäftigt haben. Diese Wechselwirkung der Position und des Standortes zeigt das geschichtlich allseits bekannte Beispiel, daß Lenin unmittelbar nach einem längeren Aufenthalt aus dem Westen kommend in dem Zeitpunkt in Rußland erscheint, zu dem er den gesellschaftlichen Wandel in Rußland für möglich hielt. Freiherr von Stein hat die Möglichkeiten der westeuropäi-schen gesellschaftlichen Änderungen für die nachnapoleonische Zeit in Moskau erkannt und von dort aus seine Motivationskräfte entwickeln können. Wer aus Rußland zurückkommt, wird nicht mit weltlichen Gütern beladen sein, diese hat er meist dort gelassen, aber er wird mit Erkenntnissen beladen sein, auf die er im Westen nach den bindenden Kräften der Nachbarschaft lange warten kann. Alle Güter der Welt werden leichten Herzens gegeben, wenn ihm mit dem Erlebnis der Inspiration heimgezahlt wird. Wie leicht sammeln die Musen die ihnen notwendig erscheinenen Güter des realen irdischen Lebens ein, die sich beim Gebenden durch seine Freizügigkeit und Freigibigkeit wieder um ein Vielfaches vermehren,so daß diejenigen, die sich nicht in der Wahrnehmung ihrer Inspiration in Rußland bewegen, meinen in Rußland ihrer irdischen Güter beraubt zu sein und auf diesem Wege werden solch enttäuscht heimkehrenden Besucher eine Gefahr, einmal mehr Feindbilder aufzubauen, die sich in einem kriegerischen Ende wiederfinden. Im übrigen findet sich die Auffassung, daß die Wirkungen der Musen die bestmöglichen Aufgaben der Weiblichkeit darstellen, im heutigen Rußland weit mehr verbreitet als im Westen zur gleichen Zeit. Sie gibt damit eine wesentliche Verständnishilfe zur Orientierung in Rußland an die Hand, wobei die russische Weiblichkeit als weitere Beigabe auch zum realexistierenden Leben heute weit mehr beitragen kann als die Muse des Westens, die sich in den Arbeiten des alltäglichen Lebens schließlich schlicht in Luft auflöst und die mehr in westlichen Erscheinungsbildern des Nichtstuns im realen Alltag angetroffen werden kann als die Musen in Mutter Rußland, insbesondere auf den Lebensfeldern ihrer Babuschkas, deren Vater Staat sich auf und davon macht und die sich in der Inspiration früherer westlicher Gesellschaftssysteme wechselhaft wiederfinden. EUROINFO-Report Nr.7: MOTIVATION in RUSSLAND Die Kräfte der Motivation zum Handeln und zum Denken und zum Leben sind vielfältig und scheinen bis heute unerforscht zu sein. Zur Zeit sind die meisten Menschen - sei es im Westen oder Osten Europas - ohne große Motivation, und viele wissen nicht, warum sie etwas auf ihrem Arbeitsgebiet erfolgreich und verwertbar wie mängelfrei arbeiten sollen. Gründe zu ihrem Handeln liegen meist im Zwang , die die eigenen Lebensumstände bestimmen. Der Zwang besteht in der Androhung von Übeln oder in dem Entzug von Vorteilen, der wiederum mit Übeln verbunden ist. Außerhalb der Zwangssysteme liegen Gründe zum Handeln im Bereich der Freiwilligkeit, wenn die handelnde Person an der Schaffung von Erfolg in seiner Arbeit Freude gefunden hat. Diese Art der Motivation war seit den Zeiten der Revolution im ersten Weltkrieg in dem Bereich der Schaffung von Warengütern und Dienstleitungen in Moskau/ Rußland selten und in den darauffolgenden Zeiten des Sozialismus ausgerottet worden, soweit es sich um Waren und Dienstleistungen handelt, die auf dem Weltmarkt Erlöse erzielen können und nach der Ertragslage geschaffen wurden. Seit der Zeit der Privatisierung der letzten 5 Jahre sind immer mehr Tätigkeiten in Moskau festzustellen, die sich nach dem geschäftlichen und auf eine eigene Leistung bezogenen Erfolg ausrichten.Die Motivation und die Freude am Erfolg der eigenen Arbeit sind auch in Moskau die Ursache dafür, daß der Bereich der Dienstleitung und der eigenen Versorgung seit 1990 die größten Fortschritte gemacht hat. Sie können als Besucher in Moskau diese Entwicklung leicht feststellen, wenn Sie dort eine Informationsstation in einem günstigen Preis-Leistungsverhältnis in einem eingerichteten und mit Personal ausgestatteten Wohn-Büro betreiben, und zwar in einem ortsüblichen und allein von Russen bewohnten Stadtbezirk. Dadurch wissen Sie zur rechten Zeit, wann sich der Markt Osteuropas auch für Ihre Waren und Dienstleistungen öffnen wird. Über die Fragen des täglichen und geschäftlichen Lebens sollten Sie zu dieser Zeit ausreichend informiert sein. Auch Ihre eigene Motivation wird sich in Bewegung setzen, wenn Sie sich in Moskau der dortigen Entwicklung durch eigene Beobachtungen stellen. DIE MOTIVATIONKRÄFTE wachsen bei einem Besuch neuer Regionen/Kulturen aufgezeigt an den Beispielen einer Reise nach MOSKAU und ISTANBUL hier: Ein Amt mit irgendeiner Wirkung, nur eigenes Handeln mit eigenem Einsatz und eigener Haftung und eigenem Erfolg? Eine Partei mit irgendeiner Idee, eine Regierung mit irgendeinem Erfolg, eine Kirche mit Glauben und Hoffnung? Amtsinhaber oder Parteivertreter oder Kirchenträger kommen mit alten Absichten und alten Ämterstrukturen erfolglos daher und verlangen fremde Gelder, ohne eigene Haftung? Wer genießt die Lage, einmal in seinem Leben unter dem Einsatz seines eigenen Denkens sich selbst zu erleben und seine Kräfte zu messen und sich zu fragen, was kannst du ohne fremde Hilfe? Dies ist eine Herausforderung, die Moskau und Istanbul bietet, und das ist alles? Es ist die Besteigung eines hohen Berges ohne Sicherungen, nur mit dem eigenen Fingerspitzengefühl in unbekannter Umgebung, um zu sehen, wie weit kommst du mit eigener Kraft und eigenen Erkenntnisfähigkeiten? Bringen nur die eigenen Kräfte die Erfahrung, die das Leben ausmachen und das Gefühl des Lebens? Sind die fremden Hilfen und die täglichen Gewohnheiten nichts anderes als der Weg zur eigenen Unbeweglichkeit und zum Nichts? Überleben in Moskau und Leben in Istanbul heißt leben und erleben in fremder Sprache, fremder Schrift, in fremden Lebensgewohnheiten mit fremden Menschen, die Sie niemals zuvor sahen und die Sie niemals zuvor gesehen haben, aber so vertraut sein können als seien sie mit Ihnen zur Schule gegangen und als hätten Sie sie immer schon gesehen . Jede Unbekanntheit wird zur Bekanntheit mit jedem Schritt, den Sie ins Ungewisse bewegen, und jede Tür öffnet sich, vor die Sie treten, und eröffnet Räume, die Sie nie zuvor gesehen und doch immer kannten. Alles Unbekannte wird so vertraut wie Ihr zweites Ich, das Sie selbst begleiten auf Schritt und Tritt und Sie immer weiterführt auf Wegen zur Unendlichkeit, die Sie sich immer schon wünschten und die sich Ihnen erschließt und alles ist neu zu lernen, selbst das Alphabet und das Einmaleins, seine eigenen Fähigkeiten sind zu überprüfen und spielen Ihnen viele Streiche. Alles ist neu und wird neu erlebt und muß immer neu überdacht werden. Nichts ist sicher, jeder Augenblick bringt Gefahr, die keine ist, vielmehr Glück und eigenes Erleben, wie das Risiko nur das Leben bringen und der Stillstand nur die Sinnlosigkeit Ihres Wirkens offenbaren kann. Das Nichts breitet sich aus und nur die eigenen Kräfte sind spürbar. Ein Wunder an Erleben fließt in jeder Minute , der Sie sich hingeben, und es ergreift von Ihnen Besitz ohne Ende. Sie spüren nur sich selbst und Ihre Kontaktfähigkeit in der Gefahr des Absturzes in der Wand der Unendlichkeit, die Sie umgibt. Neue Maßstäbe und neue Koordinationslinien umgeben und umweben Sie und ziehen fort an Plätze, die Sie längst gesehen aus anderer Richtung und zu anderer Zeit mit neuen Dimensionen. Nur dies wird wirken und alles andere wird untergehen. Geh in den Osten und in den Orient, das ist, was in Ihnen widerhallt und niemand wird Sie daran hindern können. Nur Einzelne begleiten Sie, sie treffen Sie an, keine Parolen schmettern mit alten Reimen Ihnen ins Ohr, kein Zug voller Leiber fährt in die gleiche Richtung, allein besteigen Sie den kahlen Hang, ganz gleich, ob tausend Augen Sie begleiten oder der Mond allein das Licht an Ihrer Seite bringt. Der Einzelne ist allein gefordert. Die Vergangenheit verschwindet in der Ferne im Schweigen und im Nichts, schwerfällig und ohne Mittel und in reiner Organisationstätigkeit mit sich selbst beschäftigt und in der abgeschlossenen Geschichte eines reines Fachs im Schrank des letzten Hauses, das es auszugraben gilt, wenn es die Zeit erlaubt, versunken in der Lautlosigkeit. Der einzelne Mensch allein handelt frei und unbeschwert und störungsfrei in freier Haftung seiner selbst, im Risiko des eigenen Ichs, das in Gefahr sein kann und das eigene Handeln auf eigene Rechnung in der Herausforderung der eigenen Person bringt, die die Herausforderung des anderen neben Ihnen annimmt als ihr Erlebnis im Erkennen und Erleben . Die Gruppe in der Masse in alter Ordnung ergreift Sie nicht, sie hängt als Rock am Nagel alter Zeiten ohne Kraft. Was von ihnen bleibt ist nur Verhaftung, Krieg und Tod. Der Frieden, den Sie suchen, liegt in den eigenen Fähigkeiten, die andere Fähigkeiten suchen, um zu unbekannten Zielen sich Bahn zu schaffen. Gehen Sie in eine andere Region/Kultur, die für Sie neu und fremd ist, und Sie werden erfahren, wer Sie sind. EUROINFO-Report Nr.8 : HOTELS in MOSKAU Sie finden in Moskau im wesentlichen zwei unterschiedliche Gruppen von Hotels.Die eine Gruppe wird von den Hotels internationalen Standards vertreten.Sie sind meist sehr neu und werden von westlichen Reisebüros vermittelt, wie z.B. die Hotels Novohotel,Baltschug-Kempinski, Metropol oder Savoy.Die andere Gruppe wird von den Hotels dargestellt, die meist Russen oder Reisende östlicher Länder bewohnen, wie z.B. die Hotels Belgrad, Budapest, Moskwa,Pekin, Ukraina oder Rossija. Die Beschreibung der Hotels finden Sie in jedem Reiseführer neuesten Standards mit entsprechenden Preisangaben. Die Hotels westlichen Standards sind meist teurer als in westlichen Ländern vergleichbaren Standards und gleichen Aquarien, in denen Sie sich wie unter reinen Goldfischen fühlen und auch so behandelt werden, insbesondere wenn Sie solche Hotels verlassen, um das Moskauer alltägliche Leben kennen lernen zu wollen. Es ist daher kein Wunder, wenn Sie an den Eingängen zu solchen Aquarien des reinen Luxus kleinen Belästigungen ausgesetzt sind, von denen die westlichen Zeitungen so naiv und übertrieben zu berichten wissen. Solche Berichte treffen nicht die Wirklichkeit, sondern haben ihre Ursache in den Wirkungen eines faradayischen Käfigs, den die Hotels westlichen Standards in Moskau darstellen.Diese Hotels haben keinen Bezug zur Wirklichkeit in Moskau, die Sie im weiteren Umkreis solcher Hotels westlichen Standards antreffen. Um solche Hotels westlichen Standards wachsen auch die Schnittstellen zwischen westlicher und östlicher Lebensweise zu Mauern aus Mißverständnissen.Die wenigen Bettler und Tagediebe und Preisaufschneider in verhältnismäßig kleiner Anzahl zu den 10 Millionen Einwohnern Moskaus versammeln sich gelegentlich des Nachts um diese lichterhaften Gebilde in dieser Stadt, die ihr eigenes Leben lebten, mit eigener Währung und allem Luxus westlicher Prägung. Es ist bekannt, wenn sich um solche Leuchtkörper all die Schattengebilde hängen, die im Westen insbesondere in New York in weit größerer Anzahl öfters als in Moskau üblicherweise anzutreffen sind und über die sich der westliche Medienvertreter meint in Moskau so erstaunt und so verärgert aufregen zu müssen, wenn sie dort vereinzelt und selten in erstaunlicher Harmlosigkeit und meist nur des Nachts anzutreffen sind und die westliche Unwissenheit in solchen Käfigen voller Narren, die alles besser wissen und doch eigentlich über Moskau nichts Erwähnenswertes zu berichten wissen, ein wenig belästigen .In solchen Hotels halten sich Vertreter von westlichen Firmen und Zeitungen auf, die am alltäglichen Leben in Moskau eigentlich gar kein Interesse haben, sondern dort für 400,- bis 500,-DM und mehr pro Nacht "ihre Strafversetzung nach Moskau bedauern " und sich langweilen und dort versuchen, wie im Westen ohne Kontakt zum Osten während ihrer Tage in Moskau zu wohnen und sich über jeden Umstand aufregen, den sie eigentlich aus ihrer Zeit im Westen gewohnt sind und dort ohne viel Aufhebens und ohne Erwähnung zu übergehen pflegen. Stattdessen stellen sie eine Liste von Ereignissen aus Moskau in ihren Presseberichten ohne großes Verständnis mit negativen Kommentaren versehen zusammen, die sie dann mit Ereignissen aus dem Westen vergleichen, obgleich ein solcher Vergleich - was eigentlich auf der Hand liegt - nicht erlaubt ist. In ihren Berichten über *Kriminalität* und *Korruption* in Moskau leben sie von Übertreibungen harmloser Ereignisse, die sie im Westen gar nicht beachten würden, weil sie dort im Westen selbstverständlich sind und dort keinen Menschen aus ihren Gewohnheiten heraus interessieren. Die Hotels östlichen Standards erlauben einen näheren Kontakt zur östlichen Welt, weil dort Reisende aus dem Osten leben und deren Lebensweise nicht zu übersehen ist.Dennoch zeigen sich dort keine üblichen Bilder Moskaus, die sich in den reinen Geschäftsstraßen und Wohnvierteln Moskaus weitaus besser erkennen und erleben lassen. Deshalb kann ein Bericht über Moskau nur dann einen Bezug zur Wirklichkeit aufzeigen , wenn er aus diesen Lebenserfahrungen in solchen Stadtteilen seine Quellen bezieht und der "Berichterstatter" in solchen Stadtteilen zu Hause ist. Sollten Sie auf den Komfort der Hotels westlichen Standards in Moskau nicht verzichten wollen, dann können Sie davon ausgehen, in deren Umkreis nichts anderes zu erleben als in dem Umfeld ähnlicher Hotels im Westen. Die Hotels in diesem westlichen Standard in Moskau geben wenig Erkenntnisse über das alltägliche Leben in dieser Stadt her, sondern geben lediglich westlichen Berichterstattern Anlaß zu Ansammlungen von Übertreibungen , die Sie als interessierter und aufmerksamer Besucher Moskaus nicht in Aufregungen versetzen und nicht davon abhalten sollten, Moskau von der richtigen und interessanten Seite kennen zu lernen. EUROINFO-Report Nr.9: Eine Wohnung kann in Moskau über Makler, die in 3-4 Zeitungen annoncieren, leicht gefunden werden.In den Zeitungen, die in der englichen Sprache gehalten und für Ausländer bestimmt sind, werden nur teuere Wohnungen angeboten. Daher hat der Wohnungssuchende die Hilfe eines Russen in Anspruch zu nehmen, denn an Russen werden die Wohnungen weit preiswerter als an Ausländer vermietet. Dabei kann dem Vermieter später offengelegt werden, daß der tatsächliche Mieter ein Ausländer sein wird.Jeder russische Vermieter wird darüber nach einigen Verhandlungen erfreut sein. Der Preis im Wohnungsmarkt wird genauso wie bei Hotels oder Taxifahrten gestaltet.Tritt der Ausländer allein auf, so wird er immer im Preis übervorteilt werden. Die im Ausland über Rußland veröffentlichten Preise sind daher immer die Preise, die meist das Mehrfache der ortsüblichen Preise darstellen und reine "Räuberei" sind. In Moskau werden Ausländern immer noch andere Preise abverlangt als Inländern. Der Ausländer hat daher in Moskau immer der Hilfe eines Einheimischen in Anspruch zu nehmen.Dabei muß er natürlich auch den Standard einer Wohnung , die üblicherweise von moskauer Bürger bewohnt werden, in Kauf nehmen. Da nur unter der Kenntnis der Lebensgewohnheiten in Moskau erfolgreich gehandelt werden kann, ist eine Wohnung mitten unter Russen für geschäftliche Tätigkeiten erforderlich. Der Ausländer entzieht sich dadurch auch allen anderen Übervorteilungen, wie auch der Gefahr krimineller Handlungen, die üblicherweise nur gegenüber Ausländern im Stadium der Unerfahrenheit ausgeübt werden. Deshalb finden sich Wohnungen in Stadtteilen aus den 60-ziger Jahren in einer sicheren Umgebung leicht.Dort wohnt die ältere Bevölkerung in 4-5 geschossigen Wohnhäusern von brauchbarem Zustand zwischen großem Baumbestand. Die umliegenden Fabriken sind ohne Arbeit und verursachen keinen Schmutz und keinen Lärm.Man findet alle Versorgungseinrichtungen, wie Geschäfte mit einfachsten Preisen und Banken, Schulen und Kino und Kirchen und Metro-Stationen und Straßenbahnen. Die älteren Menschen verdienen sich gerne 300,- bis 400,- DM für eine 1-Zimmerwohnung mit allen Nebenkosten.Sie haben Küche und Bad und Heizung und Warmwasser und meist Telefonanschlüsse und ähnliche Möbel wie in Westeuropa in den 60-ziger Jahren. Da sie oft ältere Menschen in ihrer Nachbarschaft oder die Kinder ihrer Familie versorgen, können sie ihre eigene Wohnung oft entbehren und als Einkunftsquelle verwerten, insbesondere wenn der Ausländer sie nur an einigen Tagen im Monat während seines Aufenthaltes in Moskau benutzt. Dort kann er die ganze Mietzeit seine eigenen persönlichen Sachen zurücklassen, wie auch seine eigenen Bürogeräte. Eine Einbruchsgefahr ist nicht größer als in westlichen Ländern, meist geringer. EUROINFO-Report Nr.10:LEBENSMITTELGESCHÄFTE und Essen und Trinken in MOSKAU Lebensmittelgeschäfte gibt es in der Innenstadt zwar nicht ausreichend, aber Sie können sie leicht in der Nähe des Kaufhaus GUM und in der Twer Straße und der Neuen Arbat finden. Diese Geschäfte haben alle Waren westlichen Standards und Herkunft.Es gibt in den verschiedenen Stadtteilen auch Märkte mit allen Lebensmitteln, insbesondere Gemüse und Obst wie in deutschen Markthallen aller Art. In den Wohngebieten gibt es unterschiedliche Geschäfte, die nicht immer zu allen Zeiten das anbieten, was Sie gerade kaufen wollen. Es bleibt nicht aus, daß auch Sie sich wie alle Moskauer mit Einkaufstaschen bei Ihren Stadtbesuchen ausrüsten und bei jeder Gelegenheit einkaufen, denn Sie werden immer das finden, was sie gerade zur Zeit nicht suchen, so daß jeder Einkauf ein Abenteuer bleibt und der Lust an der Improvisitation freien Lauf gelassen werden kann. Die Supermärkte, die wie im Westen immer und alles anbieten, können sehr viel teuerer als im Westen sein, was Sie trösten kann, denn dort lernen Sie niemals die Mentalität im russischen Alltagsleben kennen. Nur über die Fragen und Gewohnheiten des täglichen Lebens können Sie sich ein eigenes zutreffendes Bild von russischen Geschäften machen und dadurch viele Irrtümer gerade im geschäftlichen Leben vermeiden. Das Besuchen der Geschäfte mit Waren des täglichen Lebens ist daher ein \"Muß\" eines jeden Besuchers in Moskau. Die Rettung in der Not, in der Sie den Geduldsfaden verlieren,schafft immer noch der Besuch eines Restaurants in einem der internationalen Hotels ; in Moskau gibt es das schönste Hotel in russisch-orientalischem Jugendstil mit dem besten Buffet im besten glasüberdachtem Speisesaal der Welt. Auch Sie werden dies behaupten nach einem Besuch des Metropol-Hotels, dessen Frühstücksangebot schon manchen Moskaubesucher nach durchzechter Nacht zum Leben erweckt hat. Auch mittags kann man sich mehrere Stunden am Buffet wieder erholen, wenn die Arbeit nicht seinen erwarteten Verlauf genommen hat.Es wird immer, besonders am Abend Live-Musik auf der Bühne im Speisesaal aus der Zeit des 19.Jahrhunderts perfekt restauriert geboten,so daß Sie sich auf den Weg in die Mitte der Stadt machen werden, wenn es Not tut. EUROINFO-Report Nr.11 : ALKOHOL in RUSSLAND Der Westeuropäer verbindet Wodka in seiner Vorstellung immer mit Rußland. Beide seien ein Paar. Meist 30 bis 50% Alkoholgehalt, klar wie die Kälte, zu der der Wodka paßt und unerläßlich ist.Mit zahlreichen anderen Getränken und ausreichendem Essen ist Wodka ein normales gut bekömmliches Getränk in Rußland, wie der Westeuropäer schnell feststellen wird. Er wird die Mengen, insbesondere in kurzer Zeit nicht schaffen, die Russen zu trinken pflegen. Der Westeuropäer möge erst gar nicht den Versuch unternehmen, mit den Gewohnheiten, Wodka in Rußland zu trinken,mit-halten und vertraut werden zu wollen.Er wird fürchterlich Schiffbruch erleiden, zumindestens auf eine etwas längere Zeit gesehen. An den Gewohnheiten, wie in Rußland der Alkohol genossen wird, Kritik zu üben, ist sicherlich einer der schwierigsten Unternehmen, Rußland zu verstehen.Auch der Westeuropäer wird sich wundern , daß er in Rußland ein Vielfaches von dem an Alkohol verträgt, was er sonst zu Hause meint zu sich nehmen zu können. Dies mag an den Umständen der landschaftlichen Verhältnisse, des Wetters, der topographischen Gegebenheiten und der kontinentalen Lage und den damit verbundenen Lebensverhältnissen, insbesondere den Eßgewohnheiten in Rußland liegen, denn der Mensch ist in einem viel größeren Maße körperlich und geistig gefordert als in den leichten Landschaften z.B. des Mittelmeerraumes. Es werden neben dem Wodka alle anderen Getränke im Wechsel getrunken, viel Wasser und gegorene Obstsäfte und Weine und Champagner aus dem südlichen Teilen Ruß-lands, und zwar zum Essen, das über Stunden - wie es einem gerade einfällt - genossen wird. Das Essen wird nicht nacheinander serviert , sondern alle Speisen werden meist gleichzeitig in großen Tellern auf den Tisch gestellt, besonders wenn es sich um georgische Speisen mit zahllosen Gewürzen und Salaten handelt. Es gibt auch sherryartige Weine mit höherem Alkoholgehalt. Sie sind preiswert und gut verträglich. Zur Zeit ist in Bezug auf den Reinheitsgehalt des Wodkas am meisten auf den in Deutschland gebrannten Wodka Verlaß, weil es zahlreiche Male vorkam, daß der Wodka - wie in westeuropäischen Bars auch - gepanscht wurde, um den Rausch nach kurzer Zeit herbeizuführen, wenn auch mit den größten Übelkeiten. Da der Russe sehr viel an Alkohol vertragen kann, werden Sie nicht so schnell erkennen können, ob und wieviel er - auch wenn Sie ihn für nüchtern halten - getrunken hat. Die wehklagerischen Tiraden westeuropäischer Art gegen Alkohol und Tabak sind in der Weite Rußlands in anderen Proportionen anzutreffen, denn Sie werden selbst die 1.Vorsitzende des Vereins gegen den Genuß des Alkohols und Tabaks auf ihrer Suche nach städtepartnerschaftlichen west-östlichen Verbindungen aus irgendeinem Landstrich westeuropäischer Prägung oft genug mit dem Glas hocherhoben zuprostend antreffen, ohne daß diese Dame bemerkt, wie offen und ungeniert sie selbst gegen ihre eigenen Statuten verstößt. Rußland kehrt den Menschen von innen nach außen, gerade an den kleinen Dingen des täglichen Lebens ist dies allerorts und zu allen Zeiten erkennbar. hen Erholung in einem georgischen Lokal, das Ihnen Speisen mit zahllosen Kräutern anbietet und Sie werden sich mit ausreichendem Wodka auch bei dem unliebsamsten Wetter wieder in Moskau wohl fühlen. Weitere Informationen über die Rettung in der selbst inszenierten Not durch westliche Produkte in Moskau finden Sie in jedem Reiseführer neuesten Standards über Moskau. EUROINFO-Report Nr.11:GESCHÄFTE in MOSKAU Es gibt in Moskau alle Arten von Geschäften, in denen Sie alle Waren des täglichen Lebens erwerben können.Wenn Sie eine Wohnungseinrichtungn suchen oder ergänzen wollen, finden Sie Möbel und alles , was Sie brauchen, in den Geschäften, die in allen Reklamearten Werbung machen. Die Preise sind meist günstiger als im Westen.Die Auswahl ist natürlich nicht mit Ihren Gewohnheiten zu vergleichen. Kleider finden Sie im GUM und anderen Warenhäusern jeder Qualität, auch westlicher Herkunft.Die meisten Läden sind ein Sammelsorium wie die Märkte in der ländlichen Gegend des Westens.Es bildet sich ein privater Handel wie in den südlichen Ländern Europas heraus. Die Erfahrung eines alten Einzelhändlerladens in Casablanca findet sich noch nicht, aber die gleichen Überraschungen, mit denen Sie mit Geduld des Suchens bedacht werden, werden zu einem Erlebnis. Sie müssen schon in die Geschäfte hineingehen, um zu sehen, was es dort gibt. Sie benötigen die Erfindungsgabe eines Sherlock Holms und das Gedächtnis eines Polizeibeamten, um sich nach einiger Zeit zurecht zu finden. Mieten Sie sich einen Tag lang einen privaten PKW mit einem ortskundigen Fahrer, um die Abenteuerfahrt erfolgreich zu gestalten. Der private Taxifahrer, jedoch nicht der Fahrer der gewerblichen Autovermietung kennt auch die Preise am besten. Im Westen würden Sie sich eine solche Fahrt finanziell nicht erlauben können, aber in Moskau sparen Sie auf diese Weise Zeit und Geld.Ein Moskowitch-Taxi hat ein unerwartet großes Fassungsvermögen. Geld können Sie allerorts und meist in Kaufhäusern wechseln. Die Preise für einunddieselbe Ware sind bis zu 100% unterschiedlich. Kaufen Sie dort, wo keine Ausländer erwartet werden, wenn Sie Zeit und Geduld haben. Ein besonderes Erlebnis wird das Bezahlen der Ware sein, und zwar in fast allen Geschäften alten russischen Zuschnitts,besonders noch im schönen alten Lebensmittelladen aus der Zarenzeit mit Stuck bis an die 5 m hohe Decke und allen Verzierungen dieser an Ausschmückung überladenen Zeit nahe dem Puschkin-Platz. Im schmucklosen Sozialismus immer noch eine Augenweide. Dort wie in allen anderen Geschäften sehen Sie Schlangen in einer Länge und Ruhe, daß Sie meinen, dort werden heute am Tage Ihres Erscheinens gerade die besten Theaterkarten einer einmaligen Aufführung verkauft.Warengüter gab es meist genug.Es herrscht lediglich die Arbeitsweise des alten Sozialismus, der die Arbeit gestreckt hat und dafür besondere Methoden entwikelte. Schlangestehen ist eine der schönsten und beliebtesten Arbeitsverweigerungen und Freizeitbeschäftigungen aus dieser Zeit. Es kommt auch die privatisierte Herrschsucht auf diese so eigentümliche Weise zum Ausdruck, die die Verkäuferinnen und Kassiererinnen aus den so schönen sozialistischen Tag legen.Ohrfeigen verteilen ist nicht jedermanns Sache in solchen Lebenslagen, aber der westliche Besucher kann auf diese Weise am besten feststellen, von welcher Engelsgeduld und Ruhe und Ausdauer russische Lebensverhältnisse sein können. Es können alle Typen Moskaus angetroffen werden und sie können sich ungeniert ein Bild von diesen Menschen machen. Die Schlangen haben die Ordnungsliebe einer englischen Bushaltestelle.Es wird nicht etwa die Unterhaltung gesucht.Es streifen auch nicht die Augen auf alles, was sich dort so trifft.Von einem Treffen kann keine Rede sein. Ähnliche Schlangenideale bilden die privaten Personen, die mit 2-3 Waren aller Art auf Plätzen, besonders vor Metro-Eingängen angetroffen werden können und die Waren feilbieten in Händen, die nie ermüden oder das Warten aufgeben. Behändigkeit kommt nur auf, wenn die Polizei mal wieder meint, diese privaten Warenangebote in sochen Schlangen auseinander zu treiben. Wie aufgescheuchte Tauben laufen sie schnellen Schrittes auseinander und formieren sich nach wenigen Minuten wieder neu und bleiben regungslos an der gleichen Stelle stehen, wo sie schon vorher standen.Man könnte meinen, einer Straßenveranstaltung beizuwohnen. Welcher Neigung diese Menschen nachgehen, werden Sie niemals ergründen, und schon gar nicht mit irgendeiner Warenknappheit. Sie können eine Schlangentheorie aufstellen, aber sie wird nicht überzeugen. Am ehesten wird die Lust am Stau auf westlichen Straßen eine Erklärung geben. Man kann ein wenig vor sich hindösen und nichts tun; als Ausrede reichen die Beschwerden über die angeblich so miserable Lage seiner selbst. Der von Ihnen nun aufzuführende Schlangentanz hat folgenden Rittberger oder auch Dreierachsel genannt: Erst gehen Sie an die Theke, hinter der die Ware mit Preisauszeichnungen zu sehen ist und dann gehen Sie zur Kasse, vor der auch eine gleich lange Schlange angetroffen wird; dort müssen Sie mit Worten die Ware erklären, die Sie kaufen wollen. Meist weiß die Kassiererin den Preis und dann bezahlen Sie mit Rubel und erhalten einen Quittungspapier aus der Kasse mit Zahlenangaben über jede einzelne Ware, die Sie kaufen wollen. Mit diesem Kassenbeleg gehen Sie wieder zur Theke zurück, vor der wieder die gleich lange Schlange wie zuvor in der größten Ruhe steht und wartet, bis zu dem Kassenbeleg die gekaufte und bezahlte Ware übergeben wird. Waren und Kassen sind getrennt. Es kommt nicht selten vor, daß die Kassierin ständig und jedem falsches Wechselgeld herausgibt oder falsche Preise auf den Kassenbeleg eintippen läßt, so daß Sie aufs Nachrechnen auch noch angewiesen sind. Das ist ein typisches Beispiel russischer,sozialistischer Gewohnheiten, die sich nie ändern werden, soweit nicht die nächste Generation aus der Angleichung an das westliche Verteilersystem es ändern wird. Eine angenehme Überraschung erleben Sie aber dann, wenn Sie mit Händen und Füßen meinen in diesem alten System der Warenverteilung einkaufen zu wollen. Auf einer Distanz von 5m erkennt die Verkäuferin die Ware im Regal, auf die Ihr Finger zeigt. Es kommt ein Einfühlungsvermögen mit einer verblüffenden Treffsicherheit zum Vorschein, die Sie am gleichen Ort wieder versöhnen kann. EUROINFO-Report Nr.15: KRIMINALITÄT und eigene Sicherheit in Moskau: Es ist nicht Aufgabe dieses Berichtes, darüber zu informieren, wieviel Straftaten von den Einwohnern Moskaus in welcher Weise begangen werden.Die Frage, welche Maßnahmen der Ausländer in Moskau in Bezug auf seine eigene Sicherheit zu treffen hat und wie er sein Verhalten einzurichten hat,ist allein von seiner Person aus zu beantworten. Auch hier gilt der Grundsatz, daß jede Straftat durch das Verhalten eines jeden Opfers selbst mitbestimmt wird.Es gilt daher für den Moskaubesucher, darüber nachzudenken, wie er selbst nicht Opfer einer Straftat, die in Moskau wie in jeder anderen Stadt der Welt auch begangen werden,durch sein eigenes Verhalten wird. Es ist nicht seine Aufgabe, darüber nachzudenken, ob und wie solche Straften allgemein in dieser Stadt verhindert werden, oder welche Straftaten gegen welche Personen in Moskau begangen werden.Er hat nur darüber nachzudenken,ob er mit seinen Tätigkeiten in Moskau zu den Personenkreis gehört, die Opfer welcher Straftaten sind. Berichte darüber, wie und wann in welcher steigenden Anzahl Straftaten in Moskau begangen werden, sind daher für ihn im allgemeinen nicht unerheblich, aber für seine Sicherheitsfragen wenig ergiebig und verursachen allenfalls Angst in der Form von allgemeiner Unwissenheit und Unsicherheit in der Person des Moskaubesuchers.Eine solche allgemeine Unsicherheit ohne konkreten Vorfall produziert die Opferrolle und schafft den ersten Schritt, Opfer einer konkreten Straftat zu werden. Straftaten, deren Opfer Ausländer in Moskau sind, beruhen auf der Unerfahrenheit und Unsicherheit dieser Ausländer in Bezug auf die in Moskau herrschenden Umstände und Gewohnheiten. Informiert sich der Moskaubesucher vor seiner Reise über die einfachsten örtlichen Gewohnheiten , so wird seine Unerfahrenheit nicht gerade zu einer Unsicherheit allseits für jeden erkennbar und eine zur Schau getragene Unerfahrenheit wird einen Straftäter geradezu auffordern, eine Gelegenheit wahrzunehmen, um seiner Neigung zu Straftaten in diesem konkreten Einzelfall in der Form einer ihm gebotenen Gelegenheit nachzugehen. Dies gilt für Moskau wie auch für jede andere Stadt Europas. Deshalb stellen sich diese Reportberichte auch die Aufgabe, für den Moskaubesucher die Antworten leichter auf die Fragen zu finden, welche Gewohnheiten im alltäglichen Leben in Moskau eine Rolle für einen Ausländer spielen könnten. Berücksichtigt der Moskaubesucher diese Gewohnheiten des täglichen Lebens in Moskau, so ist er in Moskau keinen größeren Gefahren ausgesetzt als in anderen Städten oder an seinem Heimatort.Straftaten, die sich aufgrund der Tatsache der Unerfahrenheit und Unsicherheiten eines Ausländers ereignen, werden sich dann allein auf die Ausländer beschränken, die ihre Fremdheit und Unerfahrenheit offen und zum allgemeinen Ärgernis der in allen Städten ganz Europas vorhandenen Einheimischen sozusagen zur Schau stellen. Im Schutz des Gastrechtes, das jeder Ausländer in Moskau genießt, wird sich der interessierte Ausländer eigentlich gefahrlos in Moskau aufhalten und dort beruflich tätig werden können. Der Moskaubesucher wird auch immer als Nachrichten- und Informationsträger angesehen werden, der Neuigkeiten gerade aus seiner Welt nach Moskau tragen kann, die den Moskauer in der Zeit seiner Veränderungen in dieser Stadt interessieren werden,weil er sein Leben nun nach diesen internationalen Gewohnheiten auszurichten hat.Besonders hilft auch in diesem Zusammenhang das Interesse des Moskaubesuchers an den ortsüblichen Gewohnheiten in dieser Stadt. Kritisches Verhalten und Besserwisserei im Bereich von Unvergleichbarkeiten fordern Straftaten gegen Ausländer in allen Ländern und Großstädten heraus und gefährden den Ausländer in einem größeren Maß als den Einheimischen. Der Umstand eines interessierten Informationsträgers und eines Gastes, der das Gastrecht genießt, wird den Moskaubesucher sogar im Bereich der üblichen Großstadtkriminalität gefahrlos überleben lassen, wenn er sich dieser Umstände bewußt ist und sie ganz bewußt in seinem Verhalten berücksichtigt. An dieser Stelle ist die Antwort auf die Frage einer Mafia im westlichen Verständnis zu geben, die fast alle Berichte über Moskau beherrschen. Das Wirken einer Mafia im westlichen Verständnis setzt voraus, daß es eine Staatsordnung gibt, die Gesetze erläßt, bekannt macht, sie garantiert und über funktionierende Gerichte kontrollieren läßt. Eine Mafia ist gesetzesverletzend tätig. Gibt es keine funktionierenden und keine kontrollierten Gesetze, kann es schon denkgesetzlich keine Mafia im westlichen Verständnis geben, sondern nur gesetzesfreie Handlungsräume, die ein Traum für Pioniere und Tatmenschen sind, aber für die Mafia im westlichen Sinne gibt es dort weniger Raum als im Westen. Von einer Mafia im westlichen Sinne kann nur gesprochen werden, wenn z.B. in Form von Gewalt und Bestechung ein wirksames staatliches Handeln entgegen den funktionierenden und kontrollierten Gesetzen zugunsten einer Gruppe mit eigenen Gesetzen beeinflußt wird. Zur heutigen Zeit des großen Wandels in Rußland gibt es und kann es noch keine bestehenden und bestandskräftigen und kontrollierten Gesetze geben und es kann auch keine funktionierende Verwaltung geben. Wer so etwas erwartet zu Beginn einer neuen Zeit, ist schlicht fantasielos. Sein Vorwurf , es herrsche in Rußland die Mafia, ist schlichte Verweigerung geistiger Arbeit in den Fragen des heutigen Rußlands. Die Gesetze in Rußland ändern sich naturgemäß in den Zeiten eines solchen Wandels täglich und sind dem einzelnen Bürger wie der Verwaltung in allen Einzelheiten bekannt zu machen.Jeder Bürger müßte täglich mehrere Zeitungen und Publikationen halten und lesen, um sich auf dem Laufenden zu halten und wer ist neben seiner Erwerbstätig-keit auch noch ein Jurist? Es fehlt die Zeit und die Kenntnis der neuen Gesetzeslage, insbesondere bei der Verwaltung. Kein Wunder, werden Sie sagen, wenn Ihnen so etwas passieren würde in Ihrem eigenen Land. Wer sich darüber wundern würde, wüßte nicht, in welchem Umfang sich in Rußland Wandlungen vollziehen. Es ändert sich alles, nicht nur ein wenig und ganz besonders oft in sein Gegenteil. Für Pioniere, für geschichtlich interessierte und wirklichkeitsnahe Menschen,für Menschen, die arbeiten und gestalten wollen und können, ist eine solche Situation ein Traum. In welchem Land gibt es die Chancen, in allen Lebensbereichen neu zu beginnen? Die Frage nach der Mafia im westlichen Sinne ist daher verfrüht. In Rußland erwartet Sie daher weniger die Mafia und weniger die Kriminalität, denn der Straftäter will sich Arbeit ersparen und und Arbeit verweigern. In Rußland ist ohne Arbeit aber nichts zu bewirken, und es wird Ihnen eher und viel öfters als im Westen der Pionier und der Gestalter in allen Lebensbereichen mitten in seiner Arbeit begegnen, wobei das Ergebnis völlig offen ist, so daß Sie schon in Rußland erscheinen müssen, um sich ein tatsächliches Bild von der tatsächlichen Lage in Rußland machen zu können. EUROINFO-Report Nr.16: MIETWAGEN in MOSKAU Es gibt am Flughafen und in allen größeren Hotels Mietwagenangebote in ausreichender Form, aber teuerer als in Westeuropa. Ein Mietwagen mit oder ohne Fahrer hat den gleichen Mietpreis. Mit einem Fahrer sind Sie von der Haftung für den PKW befreit, denn Schäden z.B. an den Reifen, die bei den zahlreichen Straßenschäden an der Tagesordnung liegen, werden Ihnen nur als Fahrer des Mietwagen zur Last gelegt. Es wird die Bezahlung mit Kreditkarte und einer Blankounterschrift auf dem Beleg für Ihre Kreditkartenabrechnung verlangt, die dann später nach Gutdünken ausgefüllt werden kann, wenn Sie sich über die Abrechnung nicht einigen. Es ist daher zu empfehlen, neben der Unterschrift in deutscher Sprache zu vermerken " Unter Vorbehalt der Anerkennung der Abrechnung". Damit gehen Sie jedem Streit aus dem Weg, wenn Sie sich konsequent der Abbuchung durch ständigen Widerspruch gegen Ihr Kreditinstitut zur Wehr setzen. Ihr Kreditkarteninstitut nimmt die Rechte des Autovermieters wahr und nicht Ihre Rechte, wie Sie erfahren müssen und werden. Der Straßenverkehr ist so leicht und flüssig wie in südlichen Ländern Europas, Sie sich aber dennoch als Bürger aus dem "regulierungssüchtigen Nordeuropa" durchaus zutrauen können, in Moskau einen PKW selbst zu fahren. Die Verkehrszeichen sind nicht gleich, aber ähnlich wie in Westeuropa. Der Standort der Ampeln an den Straßenkreuzungen ist auf der linken Seite Ihres Fahrweges, und zwar auf der linken Seite hinter der Straßenkreuzung. Rechtsabbieger haben oft eine eigene Ampel mit einem Pfeil nach rechts wie in der "alten DDR". Linksabbieger haben oft eine eigene Spur; Sie müssen insbesondere auf den großen Ringstraßen damit rechnen, daß ganze Fahrzeugkolonnen mitten entgegen der Verkehrsordnung auf der Straße wenden. Auch fahren einige PKW auf den Ringstraßen auf der Straßenseite des Gegenverkehrs, auch wenn sie nicht frei ist. Mittelstreifen sind oft so breit wie eine Fahrzeugspur, die auch bei starkem Verkehr benutzt wird, wobei nicht nur im Geschäftsleben erfolgreiche Russen ihren neuen "Mercedes oder BMW" an ganze Schlangen von Fahrrzeugen ungehindert vorbei führen, denen man ihren Erfolg nicht neidet, sondern zustimmend mit der Gewährung einer Fahrzeuglüke "gönnt", im Westen unvorstellbar, aber in Rußland ist der Erfolg eines Menschen auf der Straße zu sehen, ermutigend und begeisternd. Einen "Daimler" oder "BMW" läßt man gern durch den Verkehr vor sich herfahren, und zwar als Vorbild eines Erfolges, den man sich gleichfalls wünscht. Links oder rechts überholen ist ohnehin aufgrund der Reaktionsfähigkeit in Rußland üblich. In der BRD wird ein erfolgsverweigernder Linksfahrer sich selbst in seiner Lage des dreispurigen Alleinfahrens eine solche Fahrweise des Überholens nicht bieten lassen, sondern sich von Ihnen genötigt fühlen und Anzeige gegen Sie erstatten, mithin werden Sie schon im schlichten Straßenverkehr die Schnelligkeit und Bereitwilligkeit zum Wandel in Rußland den ganzen Tag erleben können. Unfälle gibt es bei einem solchen Miteinander auf den Straßen Moskaus selten. Es wird erfolgreich gefahren. Zu den üblichen Zeiten sind die Straßen in Moskau sehr befahren und mit den gleichen Staus anzutreffen wie in den Großstädten Westeuropas, nur reaktionsfähiger und eingefädelter ohne die im Westen üblichen Bedrohungsrituale. Des Nachts wird mit Standlicht gefahren und die Straßen können spärlich beleuchtet sein, was bei schlechtem Wetter den Mondcharakter in den Straßen Moskaus verstärkt und bei Ihnen die Entfernungen unterschätzen läßt. Die breiten und auf viele Kilometer langgezogenen, mehrspurigen Straßen im verschneiten Zustand vermitteln Ihnen ein Erlebnis besonderer Art. Oft sind die Wohnhäuser weit in die Grundstüke hinter Bäumen hinein gesetzt und bis in die tiefe Nacht fast in allen Fenstern beleuchtet. Die Polizei prüft sehr oft Fahrzeuge ausländergezeichneten Typs, und zwar zu Ihrer Sicherheit, so daß Sie ganz beruhig sich diesen Prüfungen unterwerfen können, denn Ihre Freundlichkeit wird meist erwidert werden. Die Geldbußen liegen bei geringen Beträgen von 5,-DM und weniger. Werkstätten gibt es nicht ausreichend. Tankstellen sind insoweit ausreichend, wenn Sie die Tankwagen als Tankstellen am Straßenrand erkennen und dort ihren PKW mit Benzin versorgen. Sie sind teuerer, aber bei einem Preis von weniger als 0,50DM pro Liter wird es für Sie keine Entlastung bringen, wenn Sie in die Außenbezirke an dortige Tankstellen fahren, um dort in langen Warteschlangen weit preiswerter zu tanken. Wenn Sie das Benzin westlicher Qualität brauchen, werden Sie einige Mühe haben. Der Mietwagen erlaubt aber das Benzin, das an allen Tankstellen auch an den vielen Tankwagen am Straßenrand angeboten wird. EUROINFO-Report Nr.17: ZEITUNGEN in MOSKAU Es gibt in Moskau zahllose Zeitungen in russischer Sprache. Sie werden meist an Metro-Stationen verkauft.Die in englischer Sprache gehaltenen Zeitungen liegen in allen internationalen Hotels, wie im Metropol aus, wie auch in den auf westlichem Standard gehaltenen Restaurants. 5 bis 6 Zeitungen enthalten ausschließlich Annoncen über alle Waren und Dienstleistungen, gut sortiert und mit gewandten Anbietern ähnlich den Personen, die in privaten Taxis ihre Leistung anbieten. Die Zeitungen in englischer Sprache bieten Waren und Dienstleistungen und Wohnungen zu westlichen überhöhten Preisen an, während die russischen Zeitungen mit ihren Annoncen den ortsüblichen Preisen folgen. Es gibt zwei Annoncenblätter, die ca. 1500 Rubel= 0,70 DM kosten, in russsicher Sprache, so daß Sie schon hier die Hilfe eines Dolmetschers in Anspruch nehmen, wie auch bei den Anrufen auf die Annoncen. Sie verhalten sich, wie es unter dem Stichwort Wohnungssuche dargestellt ist, so daß Sie als Ausländer zunächst nicht als Verhandlungspartner auftreten, sondern Ihren Dolmetscher verhandeln lassen. Sie müssen daher bei geschäftlichen Verhandlungen immer mit einem russischen Partner zusammenarbeiten, denn einem Ausländer werden anfangs immer höhere Preise als einem Russen als "Einheimischen", der nach dem Prinzip des Insiderwissens bedient wird, abverlangt . Auch die Verkaufspreise ausländischer Waren werden über einen russischen Partner besser gestaltet werden können. Daher ist die Arbeit über Annoncen mit russischem Personal und deren Telefonen in deren Wohnungen kein schlechter Weg, auch westliche Ware in den Verkauf zu bringen. Es hat sich auf diese Weise eine Handelsvertretertätigkeit entwikelt. Es hat sich ein Markt verschiedener Zeitungen entwickelt, die ganz unterschiedliche Inhaltsqualitäten und verschiedene Niveaus aufweisen und die sich nach Warengüter- und Dienstleistungsgruppen aufteilen. In einigen Annoncenblättern erscheinen große Anzeigen mit allen Angaben über die angebotenen Produkte.Ganze Preislisten werden abgebildet, so daß die Zeitungen einen guten Überblick über den Markt in Moskau bieten und Sie sich von einem Übersetzer die Zeitungen nach Ihrer Auswahl tagelang erklären lassen können, wie dies auch für die Fernsehsendungen zu empfehlen ist, einen gebildeten Dolmetscher zu Hilfe zu nehmen, denn auch dort gibt es einen guten Einblick in das tägliche und geschäftliche Leben in Moskau. EUROINFO-Report Nr.19:RUSSISCHE SCHRIFT Die Entwicklung der Schrift einer Sprache hatte seine Gründe in der Notwendigkeit der Religionen, die Worte und Offenbarungen ihrer Propheten für die Nachwelt als Dokument nachlesbar festzuhalten. Dadurch folgen die Schriftzeichen den Grenzen, die durch die Religionen gezogen werden. Der römisch-katholischen Religion folgt die lateinische Schrift und dem orthodoxen Glauben folgt die griechische Schrift, von der aus die russische Schrift durch den Griechen Kyrill entwickelt wurde, so daß die russische Schrift auch die kyrillische Schrift genannt wird, und zwar in der Folge des russisch-orthodoxen Glaubens, der den ethnischen Unterschieden zwischen der griechischen und slawischen Welt Rechnung trägt. Die russische Schrift ist wie im Bereich der Relgion der griechischen Schrift sehr ähnlich. Es zeigt die große Sprachbegabung und Beweglichkeit auch der heutigen Griechen, daß sie mühelos auch ihre eigene Schrift trotz der fast 400 Jahre langen osmanischen Unterdrükung wenn auch mit Änderungen bis heute erhalten und bewahrt haben. Was für eine kleine Nation möglich ist, die auf Vermittlung zwischen Kulturen eingestellt ist, kann für die große Nation Rußlands, die auf dem Weltmarkt seinen Anschluß und seinen Einfluß finden will, nicht der richtige Weg. Müssen die Russen ihre Buchstaben ändern in die lateinische Schrift, damit in ganz Europa eine einheitliche Schrift geschrieben wird und dadurch eine Verständigung in Europa leichter wird und Mißverständnisse eher unterbleiben können? Die Deutschen haben 1940 ihre eigene Schrift auch in die lateinische Schrift geändert und auf diese Weise eine Voraussetzung geschaffen, ihre Produkte im Export in einem größeren Umfang verkaufen zu können. Der Export setzt eine internationale Angleichung aller Beschreibungen voraus. Die russische Schrift ist einer der verschiedenen Hindernisse für eine internationale Stellung Rußlands in der Welt, insbesondere wenn die Grundsätze der Offenheit und Verständlichkeit auf dem Weltmarkt herrschen. Zur Änderung der russischen Schrift bedarf es einer großen intellektuellen sprachlichen Leistung, um auch in der lateinischen Schrift alle Eigenarten der russischen Sprache zu erhalten, die es erlauben, die russische Lebensweise zu bewahren, denn der Weg in eine internationale Lebensweise trägt auch die Gefahr in sich, seine eigene Lebensweise zu sehr zu verlieren. Der Sozialismus hat einige der wesentlichen russischen Lebensweisen zugedeckt und verschüttet, so daß weitere Änderungen die Gefahr in sich tragen, daß die Lebenskraft des einzelnen Russen geschwächt wird, wenn weitere Eigenarten Rußlands geändert werden, wie z.B. die Schrift, die bisher gegolten hat.Da aber die Arbeit mit dem Computer nicht aufzuhalten ist, kann die technische Entwicklung nur im internationalen Vergleich in Rußland Schritt halten, wenn die Schrift internationalisiert wird, ohne weitere Eigenarten Rußlands aufzugeben. Dadurch können aber auf diesem Wege alte russische Lebensweisen aus vorsozialistischer Zeit wieder ins Leben zurückgerufen werden, wenn neue Schriftzüge die Lebensweise neu beleben und durchdenken helfen.Alte Sprachgewohnheiten, die der Sozialismus verdeckt hat, können mit der neuen Schreibweise wieder gewonnen werden.Dies ist eine große Umstellung, aber wird die Umstellung in dieser Zeit auf eine private Verbindung der Lebensbeziehungen unter den Menschen insgesamt erleichtern können? Die russische Lebenweise hat eine solche Kraft, die es erlaubt, sich in einer neuen Zeit neu zu entfalten, denn sie wird allein der amerikanischen Lebensweise, die in Westeuropa im alltäglichen Leben meist anzutreffen ist, standhalten und der westeuropäischen Lebensweise in ihrem Bestreben, sich zu erhalten, "Deckung" geben. Die Rückkoppelung der europäischen Lebensweise in den Vereinigten Staaten ist zur Zeit so stark wie zu der Zeit, als die amerikanische Lebensweise Westeuropa geprägt hat. Daher kann Rußland darauf vertrauen, daß seine Lebensweise nicht von einer westeuropäischen Lebensweise verdeckt und verschlossen wird, sondern hier ist eine Wechselwirkung zu erwarten, die beide Seiten Europas neu beleben, denn Westeuropa steht vor Änderungen im gleichem Umfang und Stärke wie Osteuropa, so daß kein Zeitvorteil auf der Seite Westeuropas gegeben ist.Das Wechselspiel zwischen internationaler Lebensweise unter den Nachbarn ist aufzunehmen und sie ist nicht in einer künstlichen Abwehrmaßnahme zu begegnen, sondern harmonisiert sich insbesondere auf privater Ebene leichter als auf staatlicher Seite. Wenn Sie wissen wollen, wie die russische Sprache auf Sie wirkt, dann gehen Sie in eines der vielen Theater in der Stadt Moskau. Sie werden begeistert sein. EUROINFO-Report Nr.21: KOMMUNIKATIONS- und Transport- und Versorgungs-systeme in Fragen des täglichen und geschäftlichen Lebens in Moskau : Der Transport von der BRD nach Moskau wird von international arbeitenden Spediteuren problemlos erledigt. Leichte Güter werden von Kurier-Diensten versorgt, wie DHL, auch international.Taxis transportieren, was sie laden können. Zu den Bahnhöfen und Flughäfen wird selbst der Moskauer um verhältnismäßig hohe Summen geprellt, selbst am Bahnhofseingang zu den meist weit entfernt liegenden Bahnsteigen. Diese Bahnhofsdienste wissen aber oft allein die Abfahrzeiten und Abfahrgleise, so daß sie ihr Geld wert sind. Ohne russischsprechende Begleitung sollten Sie keine Zugreise beginnen.Internationale Gewohnheiten sind nicht anzutreffen.Man verläßt sich auf mündliche Auskünfte, wie in der Metro, so daß eine Sprachhilfe unerläßlich ist, denn Hinweise an den Waggons fehlen, wie farbliche Hinweise auf den Wegen zu den Metrogleisen, die im Metro-Plan farblich ausgewiesen werden. Auch ein klares Anzeichen dafür, daß das selbständig denkende Individuum gerade aus dem Ausland bisher nicht erwartet wurde, wie auch an den meist sichtbar fehlenden Straßennamens-Schilder und Hausnummern erkannt werden kann.Ein Taxifahrer fragt ältere Hausfrauen am Straßenrand, die meist ihre Umgebung gut kennen und gern und gut Auskunft geben, wie man auch hier oft den Eindruck gewinnt, daß das ganze System, das funktioniert angetroffen wird, auf den Schultern der Frauen alten Jahrgangs liegt, die den Haushalt versorgen. Sie versorgen auch ihre Töchter, die dann meist nichts mehr vom Haushalt verstehen, weil sie sich darin auf ihre Mütter verlassen können, aber dafür die Kommunikation in allen Büros und Hotels und allen Buchhaltungsfragen als Spezialisten erledigen. Sie reden so schnell und sind so verständig und sicher wie Lexikas Auskünfte geben können. Damit kann man das Leben erträglichen gestalten, gerade in Notfällen, aber den Weltmarkt kann man auf diese Weise nicht erorbern. Was Männer im alten System erledigen und an Aufgaben haben, - abgesehen von Polizei und Militär und Politik -ist in Moskau so schlecht vom Reisenden zu erkennen, wie in den Kasbas des Orients. Morgens beginnen Frauen höheren Alters in der Früh zu arbeiten, was an allen Arten von Geräuschen im und rund ums Haus zu hören ist, vom Eis- und Schneeräumen auf den Gehwegen bis zum Anstrich des Miethauses auf Gerüstbrettern, die an Seilen übers Dach gezogen sind. In ihr Aufgabengebiet fällt auch das Suchen einer Wohnung oder ihr Ausstatten, insbesondere das Verteilen des verdienten Geldes. Sie kennt die berufliche Position ihres Mannes in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, deren Nutzung zu den Einkünften zählt, wenn man das Einkommen eines Hausshalts richtig würdigt und verrechnet.Dies reicht vom kostenfreien Essen auf den verschiedensten Veranstaltungen und Lokalen und Einladungen und Reisen und Theaterbesuchen ect.ect. . Im Westen hat sich ein ähnliches Versorgungssystem im öffentlichen Leben eingestellt und wird unter Spenden und Sponsoren-Veranstaltungen und Geschenken buchhalterisch bis zur steuermindernden und absetzbaren Beeinflussung sortiert. Im Westen kann eine Theaterkarte oder dergleichen zum betrieblichen Belohnungssystem gehören.Solche Belohnungssysteme trennen nicht mehr die Freizeitgestaltung und das private von der auf Ertrag ausgerichteten Arbeit des einzelnen.Sie sind vielmehr Kommunikationssysteme einer im Übergewicht staatlich geordneten Gesellschaft, deren Ertrags- und Steuerlage irgendwann in Schieflage auf diesen nicht durchschaubaren Informationswegen gerät. Denn der Mangel an ertragreichen und effektiven Arbeiten läßt sich in solchen Gesellschaften nicht fernhalten, sondern verlangt immer auch in Moskau wie in westlichen Gesellschaften den Umbruch in der gesamten Arbeitsgestaltung. Sobald in einem Staat die auf Ertrag bedachte, arbeitgebende Bevölkerung mit der Zeit außer Landes gegangen ist, arbeiten solche sozialstaatschreienden Gesellschaften am Werk ihres Untergangs. Es ist nur eine Frage der Zeit und der Schwingungen nach unten oder oben, und zwar sowohl in Ost- wie in Westeuropa, so daß man nicht weiß, ob die russische Gesellschaft zeitlich in der Entwicklung auf den Wellen im Koordinatenkreuz des Erfolges dem Westen hinterherhinkt oder vorauseilt. Gewiß und richtig ist die Feststellung, daß in keinem anderen Land so sicher und schnell alte unüberschaubare Hand-in-Hand-Systeme zur Zeit zerschlagen werden wie in Rußland , um sich nach dem Ertragssystemen auf dem Weltmarkt neu zu ordnen. Von Mafiamethoden in solchen Zeiten zu reden, ist zu einfach und geht an der Sache vorbei. Mafiakräfte alten Schlages arbeiten gegen bekannte und gerichtsverfolgbare Gesetze und gegen deren stabile Regierungen. In Rußland gibt es solche festen berechenbaren Verhältnisse in den Zeiten seines Wandels nicht und deshalb gibt es auch keine Mafiamethoden in dem Sinn westlichen Verständnisses. In Moskau formieren sich Gesetze und Regierungen erst noch, so daß eher von gesetzesfreien und regierungsfreien Zeiten und Räumen gesprochen werden kann, die erst durch spätere Gesetze erfaßt werden können. Die Handlungen und Geschehnisse laufen nicht aus dem Ruder, sondern richten sich nach den tatsächlichen Verhältnissen einer Umwälzung aller Verhältnisse aus, die es in diesem Umfang und Ausmaß in der Zeit der letzten 500 Jahre nicht gegeben hatte. Es ist daher eher zutreffend zu sagen, daß in Moskau eine Zeit des Unternehmertums und des Pioniergeistes anzutreffen ist. Zurück zu den Trägern innerhalb des täglichen Verteilungsund Versorgungssystems: Der Mann kann in Rußland auch in der heutigen Zeit der Stolz seiner Frau sein und dafür arbeiten einige Frauen mehr als an ihrem eigenen Aussehen oder für ihr eigenes Wohl und mit einer Geduld, der nur im Himmel eines westlichen Lebens anzutreffen ist. Alles,was mit den Fragen des täglichen Lebens zu tun hat, ist zur Zeit meistens noch ihre Aufgabe. Dies wird sich ändern, denn die Frau Rußlands erkennt immer mehr, daß sie in ihrer Aufgabe der Dreierbelastung von der Gesellschaft überfordert wurde, nämlich zur gleichen Zeit einmal das "Geld" zum täglichen Leben und allen notwendigen Anschaffungen zu verdienen und zum anderen den Haushalt zu führen und zum Dritten für die Erziehung ihrer Kinder zu sorgen. Geht die Frau aber ihrer Arbeit in der Familie nach und unterstützt sie ihren Mann in seiner nach finanziellem Ertrag ausgerichteten Arbeit und versorgt ihre Familie mit Kindern, so kann die kinderfröhliche Gesellschaft Rußlands in seiner Wissensbegierde auf dem besten Weg, ihre Verhältnisse zu verbessern und Weltmarkt-Produkte zu entwickeln und zu produzieren und nicht nur ihre Rohstoffe unbearbeitet zu verkaufen.Die "Nischen", in denen der privat geschäftlich tätige Mittelstand zur Zeit in Rußland tätig werden kann, sind riesengroß und das alte staatliche soziale Netz ist mangels Funktionsfähigkeit unsicherer denn je geworden. Die Familie hat sich auch hier als der sichere Ort des anhaltenden Aufstiegs und der eigenen Sicherheit erwiesen und dazu gehört die Familie in Rußland gerade zur heutigen Zeit auch als Ort der persönlichen Versorgung und der Kommunikation und des Transports von Informationen und Sachgütern aller Art des täglichen Lebens und nicht mehr so sehr der Ort der Betriebsstätte, an dem früher und bisher sich die private und weniger geschäftliche Lebensführung nur als störend und erfolglos auf das Geschäft bezogen erwiesen haben. EUROINFO-Report Nr.23: FAMILIENLEBEN in RUSSLAND als Kraft der Wende zur privaten Marktwirtschaft: In Rußland ist der Zusammenhalt der Familie und der Verwandtschaft sehr groß. Selbst der Verstorbene wird von seiner Verwandtschaft regelmäßig besucht. Auf dem Friedhof ist es eine Begegnung im Himmel, russische Familien am Grabmal , von kunstvollen Schmiedearbeiten umgeben, auf eigens dazu aufgestellten Bänken sitzen zu sehen, wenn sie den Inhalt von Körben voller Essen und Getränke nicht nur auf dem Lande ausbreiten und wenn sie sich mit und über ihre verstorbenen Familienmitglieder unterhalten und ihr Herz ausschütten, von Traurigkeit gerührt und bestimmt, die sich letztendlich in Lebensfreude verwandelt, was sie mehrmals im Jahr meist an Todes- und Namenstagen der Verstorbenen Zeit ihres Lebens wiederholen. Rußland lebt in seiner Familie und seiner Verwandtschaft und mit seinen Freunden und Arbeitskollegen. Neue Bekanntschaften zu machen ist in Rußland, selbst in Moskau nicht üblich.Es gibt auch deshalb so gut wie keine \"Orte\", an denen wie üblicherweise Menschen der westlichen Welt, auch wenn sie sich nicht kennen, miteinander reden. Cafes und Gasthäuser sind an der Zahl der Einwohner Moskaus gemessen sehr gering. Man trifft sich zu Hause, auch wenn die Wohnverhältnisse dazu eigentlich nicht geeignet sind. In diesem Verständnis wird das Zusammenkommen am Arbeitsplatz als Kommunikationsmöglichkeit aufgefaßt und weniger als erfolgsbezogenes, effektives Arbeiten. Es ist daher kein Wunder, daß derjenige, der Arbeitsergebnisse vorlegte, gemieden wurde. Er kam nicht selten nach "Sibirien", weil er den "Arbeitsfrieden" d.h. das gemütliche Verweilen am Arbeitsplatz mit seinem gezielten Arbeitsergebnis, das es zu wiederholen galt, gestört hatte. Das funktionierende, effektive Arbeitsergebnis wurde allein schon deshalb gemieden, weil es hätte in immer kürzeren Zeitvorgaben wiederholt werden müssen.Nach Sibirien kam ein Bürger der UDSSR schon allein aufgrund einer nicht nachgeprüften Denunziation, die in jedem Land mehr oder weniger vom Typ eines Arbeitsverweigerers betrieben wird. Um einen solchen Verfall von erfolgreichen Arbeitsleistungen in Moskau/Rußland entgegenzutreten, war es einige Zeit in den 70-ziger Jahren nicht erlaubt, ohne erkennbaren Grund auf der Straße spazieren zu gehen. Es konnte einem Moskauer passieren, daß die Ortspolizei Kontrollen ausübte, was letztendlich aber nur eine politische Anweisung ohne den gewünschten Erfolg blieb, so daß die tatsächliche Produktivität der russischen Betriebe weiter abfiel. Man hatte sein eigenes Zimmer als Wunschziel vor Augen und traf sich tagsüber am Arbeitsplatz, an dem man einzelnen Beschäftigungen nachging, um sich nicht etwa nützlich zu machen, sondern um sich zu zerstreuen, besser gesagt , um müsig zu sein.Flanieren oder noch besser auf dem Sofa liegen, war eine schöne Sache. Die Eitelkeiten und Liebeleien wurden zu jener vergangenen Zeit am Arbeitsplatz üblich. Man wurde in Kantinen mit dem Tagesessen versorgt und Tee gab es schließlich immer und zur Genüge.Das ganze Leben hatte in jener Zeit der siebziger Jahre am Arbeitsplatz Urlaubscharakter.Am Arbeitsplatz gab es alles mehr oder weniger umsonst.In Cafes oder Restaurants mußte, wenn auch wenig, aber mit Geld bezahlt werden. Deshalb ist es vermessen, westliche Gehälter und Einkünfte mit denen im Sozialismus der Höhe nach zu vergleichen, insbesondere wenn mit dem westlichen Warenkorb und den westlichen Einkommensverhältnissen in aller Welt so jetzt auch in Rußland herumgelaufen wird, um überall und allerorts die Menschen irrtumsmäßig unter der Armutsgrenze vorzufinden. Gehälter hatten den Charakter von Taschengeld in der alten UDSSR. Diese Lebensweise hatte sich mit der Zeit immer mehr im ganzen Land in Betrieben und besonders der staatlichen Verwaltung ausgeweitet, und zwar auch auf die Versorgung der Familie. Da diese betrieblichen und staatlichen Versorgungsleistungen seit 1990 immer mehr schwinden, ist ohnehin keine Bewertung der einzelnen Lebensumstände möglich, denn es besteht seitdem die Möglichkeit, daß jeder seine Position in einem privat geführten Bereich behält und ausbaut, je nach seiner Fähigkeit und Willensanstrengung. So behält jeder seine Wohnung, die er auch kaufen konnte, und zwar zu geringen Preisen. Für die Wohnung sind nachwievor auch noch heute wenig Kosten auszulegen. Der betriebliche Arbeitsplatz kann jetzt ohne Kostenbeteiligung für eigene selbständige Tätigkeiten benutzt werden, wie Räume, Geräte und Telefon. So wird der alte Arbeitsplatz auch beibehalten, aber meist ohne oder wenig Arbeitsleistung für den alten Betriebsort, um u.a. auch die Krankenversorgung zu erhalten. Der Arbeitsplatz ist jetzt auch Kommunikationsort für eine andere neue Tätigkeit, sei es als Angestellter oder Selbständiger. Die Familie in der Wohnung wie die altbekannten Arbeitskollegen am alten Arbeitsplatz sind daher der Start in eine Zukunft, deren gesamte volkswirtschaftliche Leistung sich zur Zeit gar nicht abschätzen läßt, weil die Entwicklung gar nicht von staatlichen Stellen gemessen oder gar kontrolliert werden kann. Wie auch in einigen Staaten des Westens, so z.B. in Griechenland wird allenfalls die Hälfte des Einkommens staatlich erfaßt, was bei einem Besuch dieses Landes offen zu Tage tritt und nur den staatlichen \"Stubenhockern der Europabehörden\" blindlings verborgen bleibt, so daß im Zusammenhang aller Umstände und Gewohnheiten des täglichen und geschäftlichen Lebens der Grieche eines der angenehmsten Leben in Westeuropa führt, aber nach seinen statistischen staatlichen Werten am Ende der westeuropäischen Werteskala liegt. Da es keine regelte ausreichende Altersversorgung in der ganzen Zeit der alten UDSSR gab, was man aus reiner Schlamperei zu regeln vergessen hatte, machten sich die Alten seit Jahrzehnten in der Wohnung und der Familie nützlich, so daß die Familie in ihrer Wohnung auch wegen der leiblichen Versorgung der Angelpunkt und Stütze des täglichen Lebens übrig blieb, nach dem die Versorgung über die staatlichen Stellen seit 1989 ausblieb. Die Mutter als Großmutter kam mit der Zeit in die Lage, die tatsächlich zu sein, die alles regelte und auf die Verlaß war. Es wurde schließlich seitdem wieder alles in der eigenen Wohnung familiär geregelt und entschieden. An Wohnraum für Wünsche in der Art von westlichen Singles mangelte es ohnehin in der alten UDSSR, so daß die Jungen sich zu Hause von den Großeltern wie eh und je versorgen lassen. Altersheime waren unvorstellbar. Dadurch wurden die Leistungen der \"Babuschkas\" zur Legende. Ohne die Hausarbeit der Alten war das Flanieren am Arbeitsplatz - sozusagen Beschäftigungsprogramme nach den Vorstellungen westlicher Sozialisten - auch nicht denkbar. Erledigt wurde seit Jahren sozusagen ein Minimumprogramm, die Notgrenze wurde aufgrund einer unglaublichen Genügsamkeit immer niedriger gesetzt.Arbeitserfolg als Motivation und Selbsterfahrung waren meist unbekannt, allenfalls aus Gründen staatlicher Propaganda erbracht. Der Alltag am Arbeitsplatz war mehroderweniger \"familiär\" gestaltet. Freundschaftlicher Unterhaltungston der Unverbindlichkeiten und bar jeder Ernsthaftigkeit wurde mit der Gewohnheit der Bequemlichkeit gepflegt. Anweisungen oder dergleichen waren verpönt. Ausreden, warum etwas nicht erledigt wurde, waren oft die einzige Leistung, oft hochintelligent und mit der Eloquenz westlicher sozialistischer sogenannter Intelligenz meist sehr verwandt. Studieren war die eleganteste Ausrede, eine Arbeit mit einem sinnvollen effektivem Arbeitsergebnis zu erbringen. Arbeitserfolg war mit Wiederholung dieses Erfolges verbunden, \"so daß man oft den Arbeitserfolg als Wiederholungsgefahr mied wie die Pest\". Man fühlte sich wie eine große Familie, in der alles \"privatisiert\" wurde, was nach Arbeit und Mühe auch nur hätte aussehen können. Wer seine Arbeitskollegen am besten unterhalten konnte, war beliebt. Talkshows waren dazu nicht notwendig. Wer das übliche staatlich angesetzte Arbeitssoll in die Höhe trieb, wurde gemieden und für westliche Vorstellungen durch kaum glaubbare Manipulationen am Wiederholungserfolg gehindert, was man in den Zeiten der Vertreibung und Austreibung von privaten Arbeitgebern aus dem Lande zur Genüge geübt und mit der Verleihung von Ehrennadeln gerühmt hatte. Im Sozialismus war die Tatsache der Verstaatlichung nichts anderes als diejenige Arbeit abzuschaffen, die zu einem Erfolg führen konnte und die nicht so privat und zufällig zu eigenen beliebigen Zwecken gestaltet war und die stattdessen eher ernsthaft in einer rechtsgeschäftlichen Form der Wiederholbarkeit hätte international verwertet werden können.Dieser Wille zur Abschaffung kam nicht in einer einmaligen Handlung vor, sondern es war ein System der systematischen Verweigerung der kaufmännisch verwertbaren Arbeit. Ganze Verhaltensweisen waren dazu einzuüben. Die Arbeitsteilung war dazu da, einzelne Teile zu vernichten oder unauffindbar verschwinden zu lassen,um auf diese Weise den Arbeitsablauf in seiner Effizienz zu stören und zu behindern. Partisanen und Sabotage hatte man schon immer als Helden und ehrwürdige Taten nicht nur in collagenartigen Filmen jahrelang gefeiert, die in früheren Zeiten gegen einen Landesfeind erfolgreich waren, sondern sie waren jetzt auch die Helden am Arbeitsplatz, den es galt zu einem geruhsamen Ort ohne jeden wiederholbaren Arbeitserfolg zu verwandeln. Mit der Zeit machte sich die reinste staatlich angeordnete und organisierte Sabotage auf dem Wege zur Vernichtung des Arbeitserfolgs breit. Die Mittel dazu waren ganz einfach. Man pflegte den freundschaftlichen familiären Umgangston den ganzen Tag lang gerade dort, wo Ernsthaftigkeit und Distanz gefragt gewesen wäre, so daß Anweisungen und Mängelrügen zwar ausgesprochen wurden, aber ohne jede Konsequenz . Ernsthaftigkeiten und Abmahnungen und Mängelrügen wurden als Störung des Friedens am Arbeitsplatz empfunden und waren mit der Zeit ganz abgeschafft . Der Held des Tages war derjenige, der die besten Ausreden erfinden konnte, warum malwieder der Arbeitserfolg ausgeblieben war. Die Rolle des Vaters und des Staates mit Rechten, die Ordnungsregeln festzusetzen und zu bestimmen und das Verhalten danach zu kontrollieren und Konsequenzen anzukündigen und durchzusetzen, war nicht mehr erlaubt und wurde auch nicht mehr ausgeübt. Da die Frau am Arbeitsplatz genauso üblich war wie der Mann, waren andere Verhaltensweisen üblich als diejenigen, die den Arbeitserfolg rein rational und effizient und technisch verläßlich gewährleisteten. Zum Flanieren am Arbeitsplatz kam die Tändelei, und der Arbeitserfolg, den es vorgegeben zu erreichen galt, wurde zum Störenfried. Plan, Ausführung, Ergebniskontrolle und Qualitätsprüfung waren außer Kontrolle geraten, und zwar vollständig.Sich nützlich zu machen, war nicht gefragt.All diese Erscheinungen konnten all die Jahre schon vor 1980 in jedem Büro und an allen Arbeitsplätzen festgestellt werden. Heute finden Sie selbst auf Ihren Wanderungen durch Moskau allseits diese Wirkungen in der Form der Allmählichkeitsschäden , so daß Sie ohne Mühe den Beginn dieser Ursachen in der Form der Hartneckigkeit selbst errechnen können. Wie man die UDSSR bei diesem offenen Bild des Mißerfolges und der Leistungsverweigerung als gefährliche Weltmacht, der des Westens ebenbürtig, anerkennen konnte, war eine reine Propaganda im Westen. Wegen dieser Offensichtlichkeit konnte dies keinem Geheimdienst der westlichen Welt verborgen bleiben, denn die Funktionsunfähigkeit war zum Ziel und praktizierter Staatswirklichkeit geworden und konnte selbst von jedem Beliebigen am ersten Tag seines Aufenthaltes in Moskau festgestellt werden, auch wenn er es nur glauben konnte und wollte, was er vor seinen Augen offen erkennen konnte. Es war daher kein Wunder, daß jedem ausländischen Besucher eine nette, freundliche russische Begleitperson zur Seite gestellt wurde. Sozialistisch Erblindete gab es natürlich auch, wie es in der an vielen Stellen auch verständnisvollen Erzählung von Wolfgang Koeppen \"Nach Rußland und anderswohin\" nachgelesen werden kann. Daß Geheimdienste des Westens diesen Tatbestand nicht offenlegten, sondern verheimlichten, gehört zu den Gründen, warum Geheimdienste in einer offenen Gesellschaft , in denen Arbeitsergebnisse unter der Hilfe von Marketingstrategien unter die Leute auf dem offenen Markt vertrieben werden müssen, als Kostenverursacher in vielen Bereichen abzuschaffen sind. Der östliche Geheimdienst war im Westen so gut vertreten, daß man davon ausgehen konnte, daß er über die Verhältnisse im Westen besser Bescheid wußten als westliche Gruppen jeder Art. Es waren östliche Geheimdienste, die feststellten, daß der Westen mit seinem System bessere Ergebnisse erzielte als der Osten mit seinem Sozialismus, so daß der Osten selbst auch zur Einsicht und die Wende von der Staats- zur Privatwirtschaft kam, und es sich dabei nicht um eine Revolution gehandelt hat, sondern um einen rechnerischen Vorgang, vergleichbar mit den Fällen, in denen nach den Merkmalen eines wirtschaftlichen Vorgangs Arbeitsplätze abgebaut werden, weil sie nicht mehr tragbar und auch nicht mehr finanzierbar waren. Von westlichen Gruppen, die in Osteuropa tätig waren, konnten solche Erkenntnisse erwartet werden und auch die Bekanntgabe solcher Ergebnisse? Wer liefert schon die Gründe dafür, sich selbst als überflüssig darzustellen? Rußland als allmächtiger Feind aufzubauen, lag auch im Interesse der Medienvertreter, die in den 50-ziger und 60-ziger Jahren gänzlich in der linken Traumszene studierten und auf allen Augen blind waren, die Realitäten betrafen. Es ist kein Wunder, daß diese Publizistik nach der Auflösung der UDSSR, die als Weltmacht mit dem Ziel der Vernichtung aller seiner Gegner antrat, den Boden unter ihren Füßen verloren hatte und heute ohne jeden Einfluß auf das reale Geschehen in der Welt der rechtsgeschäftlichen Willenserklärung und Willensbildung ist. Sie führen sozusagen ein Eigenleben im Sinne eines Beschäftigungsprogramms ohne Ziel eines Arbeitserfolges in Bezug auf die Geschehnisse in Osteuropa, insbesondere in Moskau. Sie versorgen sich allenfalls selbst mit Gedenkreden und Rechtfertigungen ohne Ausblick auf die Zukunft Osteuropas. Man kann deshalb im Westen über eine eigene Schein-Medien-Welt in Bezug auf Osteuropa sprechen, die mit der tatsächlich angetroffenen Welt nicht viel zu tun hat. Als Scheinwelt an den Realitäten vorbei wird von diesen Medien- und Politikvertretern mittlerweile auch das Geschehen und Leben im Westen aufgebaut. Was heute sich in dieser Welt des Ostens geändert hat und noch ändern wird, ist nur durch den eigenen Besuch Rußlands selbst festzustellen.Intakt geblieben ist in Rußland die Familie in seinen verwandtschaftlichen Bindungen, um die Arbeit mit neuen Zielen und persönlichen Erfolgen neu zu gestalten. Sie ist als Prinzip im Staat erhalten und hat auch gerade deshalb überlebt, nicht nur als reale gesellschaftstragende Tatsache, die in den Alten noch heute sichtbar wird.Trauer über den Untergang des Sozialismus haben die Alten nicht empfunden. Sie waren im Sozialismus als Systeminhalt ohnehin vergessen worden. Sie haben im Alter erst richtig die Last einer allein verantwortlichen Arbeit zu tragen lernen müssen, und zwar in ihrer Wohnung in der Familie , so daß die Familie mit ihren Wohnungen als eine der wenigen wirtschaftlich gut funktionierenden Einheiten in Rußland erkannt werden kann, und zwar auf dem Lande wie in der Stadt und dies auch noch in einem zufriedenen Selbstbewußtsein.Über die Familien erhalten Sie auch über den tatsächlichen Zustand in den russischen Firmen und Behörden die richtigsten Angaben, denn in den russischen Familien ist die Realität und das Bekenntnis zu den offen erkannbaren Realitäten in der Gesellschaft und insbesondere in den zu verstaatlichenden Betrieben ohne Umschweife und Verharmlosung anzutreffen. Dort ist der Beginn zu einer Wende der Umstände im ganz privaten Bereich erkennbar und in den Familien ist auch die Kraft für diesen Wandel anzutreffen, die Rußland für den Übergang von der Staatswirtschaft in die private Marktwirtschaft braucht und nötig hat.West-liche Hilfe kann sich daran ausrichten, Familien- und Schulkontakte in Rußland herzustellen und zu vermitteln, insbesondere unter den Jugendlichen, die keine Schwierigkeiten im gegenseitigen Verständnis haben, wie es immer wieder auch von Ihnen selbst festgestellt werden kann. Auf diesem Wege werden die hilfsreichsten und wahrheitsnahsten Informationen über die heutigen Zustände in Rußland unter den Bürgern verschiedener Länder ausgetauscht. EUROINFO-Report Nr.24: STEUER-ERHEBUNGEN Der Weg der westlichen Staatsform direkt in sozialistische Verhältnisse der dauernden Zahlungsunfähigkeit: Steuern erhebt der Staat.Wo keine Steuern erhoben werden, ist kein Staat, der überlebt.Wo verlangte Steuern zu zahlen verweigert werden, wird dem Staat seine Existenzberechtigung verweigert . Steuern und Abgaben waren zu Beginn eines sich neu formierenden Staates zunächst nur für die Aufgaben des Staates gedacht, deren Erfüllung der Staat für unerläßich gehalten hatte.Die eigene Versorgung der einzelnen Bürger durch ihre eigenen Leistungen stand im Vordergrund und nur die Kranken und die durch Not Bedürftigen sahen sich von der Gemeinschaft versorgt, so daß nur der Notfall es für angesehen erscheinen ließ, daß der Staat sie versorgte und Leistungen an Bürger verteilte, die er im Wege der Steuern zuvor erhoben hatte. Der Staat, der Leistungen an Leistungsfähige verteilte, war die Ausnahme. Erst die Jagd der Politiker auf die Wahlstimmen der Staatsbürger führte dazu, dem Wahlvolk Leistungen zu versprechen, die über höhere Steuereinnahmen finanziert werden sollten.Die höheren Steuern hatten die Leistungsfähigen und Leistungswilligen zu erbringen, die nicht daran dachten , vom Staat Wahlgeschenke anzunehmen. Mit der Zeit wurden die Wahlgeschenke aber Gegenstand von Wahlschlachten um die verschiedenen Wählergruppen, die Leistungen vom Staat forderten , die von denjenigen versprochen wurden, die sich der Wahl mit solchen Wahlgeschenken stellten. Diese Entwicklung war im Osten Europas nicht anders als heute im Westen. Der Staat wurden auf diese Weise zum Leistungsverteiler, ohne sich darum zu kümmern, wer die versprochenen Leistungen finanzierte und erbrachte. Dem Staat standen im Westen für die Leistungsversprechen zum einen die Mittel der Steuererhöhungen und zum andern das reine Gelddruken zur Verfügung. Die Steuerhöhungen trafen die Leistungswilligen, deren Leistung durch höhere Steuern auf die Leistungsunwilligen umverteilt wurden. Der Staat stellte sich auf diese Weise lediglich als Umverteiler von Leistungen seiner Bürger dar. Die Staatsdiener bedienten sich dabei mit der Zeit und immer mehr vorrangig selbst durch unkündbare Arbeitsplätze und durch immer weniger Arbeit, so daß sich die Anzahl der Staatsdiener mit der Zeit immer mehr erhöhte, ohne daß das Staatsvolk sich vermehrt hätte. Im Sozialismus des Ostens wurde diese Entwicklung Schritt für Schritt vorangetrieben.In der alten DDR wurde erst in den 70-ziger Jahren auch die Enteignung der kleineren Betriebe fortgesetzt, und zwar in wenigen Jahren nach der Anerkennung der Oder-Neiße-Linie. Nach der vollen Enteignung auch der mittleren und kleinen Betriebe war auch hier statt die Rationalisierung eher die Inflationierung der Leistung im Vordergrund zu sehen. Die Überbürokratisierung der Unproduktiven schlug die schönsten Wellen des Überflüssigen. Die Verwaltung der eigenen Aufgaben nahm Überhand und die Steuern waren eher für die eigene Versorgung der Staatsdiener gedacht als für die zu anfangs gestellten Aufgaben, die längst aus den Augen verloren waren. Die Sozialausgaben stiegen auf einen zu hohen Anteil des Staatshaushaltes und die Parteien wetteiferten darum, alle möglichen Aufgaben unter dem Deckmantel des unbedingten Sozialstatus an sich zu ziehen, die der Bürger zu früheren Zeiten selbst erledigt hatte. Nun bekamen Bürger so hohe Preise für die notwendign Mittel ihres Lebensunterhaltes über die erhobenen Steuern von den Leistungswilligen vorgesetzt, daß sie diese Preise nicht mehr bezahlen konnten, so daß diese Bürger zu den Sozialempfängern degradiert wurden, wie z.B. zum Ende ihres Lebens in Pflegeheimen, deren Plegekosten von den wenigstens Renten bezahlt werden konnten. Die Kinder konnten immer weniger ihre Eltern pflegen, denn sie waren über die hohen Steuern immer mehr vorzeitig zu eigenen geldwerten Leistungen verurteilt, die ihnen schließlich keine Zeit mehr ließen, sich zu bestimmten Zeiten ihres eigenen Lebens um ihre eigenen Eltern zu kümmern.Nur wenige Kinder wissen, daß sie diese Sozialleistungen an ihre Eltern selbst an das Sozialamt zurückzuzahlen haben, und zwar zu einem Zeitpunkt, den das Sozialamt selbst bestimmen wird und meist die Erbmasse dieser Kinder wegpfänden wird. Für die Zukunft wurde dieses Kostenproblem der Pflege der älteren Menschen durch die Pflegeversicherung als Pflichtversicherung geregelt. Der Staat wird auf diese Weise vom Ordnungsstaat zum Verteilerstaat und letztendlich zum Beitreibungsstaat, dem sich die leistungswilligen Bürger auch unter diesem Gesichtspunkt selbst in allen Bereichen entziehen und in Staaten abwandern werden, die sich noch nicht in dieser Spirale der Sozialleistungen begeben haben. Es ist daher kein Wunder, daß sich die kapitalistischen Staaten mit ihren Strategien der Wahlgeschenke längst über die Grenze in die Unfinanzierbarkeit begeben haben, in die die sozialistischen Staaten seit langer Zeit der eigenen Zahlungsunfähigkeit versunken sind. Auf diese Weise treffen die Bürger beider Staatssysteme mit der Zeit lang oder kurz auf die gleichen Voraussetzungen ihrer eigenen Lebensumstände, die darauf hinauslaufen, daß sich die Bürger wieder in den eigenen Versorgungspflichten finden und sich von den Versprechungen der Staatsgewalten verlassen sehen. Selbst die Staatsdiener werden sich um ihr eigenes Wohl kümmern müssen, weil der Staat nichts produziert, was der Staatsdiener selbst verwerten und an was er sich gütlich tun kann, wenn der Staat die Bezahlung seiner nicht mehr gebrauchten Dienste selbst schuldig bleiben muß. Schon heute funktioniert der westliche Staat vortrefflich oft nur noch in der Beitreibung der Steuern und Abgaben, die er zu seiner eigenen Versorgung und seiner Staatsdiener meint zu benötigen. Zum Schutz des Bürgers bleibt er seine Leistungen schuldig,so daß sich der Bürger anderen staatsfernen Schutzgewalten zu beugen hat oder er hat sie selbst zu eigenem Schutz zu bezahlen. Der Staat wird sich daher über die eigene Zahlungsunfähigkeit, die den unkontrollierten Wahlversprechen auf dem Fuße folgen wird, in immer kleinere Bereiche auflösen, wie dies in den sozialistischen Staaten schon geschehen ist, und zwar in die funktionsunfähigen Gebilde ihrer Leistungsversprechungen. Im übrigen drohen die Steuergesetze in ihrer Gesamtheit so unklar und unübersichtlich zu werden, daß sie nicht mehr die Voraussetzung eines rechtswirksamen Gesetzes erfüllen. Unklare, mithin unwirksame Steuergesetze stellen keine Rechtsgrundlage eines Steuerbescheides dar, so daß in Zukunft dem Staat in einem solchen Fall die "Nichtigkeitsklage" und damit der Zerfall der Steuergesetze und ihrer Einnahmenquelle droht. Unter dem Gesichtspunkt der Steuererhebung und Steuerbeitreibung ist zu erkennen, daß sich West- und Osteuropa an einer Wegkreuzung treffen. Westeuropa scheint eher in die Richtung der Unfinanzierbarkeit und staatlichen Überorganisiertheit zu gehen, aus der der Osten gerade herauszukommen versucht, wobei der Osten mehr Einsicht in die Tatsachen zeigt, daß der Bürger Leistungen zu erbringen hat, bevor der Staat über Steuererhebungen Leistungen von Bürgern verlangen kann, die er für nachzuweisende Staatsausgaben nachzuweisen hat und erst in diesem Fall der Notwendigkeit zu verlangen hat. In Moskau/Rußland wird versucht, Steuergesetze zu erlassen, insbesondere die Einfuhr von Waren mit Zöllen zu belegen. Die Steuererhebung und Steuerbeitreibung in Rußland sind, weil die entsprechende Steuerverwaltung noch fehlt, nicht voll entwickelt. Es wird aber wie in anderen Ländern Osteuropas , die den Schritt in die private Marktwirtschaft unternehmen, nicht ausbleiben, daß eine Nachversteuerung anhand des geschaffenen Vermögens stattfinden wird, die einige Betriebe an den Rand der Unfinanzierbarkeit treiben werden, so daß die Anzahl der vorsätzlich manipulierten Konkursfälle damit auch der Höhe nach bestimmt ist, um einer Nachversteuerung des ersten Betriebes zu entgehen und den zweiten Betrieb nach den dann erkennbaren und verständlichen Steuergesetzen führen zu können. Steuererhebungen sind in den ersten Jahren kleinerer privater Betriebe Seltenheiten, weil schließlich Gewinne und Betriebsentnahmen auch in Rußland gering sind. Mittlerweile werden ausländische wie inländische Firmen mit monatlichen Steuervorauszahlungen belegt, so daß die Preise für Waren des täglichen Lebens im 3.Quartal 1995 davonlaufen, und zwar bei stabilen Wech- selkursen. EUROINFO-Report Nr.24: FOTOARTIKEL als Beispiel für die VERLAGERUNG von ARBEITSPLÄTZEN : Fotoartikel gibt es aller Art bei Kodak-Einkaufsstellen, die es zahllose in Moskau gibt. Im kleinen GUM nahe dem Bolschoi-Theater auf dem Weg ins Budapest-Restaurant-Hotel oder nahe dem großen GUM,insbesondere auch Batterien aller Art.Fotoapperate jeden Fabrikats gibt es preiswerter als im Westen,insbesondere Video-Kameras, auch Typen, die es in der BRD gar nicht angeboten werden, schon gar nicht zu diesem Preis wie in Moskau. Dies gilt auch für Telefaxgeräte, die aber in der BRD nicht funktionieren, weil besondere Hindernisse eingebaut wurden. Auch geben die Hersteller in der BRD keine Garantieleistungen für Geräte, die außerhalb der BRD gekauft sind. Man sieht leicht, daß die BRD als Hochpreisland angesehen wird. Um Märkte zu erobern, werden die Preise verlangt, die gezahlt werden können, so daß an diesem Beispiel zu sehen ist, daß der Deutsche in die Länder auszuwandern und wirtschaftlichen Erfolg hat, aus denen die Arbeitskräfte kommen, die Deutsche im eigenen Land vom Arbeitsplatz ersetzen. In östlichen Ausland ist die Arbeit nicht nur preiswerter, sondern auch die gleichen Waren, die er in der BRD teuer zu bezahlen hat. Dies gilt mittlerweile sogar für Waren, die in der BRD hergestellt werden; sie werden im Ausland billiger verkauft als in der BRD. In der BRD sind nicht nur hohe Forderungen des Finanzamts zu zahlen, sondern auch allen, mit denen er in der BRD finanziell zu tun hat. Auch im Ausland wird der unerfahrene Deutsche als Ausländer abkassiert und muß weit höhere Preise zahlen als Inländer, wenn er sich auf die angeboteten Preise einläßt. Damit ist der Bürger der BRD darauf angewiesen, den Preishandel zu erlernen, denn sein Geld wird im Ausland weit mehr geachtet als im Inland. Nur muß er sein Geld besser verwalten und "teuer" verkaufen, denn Geld ist die beste Ware, die es gibt, so daß der Lebensunterhalt letztendlich im Ausland weit billiger und preiswerter ist als im Inland.Dazu reicht es, daß der Arbeitgeber im Inland seinen Wohnnsitz mit seinem Büro für die Konstruktions-,Konzeptions- und Koordinierungsarbeit behält und die Produktionsstätte ins Ausland verlegt. Diejenigen, denen er Arbeit im Ausland gibt, werden ihn mit allen Kräften unterstützen, und zwar insbesondere im Kennenlernen der Fragen des täglichen Lebens. Der deutsche Arbeitgeber sollte daher zu "seinen früheren Gastarbeitern" in dessen Heimatländern gehen und lediglich den Transport regeln. Er wird monatlich sein Heimatland besuchen können und aus diesen beiden Welten Kreativität schöpfen. Aus Rußland kommen zwar keine Gastarbeiter nach Westeuropa, aber es wird ein Land werden, in dem westliche Firmen eines Tages produzieren lassen werden. Die Organisationsfähigkeit der BRD im Ausland ist eine Dienstleistung, die er in Osteuropa, bersonders in Ruzßland verkaufen kann. Dazu benötigt er lediglich eine Informationsstation mit allen Kommunikationsmitteln, die er in einer Wohnung in seinem Gastland unterhalten kann. Dort wird er eine Vertrauensperson ausbilden, mit der er korrespondieren kann, und zwar aus seiner Wohnung oder seinem verkleinerten Betrieb in der BRD, der in der BRD nur noch die Dienstleistung der Organisationstechnik erbringt, die auf die Schaffung eines Arbeitserfolges ausgerichtet ist, z.B. wie Leistungsbeschreibung , Personal- und Materialbeschaffung, Kontrolle des Arbeitsablaufes, Endkontrolle, Abnahme- und Abrechnungsarbeiten, wie den anschließenden Wartungsdienst. Dazu wird auf den Begriff Erfolg verwiesen, denn Bürger anderer Länder haben nicht die Disziplin, um zu einem Arbeitserfolg über eine Arbeitskette mit mehreren Arbeitsstufen zu kommen. Der Deutsche als Ausländer hat auch mehr Anerkennung, um in seinem Gastland die Disziplin am Arbeitserfolg durchzusetzen. Der Deutsche als Gastarbeitgeber wird in der Zukunft eine normale Erscheinung sein. Der bisher in der BRD tätige Gastarbeiter aus vielen Teilen Europas wird bei seiner Familie in seinem Heimatland und in seiner üblichen Lebensgewohnheit kreativer und in der Arbeit zuverlässiger sein als in der BRD. Der Deutsche dagegen kann seine Dienstleistung nicht nur im Heimatland seines früheren Gastarbeiters erarbeiten, sondern auch an seinem eigenen Heimatort in der BRD. Dazu sind die Informationsstraßen eine besonders große Entwicklungsstufe. Das Leben in einem anderen Land und in anderen Kulturen wird seine eigene Kreativität stärken, aber immer mit dem Ziel verbunden, in sein Heimatland zurückkommen können. Das Schaffen von neuen Arbeitsplätzen durch das Organisationstalent der BRD in Osteuropa wird daher in der Zukunft ein neuer Investitionsmarkt sein werden, und zwar in Bezug auf Entwicklungen von Systemen aller Art, Erstellung des Leistungsverzeichnisses, Materialbeschaffung und -lieferung und -bereithaltung,Arbeitsablaufkontrolle und Kontrolle der Qualität und Leistungsfristen und Transportorganisation,mithin auf das Schaffen eines Arbeitserfolges und das dazu gehörende Arbeitsergebnis und die sich daran anschließende Arbeitsfreude mit dem Willen zur Wiederholung des Arbeitserfolges. UROINFO-Report Nr.26: BANKFÄHIGES RUSSLAND - Auslandsüberweisungen und Inflation, - Rückführung von Auslandskapital nach Rußland, - Privatisierung durch die Ausgabe von Aktien, - Die Vorstellung von verpfändbarem Eigentum an Grund und Boden verlangt den gleichen Grad an Abstraktionsfä higkeit wie die Vorstellungskraft zu einem Gott, der im Menschen wie in den Naturereignissen wieder erkannt werden kann; - Sind die alten Kräfte des Sozialismus überwunden? - Der Kampf gegen die Naturgewalten in Rußland war auch ein Kampf gegen die Gottesvorstellung; - Mit der Abschaffung der Vorstellung Gottes wurde auch die Vorstellung des Eigentums vernichtet; - Mit der Abschaffung der Macht des einzelnen Menschen über die Produktionsmittel wurde auch die Macht des Geldes vernichtet; Es ist eines der ersten und besten Leistungen der Umgestaltung Rußlands, daß in den letzten Jahren ein funktionsfähiges Bankensystem in Moskau und ganz Rußland geschaffen wurde. Jede Bank gibt darüber am besten Auskunft. Dies bezieht sich aber nur auf den "Transport" von Geldern, mithin in Bezug auf Geldüberweisungen. Mittlerweile ist es jeder westlichen Bank erlaubt, eine Niederlassung in Rußland zu unterhalten. Probleme schaffen die hohen Inflationsraten, die zu einem ständigen Wechsel des Rubels in den Dollar oder Deutsche Mark führt.Jeder Russe wechselt seine ausländische Währung nur dann in Rubel, wenn er den Rubel zur Bezahlung am gleichen Tage benötigt. Erhält er Rubel, so wird er die Rubel am gleichen Tage wieder in Dollar oder Deutsche Mark wechseln. Kreditgeschäfte werden dadurch nur auf kurze Zeit gehandelt. Die meisten Preise werden in Dollar oder DM in den Geschäften ausgeschrieben, um die Preisauszeichnung nicht ständig wechseln zu müssen. Da man in Rubel zu zahlen hat, machen solche Läden auch gleichzeitig Bankgeschäfte, denn sie haben ihren eigenen für sie günstigen Wechselkurs und dadurch wird der Preis um ca.10% höher als der Preis in ausländischer Währung ausgezeichnet war.Bevor Sie sich zum Kauf entscheiden, ist daher der jeweilige Wechselkurs des jeweiligen Geschäftes abzufragen. Niemand rechnet zum Tageskurs der Wechselstuben ab, die auf Schritt und Tritt alle 300 m in der Stadt anzutreffen sind. Auslandsgeschäfte werden unter anderem auch deshalb gemacht, um sein Geld als Einkaufspreis ins währungssichere Ausland zu schaffen. Dort werden Warenverrechnungsguthaben angesammelt, so daß der Warenlieferant im Ausland auch die Guthaben der Russen unter Hilfe eines Anderkontos bei seiner Bank verwaltet. Dadurch entstehen rund um Rußland Inseln der Sicherheit für russisches Geschäftsleute, die damit helfen, nach Rußland Stabilität und Kalkulierbarkeit zurückzuführen. Russen verdienen in Rußland mehr Geld als im Ausland, in dessen Auslandsgeschäfte sie nicht geübt sind. Dafür verstehen sie die Geschäfte in Rußland viel besser als Ausländer in Rußland . Deshalb sind die Russen darauf angewiesen, wieder in Rußlandgeschäfte zu investieren. Über die Bankgeschäfte wird der Staat auch eines Tages die Steuerkontrolle zurückgewinnen und dann einige Geschäftsleute zahlungsunfähig nachversteuern, wenn sie keine ordentlichen Nachweise über ihre Geschäfte führen können. Es bleibt daher abzuwarten, bis sich einige kleine Staaten rund um Rußland zur Schweiz Osteuropas entwickeln, wie es z.B. Moldavien versucht. Einige kleine Republiken der alten UDSSR haben offenbar das Geschäft als "Geldbeschützer" von ausländischem Kapital noch nicht erkannt, das leichter ist als alles andere, wenn man meint, keine Bodenschätze oder Industrien zu haben. Daß sich die Kaukasus-Staaten nicht zu solchen Bankstaaten wie die Schweiz entwikeln und statt dessen sich balkanisieren lassen, ist bei ihrer Jahrhunderte alten hervorragenden Fähigkeiten zu Handel und Wandel nicht nachvollziehbar.Selbst die Russen müßten an eine stabile Lage in ihren kleinen benachbarten Randstaaten Interesse haben. Nur so würden sie Einfluß in diesen Staaten auch über deren Grenzen hinaus gewinnen, um auf dem Weltmarkt Fuß zu fassen. Kleine überschaubare gut funktionierende Staaten braucht Rußland und keine Balkanisierung an seinen Grenzen, um auf dem Weltmarkt Fuß zu fassen. Dies ist mit Geld und Finanzkraft zu schaffen, aber nicht mit Waffen, die nur eine Abschottung bringen. Wie es aussieht, scheint es die Ukraine zu schaffen, eine Vermitterrolle in diesem Bereich einzunehmen, obgleich die Größe dieses Landes zu dieser Aufgabe nicht geeignet ist. Die Baltenstaaten sehen diese Aufgabe nicht, sondern wetteifern allein in ihrem Bestreben, ihre Unabhängigkeit von Rußland zu bewahren. Kleine Länder sind Gasthäuser mit allem Komfort und allen Dienstleistungen für die Geschäfte großer Länder und deren Arbeitgeber.In Westeuropa haben dies die Schweiz und Luxemburg erkannt und auch ein wenig Lichtenstein, wie Singapur und Honkong in Asien. Rußland wird ohne ein solches Land keine Ordnung in seine Finanzen bringen können.Ohne die Schweiz wäre Westeuropa nicht in der Nachkriegszeit das geworden, was es heute ist. So obskure Orte wie Cypern, das sich zur Zeit anbietet, eine solche Oase des Geldes für Rußlandgeschäfte zu werden, sind nicht geeignet, sich dem Vorwurf der Ausbeutung Rußlands zu widersetzen.Dadurch kommt allenfalls ein Verruf solcher Auslandsgeschäfte auf. Westeuropa ist mit seinen Einheitsbestrebungen zu sehr mit sich selbst beschäftigt, als daß es geeignet wäre, auch noch die Ordnungsaufgaben in der Finanzwelt in Osteuropa in naher Zukunft zu übernehmen. Wer in Rußland meint, auf dem Balkan die Serben zu einem nicht endenden Krieg unterstützen zu müssen, um an die Adria auf diesem Weg zu kommen, und wer in Rußland meint, Krieg auf dem Kaukasus führen zu müssen, um Rußland ein paar Ölquellen zu erhalten, sollte daran denken, daß um Rußland herum keine Pufferzonen des Krieges anzulegen sind, sondern Brücken und Handelswege, die funktionieren und dazu sind die kleinen Staaten Handelsplätze und Gasthäuser Rußlands auf dem Weg zum Weltmarkt. Bei einem so großen Land wie Rußland ist eine Furcht, daß sich einige kleine Teile verselbständigen, nicht begründet.Vielmehr ist dabei die Gelegenheit zu nutzen, in dieser Zeit der Entwicklung überschaubare Oasen der finanziellen Sicherheit zu schaffen, aus denen sich die Entwicklung Rußlands zu den Weltmärkten abschließen lassen kann. Rußlands gefördertes Öl versickert aus gebrochenen Pipelines in viel größerem Maß als daß Öl im Kaukasus gefördert werden kann. Rußland ist aufgrund seiner unkontrollierbaren Größe und durch sein Zentralstaatssystem und nicht nur durch sein sozialistisches System das geworden, was heute dort anzutreffen ist. Es wird sich mit der Hilfe einiger kleinen Rand-staaten neu entwikeln. Westeuropa wird auch kein Zentralstaat werden, sondern nur im föderalistischen Zusammenleben zu einer in sich funktionierenden größeren Einheit werden.Die einzelnen Länder werden ihre kulturelle Identität bewahren und sich gegenseitig anregen und beleben. Die Einheit Westeuropas führt zur Freiheit des Handels und nicht zu einer Zentralregierung, die sich selbst ersticken würde, wie der sozialistische Gedanke eines zentralen Staates mit zentraler Wirtschaftlenkung dazu geführt hat, den Warenfluß und die Warenverteilung nicht mehr zu beherrschen, besonders auch nicht in dem Ansinnen, die Information unter den Menschen zu unterbinden, um auf diese Weise die Kontrolle der Zentralregierung über den einzelnen Menschen zu erlangen. Mit den neuen Kommunikationsmitteln rund um die Welt und grenzüberschreitend und unkontrollierbar läßt sich kein Staat mehr machen und schon gar nicht die Jugend gewinnen, einem solchen Weg zu folgen, der nicht einmal erlaubte, dorthin im eigenen Land zu reisen, wohin man wollte, und der auch noch das Prinzip der Abgrenzung der einzelnen Menschen erzwang und meinte, mit dem Versammlungsverbot und dem Kampf gegen die Geldwirtschaft ein Weltreich zu errichten. Wenn nun in fast nur zwei Jahren mit einer solchen Staatsvergangenheit es gelungen ist, ein Bankensystem in ganz Rußland einigermaßen funktionsfähig zu gestalten, dann kann die privatisierte Gesellschaft nur hoffen, daß auch die Sicherheiten, auf die ein Bankensystem aufbaut, privatisiert wird. Bisher ist kein Grund und Boden in Rußland zu privatem Eigentum geworden, das nach weltweit üblichen Bedingungen und in notarieller Weise als Sicherheit angeboten wird. Es ist offenbar in Rußland nicht vorstellbar, daß Rußlands Grund und Boden privatisiert werden. Damit ist bisher eine wesentliche Voraussetzung nicht geschaffen, daß Rußlands Finanzwelt in der Zukunft in allen Bereichen "funktionieren" wird. Diese Sonderolle wird Rußland nicht durchstehen, sondern die Kapitalflucht auch im Gewinn ins Ausland tragen lassen. In dieser Gefahr kann Rußland auf lange Sicht vom Staat, der in seiner Vergangenheit seine eroberten Staaten schlicht ausbeutete, zu einem ausgebeuteten Staat werden. Der Ertrag eines Geschäftes wird in solchen Fällen immer ins Ausland getragen, seit es Geld und kleine, überschaubare, sichere Staaten gab, in denen das "Geld" aus anderen großen unsicheren und mit hohen Steuern betriebebenen Staaten sicher gestellt werden konnte. Wenn Rußland zur Landreform kommt und Grundbücher anlegt, wird es einen schnellen Zugang zum Weltmarkt der Finanzwelt geben und damit nicht nur das eigene Geld im Lande halten, sondern auch fremdes Geld anziehen. Es ist keine Frage, daß die Vertreter alter sozialistischer Vorstellungen noch existieren und dem mangelhaften sozialistischen Markt mit ein bischen Kapitalismus wieder auf die berühmten Beine verhelfen wollen. Es ist auch kein Wunder, daß bei diesen Vertretern jede Gottesvorstellung fehlt und stattdessen die Allmächtigkeit des Menschen in ihren Köpfen Platz nimmt, die jeden Überblick verlieren und sich selbst für steinerne Denkmäler halten, und zwar schon zu Lebzeiten. Sie müssen offenbar erst noch die Natur in ihrem riesigen Land bewohnbar machen, um zu einer Gottesvorstellung zu kommen statt sich selbst an die Stelle der Unendlichkeit Gottes setzen zu wollen. Den Grund und Boden für den einzelnen Menschen unantastbar zu halten und ihn nicht der Verfügbarkeit des einzelnen Menschen als Sicherheit zu geben, scheint ein Mangel an intellektueller Fähigkeit zu sein, der ortsbezogen sein mag und der immer nur bei der Bevölkerung riesiger Länder anzutreffen ist, in denen die Natur allmächtig ist und in denen die Natur allenfalls als furchteinflößender Gott angesehen werden kann, der als eine Gefahr abzuschaffen ist. Gott als Naturgewalt und Strafe war von der alten UDSSR dargestellt. Einer solchen Vorstellung konnte die Verweigerung empfohlen werden, denn die alte UDSSR konnte vorweisen, die Naturgewalten zu gunsten des Menschen zu bändigen und somit persönliche Sicherheit und Erfolg seinen Parteimitgliedern , wenn auch nur in der Zukunft verheißen,nämlich ohne gefahrbringende Naturgewalten. Die Naturgesetze sind aber ohne eine Gottesvorstellung nicht zu verstehen und auch nicht ohne Selbstüberschätzung zu vermitteln. In der Unendlichkeit des Alls einen Gott zu vermuten, ist in einem riesigen Land mit unvorstellbaren Naturgewalten nicht zu erwarten, insbesondere wenn der Himmel meist wolkenverhangen ist und Regen und Schnee bringt, kann der Himmel auch nur als Strafe angesehen werden.Gegen Naturgewalten hat der Mensch sich zur Wehr zu setzen. Wenn die Natur sich mehr als Gefahrenquelle zeigt als ein Ort der Heiterkeit, dann kann eine Gottesvorstellung sich auch nur dahin entwickeln, sich Gott als Gefahr und Strafe vorzustellen. Nun haben die Kirchenfürsten auch noch die Religion als Machtmittel verwendet und mit der Strafe Gottes gedroht, wenn der Mensch sich nicht so verhält, wie es die Kirchenvertreter unter den Gesetzen Gottes lehrten. Es ist schließlich kein Wunder, daß solche verunsicherten Menschen dem Menschen folgten, der ihnen verheißen konnte, Gott und die Gottesvertreter abzuschaffen. Es ist daher auch kein Wunder, Menschen in Rußland anzutreffen, die ohne jede Vorstellung von Gott leben wollen und auf Fragen nach einem Leben mit Gott auf der Basis ihrer Menschenvorstellung dahin reagieren, als wolle man ihnen zumuten, statt in ihrer warmen trockenen Wohnung im Freien in der Natur mit Regen und Schnee zu leben. Gott als Naturgewalt mit Kälte und Unwettern? In diesem Fall lebten sie lieber ohne einen Gott. So ist der Sozialismus als Teil Rußlands auch heute in seiner Mehrheit noch anzutreffen. Das Verhältnis zu Grund und Boden ist dadurch in Rußland ein anderes als in Naturen, die als Garten der Erholung empfunden werden können und in denen der einzelne seinen Schutz und sein Zuhause und sein Auskommen und seine Wohnung sehen konnte. Dort war eine Aufteilung des Bodens einsichtig zu machen. Grund und Boden verpflichten bei solchen Naturschönheiten den Eigentümer nicht zu großen Arbeiten. Bei schlechten Böden, auf denen Naturgewalten herrschen , ist ein Grundstück ohne den Wert, dem man Sicherheitsvorstellungen und Beleihungswerte zukommen lassen kann. Es ist daher einleuchtend, daß man zunächst das Wohnrecht an einer Wohnung in Rußland zur heutigen Zeit verkaufbar gestaltete. Russen mit dem Ehrgeiz, ganze Landstriche als Eigentümer zu besitzen, sind zur Zeit wenig vorstellbar und auch selten zu finden. Man schafte erbbaurechtsähnliche Konstruktionen. Russen, die als Vermieter gegenüber anderen Russen als Mieter auftreten konnten, sind ebenso selten in der heutigen Zeit vorstellbar. Man fürchtete die Ausländer, die Rußland über das Eigentum beherrschen könnten, so daß man auch diese Möglichkeit der Beleihung noch nicht zuließ. Diesen Mangel, Eigentümer zu sein, ist auch in der BRD in gleicher Qualität dort zu erkennen, wo Geldanleger zahlreiche Eigentumswohnung in verschiedenen Häusern zu einem Gesamtpreis erwerben, mit dem sie ein ganzes Haus mit der doppelten Wonhfläche und der doppelten Rendite hätten kaufen können. Auch diese Geldanleger sind nicht in der Lage, als Vermieter in einem ganzen Haus gegenüber einer Gesamtheit von Mietern in Erscheinung zu treten. Ihr Mangel an ausreichendem Eigentumswille trägt solche Lasten nicht, sondern sie fühlen sich in dem Hort der Eigentümergemeinschaften sicherer, als allein ihre Eigentumsrechte gegenüber einer großen Anzahl von Mietern allein zu vertreten. Es ist offenbar eine Kraft der Abstraktion, sich mit einem Eigentumsbegriff identifizieren zu können, der nur in Ländern entwickelt wird, die auch Gottesvorstellungen als heilsbringend empfinden. Gott aus einem Ort der Unendlichkeit sich vorstellen zu können, setzt eine andere Abstraktionsfähigkeit voraus, die den von Naturgewalten geplagten Menschen völlig unvorstellbar sind und von ihnen nicht abverlangt werden kann . Eine solche Abstraktionsfähigkeit ist aber bei der Vorstellbarkeit von Eigentum abzuverlangen. Das Erhalten von Eigentum verlangt schließlich auch Pflichterfüllung und bei den Menschen mit hartnäckiger Neigung zum Sozialismus ist auch eine harnäckige Nachfrage nach einem Sozialstaat erkennbar, der sie mit allem versorgt und nicht nachrechnet, ob sie die Leistungen des Sozialstaates auch verdienen oder gar erwirtschaftet haben. Nach der Ertragslage meßbare Leistungssysteme werden von allen Sozialstaatsvertretern selbst im privaten Bereich gescheut. Auch hier ist der Mangel an Abstraktionsfreude immer wieder festzustellen, so daß allein dadurch der Eigentumsbegriff in Rußland in der Zeit nach seinem Sozialismus so schnell nicht entwikelt werden kann. Dagegen hat sich die Aktie im heutigen Rußland als machbar herausgestellt, denn im Sozialismus war die Vorstellung, alle seien zu einem ideellen Anteil an allen Reichtümern im Staat beteiligt, immer schon gepredigt worden. Nun konnte man darüber Anteilscheine verteilen, die man Aktien nannte. Solche Scheine verpflichten zu nichts als nur zu ihrer Aufbewahrung. Eigentümerpflichten gibt es dabei nicht. Wie man Aktien über eine Firma ausgibt, die keinen Grund und Boden hat, sondern nur mietrechtsähnliche Gebilde, ist bei völlig marroden Firmen keine einträchtige Sache, wenn es sich nicht um die Auswertung der Bodenschätze handelt. Es ist auch kein Wunder, daß nur die Deutschen sich nicht an diesen Aktienkauf beteiligt haben, denn offenbar erlaubt nur deren Sprache die Abstraktionskraft, um solches Wirken als Unfähigkeit zu erkennen. Der Verkauf und Kauf von Aktien ist von Anfang an auch Ausländern erlaubt worden und dieser Handel ist völlig außer Kontrolle der Staatsmacht geraten. Es wird kein Wunder sein, wenn solche Firmen völlig liquidiert und Bankrott erklärt werden, bevor sie als Billigaktie in eine Hand geraten und dann diese Firmen mit welchen Rechten und welchen Werten zur wirtschaftlichen Blüte gebracht werden können? Ohne den Grund und Boden zu privatisieren und als Sicherheiten verpfändbar zu gestalten, kann kein Bankgeschäft mit seriösen Sicherheiten im Kreditgeschäft weltweit getätig werden. Eine private Wirtschaft ohne privates Eigentum an Grund und Boden und stattdesssen staatlichen Grund und Boden im Staatseigentum zu belassen, ist ein untaugliches Unterfangen, denn das private Eigentum an Grund und Boden ist eine wesentlche Voraussetzung für den Erfolg einer Wirtschaft des einzelnen Menschen und somit Rußlands auf dem Weltmarkt. EUROINFO Report Nr.26: VORLEISTUNG in MOSKAU Die Vorleistung im gegenseitigen Vertrag ist im westlichen rechtsgeschäftlichen Verkehr die Ausnahme. Eine Pflicht zur Vorleistung ist nur gegeben, wenn eine Vertragsverletzung der anderen Seite stattfand. In Moskau/Rußland wird eine Vorleistung nicht als vertragliche Leistung gewertet, die eine Gegenleistung erwartet, sondern eine Vorleistung wird als Geschenk aufgefaßt und auch so behandelt.Wird in einem rechtsgeschäftlichen Umfeld eine Vorleistung im täglichen Leben erbracht, so wird diese Vorleistung nicht als Ansporn zu besonderen Gegenleistungen aufgefaßt, sondern es wird diese Vorleistung empfangen und nicht mit einer Gegenleistung erwidert, so daß damit die geschäftlichen Beziehungen beendet sind.Die Vorleistung treibt den anderen Partner in die Flucht ohne Umkehr. Nach Empfang der Vorleistung fehlt in Rußland zur heutigen Zeit der Antrieb zur Gegenleistung,und zwar vollständig. Der Partner, der die Vorleistung erbringt, wird in Rußland auch nicht mehr ernst genommen, sondern als geschäfts-ungewandt dahin mißverstanden, daß er sich dem anderen mit der Vorleistung unterwerfen will. Die Fähigkeit des gleichzeitigen gegenseitigen Austausches der vertraglichen Leistungen, wird als Gewandtheit eines Geschäftsmannes in Rußland angesehen,der sich seiner Leistungsfähigkeit bewußt und sicher ist. Die Sicherheit im Leistungsaustausch fehlt in Moskau/Rußland, so daß Vertragsverletzungen an der Tagesordnung im täglichen Leben in solchen Fällen sind und die Vorleistung des russischen Partners der Normalfall geworden ist, wenn in Rußland mit einem westlichen Partner Geschäfte betrieben werden, da der westliche Partner Sicherheiten in einen rechtlich und gerichtlich gesicherten Raum gewähren kann. Zur Vorleistung zur heutigen Zeit erklärt sich der russische Partner auch deshalb bereit, weil er in diesem Fall seine Leistung im Ausland erbringen muß und die Gegenleistung auch im Ausland empfangen darf. Dadurch sammelt der russische Partner sein Kapital im Ausland an und wird damit von inländischen Störfaktoren unabhängig.Da er in Rußland weit bessere Geschäfte macht als im Ausland, investiert der russische Partner auch wieder mit seinem erwirtschafteten Kapital in Rußland, so daß von einer Kapitalflucht auf lange Sicht nicht gesprochen werden kann. EUROINFO-Report Nr.27: RUßLAND UND SEIN WALD Die Wurzeln russischen Lebens. Rußland hat zahlreiche Bodenschätze. Die meisten davon sind noch gar nicht in ihrer Förderung und Verwertung auf den Weltmarkt zum Angebot gekommen. Rußland wird sein Auslandskapital wieder dazu verwenden, diesen Reichtum zu nutzen und zu fördern. Das Problem der Erderwärmung in vielen westlichen Ländern hat Rußland nicht zu fürchten, wie Sie sich bei den wolkenumhangenden Himmeln leicht vorstellen können, obgleich in Rußland solche Fragen ausschließlich höchstaufgeregter und schwacher Nerven im Westen zugeschrieben werden. Rußland hat auch heute noch nach der Auflösung der UDSSR eine Landfäche, die fast doppelt so groß ist wie die gesamte Staatsfläche der USA. Von West nach Ost reisen Sie fast 10.000 km durch 11 Zeitzonen im größten Staat der Erde. Fast die Hälfte dieses Landes ist mit Wald bedeckt. Wenn Sie bei klarem Wetter im Winter nach Moskau fliegen, sehen Sie zahlreiche Flüsse, die das Land und seinen Wald durchziehen und in Moskau angekommen sehen Sie, daß sich nicht etwa der Wald in die Stadt hineingewachsen hat, sondern die Häuser sind in den Wald hinein gebaut worden, nur auf Waldwegen zwischen den Bäumen hindurch erreichbar. In den Wald zieht sich selbst der Moskauer zurück und hinterläßt an den Wochenenden eine meist menschenleere Stadt. Nicht vielmehr als 10% des Landes sind Weide-und Agrarfläche, der Rest ist Wald und zieht sich zumeist als Taiga und nördlich als Tundra bis zum nördlichen Eismeer. Der Wald ist in Rußland nicht menschenleer, sondern dort fühlt sich der Mensch in Rußland zu Hause;eine in Westeuropa nur schwer verständliche Lebensweise, aber es lassen sich aus dieser Sachlage viele Gewohnheiten des täglichen Lebens in Rußland erklären. Tschechow hat in einem seiner schönsten Theaterstücke den Wald mit allen seinen Erscheinungen und seinen Menschen dargestellt. Im Theater sehen Sie, verehrter Leser, bei diesem Stück ohne Mühe vertränte und verweinte und glückliche Gesichter, weil sich Rußland mit diesem Theaterstück tief in seinen Gefühlen getroffen sieht und auch der Fremde den Eindruck hat, hier ein Stück Rußland in allen seinen Ausdrucksmöglichkeiten gesehen zu haben, zwar in einem Theaterstück und keineswegs wissenschaftlich erfaßt, aber die Gefühlswelt Rußlands läßt sich nicht besser erklären. Verständnishilfen, sozusagen Eselsbrücken, über die das sogenannte eselhafte Unverständnis mit einigen Erscheinungen auf dieser Welt zurecht kommt, braucht der Besucher Rußlands,damit er mit dem, was er in Rußland erlebt,ein wenig leichter umzugehen versteht, ohne aber zu einem echten Verständnis zu kommen. Es läßt sich aber auch behaupten, daß gerade der Umstand, niemals zu einem klaren Verständnis Rußlands im besten Sinne zu kommen, wie beim Verständnis eines Italieners zum Beispiel, dessen Lebensweise immer zum Mitsingen anregt, weil es so offen und heiter erscheint, bei einem Russen das Typsiche ist, daß man meint, ihn gerade verstanden zu haben, aber die Ungewißheit zugleich nicht los wird, ihn letztlich doch nur in der Ferne gesehen zu haben. Dieses Gefühl hält den Besucher Rußlands in der Spannung, die der Wald auf den Menschen instrumentiert und die auf diese geheimnisvolle Weise immer mitschwingt und den Besucher Rußlands auf der Hut hält. Nur der sehr sichere Menschentyp, der sich auch im Wald nicht fürchtet, lacht bei diesen Erinnerungen der Unsicherheiten in sich hinein und schläft ruhig seinen Träumereien nach, die der Wald und seine Kraft zum Erzählen im Menschen bewirkt und entstehen läßt. Dieser Hang nach dem Zustand des Ungewissen ist so groß, daß der Besucher niemals erstaunt sein möge, wenn er der Erscheinung begegnet, daß die Liebe zum Ungewissen auch immer sich auf den Weg macht, die Gewißheit und Sicherheit zu stören versucht. Dem unverbesserlichen Westeuropäer mit seinem Hang zum Tageslicht und der Sonne und seinen vielen Möglichkeiten, sich seiner Sehschärfe zu erfreuen, wird eine Macht des Ungewissen in Rußland entgegentreten, die jedes Korrekte und messerscharf Genaue und Akkurate und Planebene, schlichthin die computergenaue fehlerlose Berechnung in einer solchen Wucht stört, daß er das Gefühl des Erstaunens nicht los wird. Denn diese Verunsicherung hat eine solche Treffsicherheit,mithin eine Genauigkeit im Erreichen seines Ziels, das diesen peniblen Westeuropäer so ins Erstaunen versetzt und ihn in der Hoffnung hält, doch noch die Liebe Rußlands zur Präzision irgendwo in vielen Dingen ausfindig machen zu können. Der Hang zum Ungewissen erscheint in allen Lebenslagen des täglichen Lebens Rußlands. Wände eines Hauses gleichen eher den Unebenheiten einer Baumrinde und die Gehwege haben auch die schöne Ungleichmäßigkeiten eines Waldbodens mit allen seinen Überraschungen und die Straßen vermitteln deutlich, daß sie die Akkuratesse einer Rennbahn vom olympischen Ausmaß geradezu verspotten.Der Himmel ist verhangen, wie nur Baumkronen ihn verhängen können und nur Baumwiesen den blauen Himmel in einem Fetzen zu öffnen vermögen und den Sonnenstrahl als Lichtkegel herniederfallen lassen. Wer sich im Wald wohlfühlt und dort die Freude des Pfeifens empfinden kann, hat in Rußland keine Verständigungsschwierigkeiten, denn er wird schon im Gleichklang der Gefühle auf diese Weise richtig erraten, was des andern Sache ist.Der Peniple wie die hohe Kunst der Akkuratesse wird von dieser Macht des Waldes in Atem gehalten und vielleicht vertrieben, die schlicht mit der Unsicherheit den Menschen gefangen hält und in seinen Bann zieht. Wer weiß, aus den Tiefen eines Waldes ans Licht eines Ufers mit dem weiten Blick aufs Meer zu kommen, der weiß auch welche Gefühle den Menschen erfassen, der aus Rußland zurückkommt und Westeuropa wieder erreicht. Es erfaßt den Menschen eine Befreiung und ein Schweben und gleichzeitig eine Sicherheit des eigenen Zuhause-Seins, aber auch die Tiefen des eigenen Unbewußten, in das man hinabgestiegen ist in einen tiefen Schlaf, der alles klärt und abklärt und zum wohltuenden Verstummen bringt, was den Rußlandbesucher vor seiner Reise in einer ungewissen Unruhe gequält hat.Die Kräfte des Unbewußten, die dem Tagesbewußtsein seine Irrlichter nehmen, aber auch aufsetzen können, lassen Rußland in vielen Erscheinungen auch erklären und verstehen und Mißdeutungen im Einklang bringen und Übertreibungen in seinen Bewertungen versäumen . Erscheinungen, die auf dem ersten Blick eine reine Zerstörungswut vermuten lassen, werden sich mit einer Faszination umdrehen und das Schutzgefühl einer Verteidigungskraft erleben lassen, in die sich der Besucher von allein stellt, sozusagen von unsichtbarer Hand angezogen. Es zeigen sich aber auch andere Erscheinungen des Waldes, nämlich das Schweigen und Verstummen bis zum Todstellen. Es sei an das Verhalten eines Waldtieres auf der Waldwiese erinnert, das in der Lage ist, geruchlos im hohen Gras sich zu duken und sich den Gefahren des Waldes zu entziehen als habe es das Kräutlein des Unsichbaren in sich aufgenommen. Dem unsichtbaren Ereignis folgt das Sprachlose, weniger das Ereignis, das einem die Sprache verschlägt, als das Stumme, das niemals antwortet, sondern den Besucher allein läßt. Auch eine Erscheinung aus dem Wald, die den Menschen immer wieder anzuziehen vermag. Der Sprachgewandte wird sich vor den Kopf gestoßen fühlen und sich in Wortkaskaden in Wut und Zorn reden, wenn er der Gewalt des Stummen und Verstummtseins in Rußland begegnet. Der Wald sozusagen in der Nacht ohne Mondschein und ohne Regen, der wenigstens die Geräusche des Rauschens und ein frohes Klingen vermittelt.Der Wald stockfinster, ohne daß man die Hand vor den Augen erkennen kann, hat auch eine Faszination, aber auch eine Verunsicherung auf den Leichten und Heiteren, nicht einmal nur auf den fröhlichen Hans Dampf in allen Gassen. Nicht jeder kann sich in ein Murmeltier verwandeln und sich in einen Winterschlaf fallen lassen und einfach die Tage mit zahllosen Nächten an einem Stück verschlafen. Das ist nicht jedermanns Sache. Solche Menschen mit dem leichten Wort auf den offenen Lippen werden es zeitweise nicht nur schwer haben, sondern fühlen sich von allen ihren guten Geistern verlassen,die sie lediglich auf weiter Flur in die Flucht geschlagen davon rennen sehen. Wer rennt bei diesem Bild nicht gleich hinterher und macht sich nicht auf den Weg des schlichten Verschwindens? Heimatgefühle liegen wie zu Brei zerschlagen bei dem, der das weite Meer in seinen Augen in Erinnerung zu halten vermag, und derjenige, der der untergehenden Sonne nachzuweinen vermag, wird sich eines leichten Erblindens seiner Augenweide nahe fühlen. Eine andere Waldgeschichte wird den erfassen, der sich an seinen leuchtenden Vermögensstücken und an seinem Reichtum zu erfreuen vermag.In Rußland wird dieser Vertreter des kristallisierten Glücks meinen, unter die Räuber gekommen zu sein, die sich in Waldhöhlen im Unterholz -wie ihm scheint - versteckt und es allein auf ihn abgesehen haben. Dieser englische Geldsack oder dieser holländische Pfeffersack, wie er von Heinrich Heine so schön besungen vergessen war, wird sich in Rußland in ungeahnte Ängste wiederfinden und man wird ihn mit beiden Händen in den vollgestopften Hosentaschen durch den tiefen Wald einherschleichen sehen, um auf schnellste Weise eine der tiefen Unebenheiten als ein schönes Versteck auszumachen. Niemals wird dieser Pfeffersack das Gefühl haben, sich sicher seines Verstecks zu sein, so daß er völlig erschöpft im Wald versinken wird, um in einen tiefen Schlaf zu verfallen, wobei ihm die zahllosen Geldstücke aus den Hosen offen zum Boden gefallen sind und es selbst die diebische Elster es vermag, den im Schlaf Erschrockenen um einen kleinen Teil seines finanziell und buchhalterisch geordneten Vermögens zu bringen. Es ist daher kein Wunder, wenn man vielen Ansichten über Rußland begegnet, die sich allein an den unglaublichsten Räubergeschichten ausrichten, die je ein Wald gesehen hat. Stattdessen gibt es auch Menschen, die sich im Walde an den sicheren Gefühlen des Verstecks erfreuen können, als sich den Tiefen des Waldes erschrocken hinzugeben. Die Wärme des Erdhanges im Rücken am leicht aufgeschütteten Flußufer mit allen seinen Gerüchen nach Geröll und aufgeschütteter Erde kann in anderer Sicht das Gefühl des Geborgenseins nicht schlechter und nicht besser vermitteln als die sogenannte Berghütte in den hohen Alpen, die über dem Tal den Blick freigibt, aber auch die Hand der Naturgewalten spüren läßt, vor denen man sich in der Berghütte wie in den Wäldern einigermaßen sicher weiß. Auch hier kann man sich vorstellen, daß der Mensch sich wiederfindet zwischen den Spannungen, die einen ergreifen, wenn man sich in Gefahren nicht zu entscheiden vermag, ob man weglaufen oder im sicheren Versteck bleiben sollte, weil sich die Naturgewalten nicht einschätzen lassen. Es lassen sich diese Vergleiche zum besseren Verständnis des russischen Lebens auf zahlreiche Beispiele verlängern und vermehren. Nach einem Aufenthalt in Rußland wird man nicht sicher sein, ob die griechischen Sagen der Irrfahrten des Odysseus nicht auf den Reisen der Griechen ins weite Rußland entstanden sind, um sie bei der Ankunft im heiteren Land der Griechen in Gesänge der Ferne zu verklären. 29.Beitrag: OSTERN in MOSKAU Tagebuchaufzeichnungen Dienstag,den 26.4.1994: Den ganzen Tag das herrlischste Wetter, blauer Himmel,mit Seidenwolken und leichtem Wind, wie auch nachts mit riesigem Mond am Horizont. Spaziergang gemacht, zur Kirche Peter und Paul.Es war Ostergottesdienst, und lauter "Bauersleut " , wie auf dem Lande, waren in der Kirche. Drei alte Frauen waren aufgebahrt in Tischhöhe in Holzkästen mit leicht abgeschrägten Seiten offen aufgestellt mit den Köpfen zum Seitenaltar ausgerichtet und mit einigen Blumen bedeckt; das Kopftuch verstreute auch hier das Ländliche allenthalben. Die Gesichter waren einmal überrascht, was jetzt wohl passiert, aber so ruhig wie die lebenden Gesichter, die hinter ihnen standen mit Kerzen in den Händen und ganz ruhig in großer Chorformation ihrer großen Familien kurz vor dem Singen. Eine unendliche Geduld erfüllte die Kirche. Das andere Gesicht weinte und das dritte Gesicht strahlte vor Glück und Zufriedenheit. Die Arme waren über die Brust gelegt, mit den Händen zu den Schultern gerichtet.In der gleichen Weise kamen einige kleine Frauen aus der hinteren Kuppelmitte, von einem schlanken großen Priester geführt, der ihnen aus einem großen Kelch mit dem Löffel zu trinken gab. Kauend und schluckend kamen diese Frauen zurück mit herzlichen Augen und die Arme mit den Händen über Kreuz zu den Schultern gefaltet und sauber wie im Bilderbuch gekleidet. Die Farben in der Kirche waren zauberhaft vergoldet in herrlichem Rot und russischem Grün, sich im Sonnenlicht aalend, das sich zwischen die Menschen durch die kleinen Wohnzimmerfenster hindurch drängte und alles in eine feine Bühnenstimmung versetzte, ein Schauspiel im Himmel oder so kurz vor der Tür zum Petrus, der sich als guter Mann zeigte und alle in sein großes Herz einlud. An allen Wänden vergoldete Gemälde im Glück vergangener Zeiten, die Augen schweifend von einem Deckenschwung zum andern. Wie zu allen glücklichen Zeiten bellt ein Hund, der der Dummheit vorauseilt, so auch hier in der Gestalt eines alten Mannes, der die Ruhe mit erhobener Stimme und Zeigefinger störend zu vertreiben suchte und von seinem Weibe mit leichten Bewegungen zur Ruhe gebracht wurde. OSTERN in MOSKAU Tagebuchaufzeichnungen, Freitag, den 29.4.1994,: Weiterhin die schönste Sonne, mit der wir uns auf den Wege nach Sargorsk mit dem Zuge machten.Die 3 Bahnhöfe waren vom Platz, den sie bildeten, herrlich in der Sonne zu sehen. Eine Fremdheit schlug einem entgegen, die einen auf dem Weg brachte.Der Zug war voll gestopft mit Leuten und er hielt an zahlosen Stellen an und bummelte daher wie im Traum. Nach zwei Stunden erreichten wir mühselig die Stadt und das Kloster , das auch Sitz des "Oberhirten" Rußlands ist. Die blau-goldenen Kuppeln machten den Himmel deutlich.Das Kloster ist wuchtig und beherrschend. Die Stadt war wegen der Trockenheit in leichte Staubwolken gelegt, die vom Wind bewegt wurden und das Innere des Klosters , das den Besucher wie ein Vorhof zum Himmel aufnahm , mit seinen hohen Mauern nicht erreichten. Die ganze Architektur balancierte an allen Stellen,wohin man sich auch bewegte.Vier Filme waren schnell erledigt,denn es zeigte sich mit jeder Bewegung ein neues Bild.Die russichen Holzhäuser mit den russischen weißen Steinkirchen und den darüber sich farbig aufbauenden Kuppeln malten auf den mit weißen Blumen bestandenen und mit Wäldern umkränzten Wiesen ein paradiesisches Bild. Das waren die Bilder der russischen Dörfer vor langer Zeit. Dann brach die Zerstörungswut in die Dörfer mit seinen fürchterlichen Industrieversuchen und den vermeintlichen Städten aus aufeinandergetürmten Wohnungskästen.Die Landschaft wurde betoniert und mit Eisen verarmt.Die Maschinengläubigkeit erstarrte in einer Maschinenwut zur Ungläubigkeit.Die russischen Holzhäuser auf die Lichtung gesetzt oder gar an den Waldrand heran machten die Lebenskraft Rußlands aus. Entlang des Zuges zeigte sich der Wald und darin die Holzhäuser gesetzt, auch heute noch. Das Lebenselement der Russen ist der Wald mit seinem Holz und dem darin entstandenen Leben. Von der Unebenheit des Waldbodens angefangen , der sich in der Liebe zu den Schlaglöchern auf den Straßen und zu der Unebenheit auf den Gehwegen selbst an allen Stellen in Moskau fortsetzt, bis zu der Vielfalt der Bäume aller Größen im Wald, die sich in den verschiedenen Höhen zwischen den Häusern in der Stadt und die das Akkurate in einer Häuserzeile und Häuserhöhe nicht aufkommen läßt. Jedes Erscheinungsmerkmal in den Städten Rußlands läßt sich mit dem Erscheinungsbild des Waldes erklären. Auch die Lage der Häuser, die sich überall wie zufällig ergibt und eine Lockerheit und ein Gewachsensein duldet und wünscht, spiegelt dieses Walderlebnis wieder und erklärt es.Die Fassaden der 4-5 geschossigen Steinhäuser selbst in der Innenstadt um das Kaufhaus GUM herum erscheinen wie aus Holz geschnitzt und bilden ein Meer an Bewegung, die die Schnitzerei entstehen läßt, so daß selbst diese Gipsarbeiten an den Hausfassaden das Erlebnis des Holzes und damit den Wald wieder aufleben lassen. Die Umtriebigkeit in der scheinbaren Planlosigkeit läßt sich auch mit dem Leben im Wald erklären.Das Umherstreifen und das ständig gegenwärtige Suchen nach Früchten des Waldes oder nach erlegbarem Wild ist bei jedem Menschen in der Stadt zu spüren.Es ist keine angezeigte Verkehrsregel unter diesen Menschen notwendig, die es gewohnt sind, im Wald jedem Hindernis, das sich in den Weg stellt, auszuweichen, ohne die Bewegung selbst in seinem Ablauf zu verlangsamen, sondern es wird eine Ausweichbewegung angeschlossen in einem Schwung der Abwechslung, der es verständlich macht, daß russische Eiskünstläufer in ihrer Faszination des Schwunges unübertroffen sind, denn sie haben die Freude, das Hindernis im Schwung zu umfahren, in sich vereint. Damit ist auch keine glatte Ebene auf den Gehwegen notwendig, denn der Wald verlangt nach Unebenheiten des Bodens mit seinen Zufälligkeiten der auf den Boden herabfallenden Gegenstände . Würden die Unebenheiten auf den Straßen und Gehwegen beseitigt werden, so würde man dem Russen sein Gefühl zuschütten,sich an die Zeiten seines Waldes ständig erinnern zu dürfen. Es wird die Mühelosigkeit deutlich, mit der die ständigen Schlaglöcher auf den Straßen umfahren werden und die nicht als Gleichgültigkeit und Blindheit mißverstanden werden darf, sondern als spielerische Freude in Erscheinung tritt.Die Kreuzungen, die nur mit Vertiefungen im Kopfsteinpflaster angetroffen werden, erscheinen als Flußbett mit Kies und Geröll und stehen meist als Bachlauf im Wasser des Regens oder im Wasser der Schneeschmelze. Die Sprache des Russischen klingt so harmonisch wie die Waldgeräusche aus der Kindheit, die ein Schwingen und den braun-grünen Klang hat. Die Farbwahl ist gleichfalls eine Reminiszens aus dem Wald.Die russische Freude an schreienden Farben ist auch nur denkbar in den endlosen dunklen Tönen des Waldes.Es gibt keine Farbe, sei sie auch noch so grell, die nicht in der Weite des Waldes verstummt und niemals aufdringlich wirkt. Ohne die Allgewärtigkeit und ohne das Gefühl des Waldes erschrecken die Grellheiten mancher Farbwahlen, besonders die Türkistöne.Im Hintergrund des Waldes wirken solche grellen Farbtöne frisch.Erst die Abgeschlossenheit der Stadt hat das Bild entstehen lassen, das aus sich selbst herauslebt und die Farben nur unter sich wirken läßt.Ist der Wald aber allgegenwärtig und nicht aus dem Sinn wegzudenken, so hat die einzelne Farbe auch gegen das Dunkel dieses Grüns zu wirken und steht zum ganzen Menschen in Korrespondenz. Hinzukommt, daß der Mensch in Moskau in einer kontinentalen Lage im Landesinnere sich als unerreichbar empfindet.Wer sich auf die Berghöhen der zerklüfteten Alpen begibt, wird bemerken, daß der Mensch auf diesen Höhen von staatlicher Macht nicht beherrscht werden kann, wie der auf der Ebene lebende Mensch, der sich in der Masse gern aufhält, wie im Schutz des Rudels. Nur die Flußlandschaften haben die fröhlichen Wirkungen des Gastrechts entwickeln können, die der Freude an der Neuigkeiten und der Nachrichten leicht folgen. Moskau hat keinen Fluß, der diese Wirkung hat, sondern es ist die Entfernung zu anderen Zentren, die die Mühseligkeit der Reise erkennen und nachempfinden lassen.Man muß sich mit den Gegebenheiten der langen Distanz abfinden, die auch die Mühseligkeit des Bergsteigens aufkommen läßt,so daß an beiden Orten der Berghöhe und der Mitte eines weiten Landes die Gewohnheit entsteht, daß der Gast dort nächtigt und sich den Gegebenheiten ergibt.Es entsteht das Gastrecht aus der Tatsache der Schutzlosigkeit des Gastes, der seinen Gastgeber aus der Lage heraus nicht beherrschen kann, denn er ist der Macht des Beherrschens entzogen und er begibt sich in die Herrschaft der Ortsansässigen. Damit erhält die Lage Moskaus seine durch Dritte unmögliche Beherrschbarkeit und damit auch den Schutz , den die Distanz und die Mühe der Reise auferlegten. Hier ist wieder die Vergleichbarkeit zwischen Berghöhe und der Weite der Lage inmitten eines großen Landes erkennbar. Moskau zieht den Menschen an und wird sich nicht aus dieser Lage heraus bewegen. Seine Lage macht den Ortsansässigen unangreifbar und läßt den Erorberer eindringen, um ihn aus seinem eigenen Schutz herauszuziehen,damit er sich in der Schutzlosigkeit seine Eroberungslust verliert und von allein den Rückzug in seine Heimat beginnt. Die Unangreifbarkeit wird zur Unabhängigkeit und bringt Herrschaft in diesem Bereich.Damit ist auch zu erklären, daß Rußland immer ohne echten Zugang zum Meer bleibt, denn hier würde sich seine Macht verlieren.Der Weg zum Meer eröffnet auch den Weg des Feindes nach Moskau und seiner Eroberung. Die Umkehrbarkeit dieser Wirkungen wird hier deutlich. Der Mensch, der den Weg auf seinen Berg erleichtert,schafft damit seine Zugänglichkeit und damit auch die Möglichkeit, selbst erobert und beherrschbar zu werden. Alle Erleichterungen, von Moskau in die Welt zu reisen, würden auch die Möglichkeit seiner Eroberung ergeben. Die Tatsache, daß der Zugang erschwert ist, führt auch zur eigenen Freiheit, was nichts anderes heißt als frei von der Herrschaft der an diesem Ort nicht Seßhaften zu sein. Damit lassen sich einige Sonderbarkeiten Moskaus im Bereich dieser Kräftefelder erklären.Die Entfernung und die Mühe, erreicht zu werden, haben die Wirkung der Stadtmauer um eine Stadt herum, die Schutz gegen fremde Herrschaft und damit die eigene Freiheit gewährt. Dies macht ein Besuch Sargorsk deutlich mit seinem Kloster und seinen Kirchen in einer ummauernten Fläche, auf der sich das Leben in den zahlreichen Kirchen und Häusern abspielt und den Menschen als Gast in sein Leben mit einschließt, der in der Ferne sein Glück sucht. Abends sind wir auf der Straße im Privattaxi gefahren, durch Wälder langsam in die Stadt Moskau bis an das Hotel Cosmos, das sich erneuerte, sauber mit vielen Restaurants. Das Hotel befindet sich gegenüber einem Ausstellungspark mit zahllosen weiten Pavillions. Die Metro-Station ist nicht weit, um in die Stadtmitte zu gelangen. OSTERN in MOSKAU Tagebuchaufzeichnungen Ostersamstag, den 30.4.1994: Gegen 19,00 Uhr im Bolschoi-Theater, Fürst Igor, viele Ausländer insbesondere Deutsche und gutes Publikum. Im Maly Theater - Ostrochsky- ein Waldstück über die Macht des Geldes. Gegen 23,00 Uhr nach Hause in die eigene Wohnung,um im Fernsehen die Osterübertragung aus russichen Kirchen zu sehen. Gegen 23,40 Uhr in die nahe Kirche Peter und Paul gelaufen bei schönstem Frühjahrswetter. Das Maiengrün wurde von Stunde zu Stunde im Treibhausklima grüner und grüner. Die Kirche wurde von Polizei bewacht, wie die ganze Stadt. Ein Polizist sprang einem Jugendlichen nach, der mit einer Flasche Sekt auf dem Kirchplatz erscheinen wollte, und entfernte ihn unsanft mit den Worten" wieso willst Du mit der Flasche in der Hand vor Gott erscheinen?" Zahllose Jugendliche, die meisten hatten eine brennende Kerze in der Hand und erleuchteten damit ihr Gesicht, gläubige Augen. Sie waren "ordentlich", wie es Eltern sich kaum schöner vorstellen können.Wir kamen gerade an, als die Kirchenvorderen mit allem Kirchengerät aus der Kirchentür traten, um im Licht des Kerzenmeers die Kirche zu umlaufen, von Gläubigen gefolgt.Andere standen mit ihren Kerzenlichtern am Weg, den sie im Lichtermeer erleuchteten.Osterbrauch ist es, das Kerzenlicht auf dem Weg nach Hause mitzunehmen und die Kerzen vor der Hausikone aufzustellen, die die ganze Nacht zum Ostersonntag brennen . Nach Mitternacht war es wieder erlaubt, allen leiblichen Genüssen nach freiem Willen zu erliegen. Die Kirchenglocken wurden rhythmisch geläutet von Männern im angestrahltem Glockenturm über dem Eingang, der scheunenartig geöffnet wurde. Der Gesang der Männer draußen vor der Tür erwiderte den Gesang der Frauen in der Kirche. Innen war ein Lichtermeer von Kerzen auf zahlreichen Kerzenständern und in den Händen der Gläubigen.Es war keine überwinternde Gemeinde, sondern ein Zusammentreffen eines großen Anfangs ohne Zögern und Zaudern.Die orthodoxe Kirche zeigt mit ihren Renovierungen zerstörter Kirchengebäude ihren großen Anfang; sie kann sich nicht auf Kirchensteuern ausruhen, sondern sucht den Kontakt zu den Gläubigen. - Schwebend eingeschlafen. OSTERN IN MOSKSAU Am Morgen, Ostersonntag, den 1.5.1994 zeigte das Fernsehen russische Osterbräuche. Wir gingen gegen 11,00 Uhr ins Metropol zum Mittagessen , um dann nach Poljakowa aufs Land zu fahren.Es ist Osterbrauch, die Gräber der Verstorbenen zu besuchen , sie zu sprechen und sie zu rufen und für sie zu singen, meistens im Wald und Maiengrün der Baumwiesen. Sie schütten im Bachrauschen ihr Herz aus und ihre Melancholie erfüllt sie mit Freuden und Tränen im unendwegten Schweben der Melodien in der Weite ohne Ende. Das Metropol war Ostersonntag wenig besucht, so daß wir ganz privat mit klassischer Musik auf dem Flügel vom Buffet alles aßen, was uns nur so einfiel. Sonnenschein und Regenschauer über dem bunten Glasdach des großen Speisesaals wechselten miteinander ab. Ein orthodoxer Priester ganz in Schwarz und in Begleitung einer "singenden Chordame" segnete den ganzen Speise-Saal siegfeiernd umherschreitend mit großer Baßstimme immer wieder neu, selbst die Köpfe der Gäste mit Wasser aus einem Silbertopf, indem er einen deutlich großen Besen in den Topf eintauchte und damit das gesegnete Wasser freigiebig ausstreute und alles traf, was er für segnenswürdig hielt. Zwischendurch wurden immer wieder bunte Eier gegessen, die einer dem anderen nachlaufend in den Händen haltend aufeinandertreffend aufschlug. Große Vögel aus Eis modelliert tauten in der warmen Luft wassertriefend am speienden Brunnen auf . Wir machten uns durch das fast menschenleere Moskau, das von Polizisten an zahllosen Ecken bestellt war, bis zum "reitenden" Denkmal des Stadtgründers auf den Weg . Ein Niva brachte uns nach Poljakowa aufs Land, das wir ganz im Grün und wolkenbehangen auf den Waldwiesen erreichten, mit angefangenen Neubauten umstellt, und weiter nach Myzekoje über den Fluß Klasmja durch den Wald zum Ehrenmal gefallener Soldaten , das im Sonnenlicht und Baumgrün am Anfang der Dorfstraße stand und das wir auf der Wiese umliefen, um uns ein wenig zu bewegen. Wir spazierten den ganzen Weg nach Poljakowa zurück und unterhielten uns über den Aufenthalt im Himmel. An der Bushaltestelle sahen wir schwarze Regenwolken am westlichen Himmel weit ausgebreitet, die uns erneut in einen Wagen "trieb", der uns in strömenden Regen nach Krukowa an die Haltestelle des "Express-Bus" fuhr, in dem fein und sauber gekleidete Intelligenzler in die Stadt Moskau-City gefahren wurden. Stehend fanden wir Platz und schaukelnd zwischen den "Einheimischen" erzählten wir uns als schwatzende Schulkinder eine dumme Geschichte nach der anderen über die auf den Sitzen hingegossenen Businsassen,die wie immer in allen öffentlichen Verkehrsmitteln schweigend die Reise genaßen. Lediglich in der anschließenden Metro machten zwei kleine Kleinsthunde in der Tragetasche bellversuchende Geräusche, als eine schwarze Pudelmischung vom tiefalternden Großvater in den Wagon gezogen wurde und ein leichtes Leuchten auf manchen Gesichtern als Lebenszeichen erschien.Das Rattern der Metro-Waggons deckte alles ein und nach 8 Stationen stiegen wir in die gelbe Linie auf den Heimweg, auf dem uns der Regen aus dem Westen eingeholt hatte und der uns auf den letzten Metern noch richtig durchnäßte. Gegen Mitternacht erhellte leicht ein Feuerwerk an vielen Orten der Stadt den Nachthimmel, in den wir Back-Gammon spielend mit kühler Regenluft taumelten. Ostern wird bis Dienstag erlebt und gefeiert. Maiparaden fehlen ganz. Der Moskauer macht sich auf in die umliegenden Wälder. Die Straßen der Stadt sind menschenleer. EUROINFO-Report Nr.30: Napoleon und Rilke in Moskau: Napoleone war ein Bürger aus dem Licht des Mittelmeeres und befand sind auf dem Wege in eine neue Welt der Leichtigkeit und der Schnelligkeit und des privaten Lebens voller Tatenkraft. Als er sich auf der Höhe seines Erfolges in Westeuropa sah, eröffnete er den Weg nach Osten. Zur gleichen Zeit machten sich zahlreiche Bürger in der sogenannten damaligen neuen Welt auf den Weg in den Westen Amerikas, um sich dort auszubreiten wie das Wasser aus einem Wasserrohrbruch und um alles zu überschwemmen, was ihnen in den Weg kam. Keiner der beiden Ausbreitungen von der Ostküste zur Westküste in Nordamerika bwz. von Osteuropa über den Ural nach Sibirien bis nach Alaska hatten in ihren Eroberungen eine Vorstellung darüber, welches Meer der Unendlichkeit sie antreffen würden. Osteuropa hielt Napoleon für eine logische Ergänzung zu Westeuropa. Moskau hielt auch er als das Ziel seiner Vorstellungen von einem Europa, das zusammenlebt und unter einer einheitlichen Lebensauffassung zusammenwächst, ohne zu erahnen, seine Unternehmungen seien eine Reise in die Unendlichkeit. Als er Moskau wie im Fluge erreichte, wollte er sich dort einrichten, wie er es zuvor in Mailand und Rom und in Wien und Berlin und Warschau mit soviel Leichtigkeit in einem Atemzug gewohnt war. Stattdessen sah er am ersten Tage, daß er am Anfang der Unendlichkeit angekommen war und er das Tor zur Unendlichkeit erreicht hatte,ohne das Licht des Mittelmeeres. Ein Dunkel traf er an, das sich auch noch mit der Kälte eines Winters vermischte, der die Zeit zur Unendlichkeit erstarren und die Nacht zum Stillstand bringen ließ. Seine Herrschaftsmittel der Fantasie und Leichtigkeit hatten die Proportionen verloren und er war sich sogleich gewußt geworden, sich nicht auf der Erde zu befinden, sondern auf den Weiten, die nur der Mond vermitteln konnte. Es war kein Wunder,daß diese Welt nicht sein Reich seiner Herrschaft sein konnte, sondern er den freien Fall auf die Erde zurück antrat, ohne auch nur seine Schlachten zu schlagen, in denen er gewohnt war, mit seinen Fantasien in den Wald der Vergangenheit große Lichtungen zu schlagen.Das Erlebnis Rußland hat ihn genauso in seinen Proportionen verändert, wie jeder Besucher in seiner Erdschwere zu schweben anfängt und sich nicht mehr von seiner Erde gefangen sieht, wenn er auf sie wieder zurückkommen sollte. Wer durchwandert noch einmal die Wälder in seiner westeuropäischen Heimat, wenn er die Weiten Rußlands und seine Wälder gesehen hat? Er wird sich auf dem Rücken liegend auffinden und von der Unendlichkeit zu träumen beginnen und seine Heimat als einen Vorgarten rein künstlicher Art erleben. Warum sollte Napoleon nach seiner Rückkehr in Paris noch seine Vorstellungen einer Welt neu zu ordnen beginnen, wenn er die Unendlichkeit des Alls gesehen hatte? Seit dieser Zeit war nichts mehr von ihm zu hören als eine Legende eines Helden, dessen Ende bis heute niemand in seiner Heimat verstand. Rilke, der zeitlebens die Unendlichkeit trank und erlebte, schwärmte von Moskau wie kein anderer Westeuropäer zuvor,, wie Sie hier weiter nachlesen können Auch Knut Hamsun reiste befreit wie in einem Märchen durch Rußland und Barlach fand in Moskau seine Lebenskräfte wieder zurück. Freiher von Stein erkannte den Geist einer Neuordnung der Mitte Europas nach der Zeit Napoleons in Moskau und kehrte voller Tatkraft in seine Heimat am Rhein zurück. Russische Künstler und Wissenschaftler und Kaufleute fanden in Westeuropa die gleichen Kräfte ihres eigenen Lebens wie westliche Europäer ihre eigene Person in Rußland als ferner Ort ihrer eigenen bedrohenden Belange, so daß beide Seiten Europas eine Wechselwirkung aufeinander ausüben, aber im Kampf des Krieges miteinander kein Glück haben, sondern in einem Krieg jeweils ihre Vernichtung durch die Unendlichkeit finden würden, so daß Ihnen nichts als die Friedfertigkeit zur heutigen Zeit bleibt. Die Erfahrung der Unendlichkeit brachte in einer kriegerischen Auseinandersetzung zu früheren Zeiten den beiderseitigen wirtschaftlichen Untergang, während die friedliche wirtschaftliche und geistige Berührung die fruchtbarsten Kräfte der Genesung und des Schaffens im Menschen beider Seiten hervorbringt. Es ist kein Weg in die Heilbäder alter Kurzeiten angesagt, sondern eine Reise der eigenen Person in eine andere Welt, sozusagen auf die andere Seite des eigenen Ichs, um die Taten und Fehler im eigenen bisherigen Leben besser erkennen zu können. Dazu bietet eine Informationsstation mitten unter Menschen in Moskau/Rußland die beste Gelegenheit dem Westeuropäer und umgekehrt dem Menschen Rußlands eine solche Station im Westen, um herauszufinden, was mit seinem Land im Osten wie im Westen Europas am besten geschehe und wie es zu machen sei. Dazu ist der Westen Europas als Standort des russischen Menschen als Individuum angesagt und es ist kein Lehrgang dazu nötig, sondern allein das Leben für eine Weile und immer wieder mitten unter den Menschen im Westen, um voller Tatkraft und Wollen in seine eigene Heimat zurückzukehren und sich wieder neu Zuhause zu fühlen und erfolgreich zu wirken. Nicht die kriegerischen Waffen bringen Europa zur Einheit und zu einem Frieden, sondern die wechselseitige Informationsfreiheit und ein gegenseitiger Besuch in seinen häuslichen vier Wänden. Der einzelne Mensch in seiner Begegnung miteinander in den Fragen des täglichen Lebens lassen die Kräfte wachsen in jedem einzelnen, sein eigenes Schicksal selbst zu ordnen, zu bestimmen und zu wahren. 4.Beitrag zu den Infos in www.euroinfo-oriental.de mit dem Titel: Orte der Motivation in anderen Regionen und Kulturen. Hier:Der Besuch Moskaus/Rußlands brachte Rainer Maria Rilke zur vielfältigen Erkenntnis: Rilke war aufgrund seiner Kenntnis europäischer Kulturen einer der farbigsten Kosmopoliten seiner Zeit; Moskau/Rußland wird ihm durch seine Besuche zu seinem "wahlheimatlichen Land", zu dem er eine Seelenwandtschaft erkennt, sich einen "heimlichen Spielraum zu verschaffen, eine vierte Dimension seines Seins, in der er eine neue, endlose und wahrhaft unabhängige Freiheit für sich empfand und erkannt" hatte, und zwar anhand von Beispielen, die ihm jede Person in Moskau/Rußland so leicht erkennbar vormachte, gleichgültig wie schwer die einzelnen Lebensumstände des einzelnen anzutreffen waren, immer sei das Leben der Seelen stark und erkennbar geblieben und sie habe sich in einer wahrhaft unabhängigen Freiheit bewegt. Rilkes Werke leben vom Klang und der Farbe seiner Poesien, wie die Seelen im Gleichklang der Sprache und der Farbe ihrer Stimmen bei den Menschen in Moskau/Rußland anzutreffen sind, so daß die Seele in der Sprache und Stimme seiner Menschen hörbar wird; Rilkes Werke und die Sprache Rußlands vermitteln eine Präsenz subjektiver Erlebnisintensität, die eine starke Einbildungskraft in ihrem Erlebnis erkennen läßt und im Gleichklang in den Bewegungen der Seele zu finden ist. Lesen Sie einmal die Werke Rilkes zu einer Zeit, in der Sie verschiedene Menschen Moskaus/Rußlands in deren Gesprächsführung erleben können, dann bemerken Sie leicht, daß Sie meinen, die russische Sprache sei die musikalische Verstärkung der Poesien Rainer Maria Rilkes. Die Sprache Moskaus/Rußlands ruft auch Assoziationen zu farblichen Gestaltungen wach; sie stehen mit denen im Gleichklang, die die Werke Rilkes hervorrufen können. In diesem Rahmen finden Sie die Kräfte der Motivationen zum Handeln und Denken menschlichen Seins eingebunden. REISEN von MOSKAU aus: Es gibt in Moskau zahlreiche Reisebüros mit Reisevermittlungen aller Art, die besonders über die Hotels arbeiten, aber auch eigene Büros in der Stadt unterhalten und in allen Reklamearten werben und so in Moskau leicht gefunden werden können. Wie alle Reisebüros in der Welt arbeitet auch in Moskau ein Personal, das grenzüberschreitend zu denken weiß, so daß hier zahlreiche Dienstleistungen angeboten und vermittelt werden. Reisen von Moskau nach Griechenland und zurück: Wenn Sie wiederholt in Moskau/Rußland beruflich zu arbeiten und zu leben haben, wird es für Sie als Bürger der BRD ein Erlebnis besonderer Art sein, Ihre Reise nach Moskau einmal nach einem Aufenthalt von ein paar Tagen in Athen/Griechenland anzutreten und aus diesem Gegensatz nach dem Triangelsystem Ihre Motivation zu Ihrer kreativen Arbeit schöpfen. In Moskau werden nun von Aeroflot Flüge nach Athen und Saloniki in Griechenland sehr preiswert für 250 Dollar hin und zurück angeboten.Der Flughafen in Athen wird zum Großflughafen mit der Unterstützung der EU ausgebaut. Griechenland wird eines der wichtigsten Länder im Aufbau Osteuropas und im Handel mit dem Orient. Griechenland wird ein Land der Vermittlung zwischen dem griechisch-russisch-orthodoxen Osteuropa und dem römisch-christlichen Westeuropa werden, wie auch mit dem arabischen Ländern. Dazu sind sie schon aus der Zeit des Altertums bestimmt. Diese Rolle nimmt Griechenland wieder auf, obgleich seine Bevölkerung durch die 400 Jahre Fremdherrschaft durch die Türken - eines der aus Asien stammenden Türkvölker- ihre alte Identität mit den alten Griechen und mit dem alten Reich Byzanz, dem 2.Rom, verloren hat. Erst seit den letzten 150 Jahren begann die Selbständigkeit Griechenlands, das zu seinen alten Wurzeln wieder zurückkehrt. Athen hatte zu Napoleonszeiten nur wenige Einwohner und die Akropolis wurde durch die Türken erheblich zerstört. Heute hat Athen in wenigen Jahren mehr als 4 Mio Einwohner und ist eine der lebendigsten Hauptstädte Europas. Griechenland hat ca. 10 Mio. Einwohner und hat das deutsche Rechtssystem vollständig übernommen und seine Kultur hat über die griechisch-orthodoxe Religion Osteuropa geprägt, insbesondere durch die Übersetzung der Bibel und durch das Prägen der russischen Sprache und der kyrillische Schrift; Kyrill war Grieche. Nach dem Fall Byzanz durch die Türken heiratete , als Emanuel I.das Großreich Portugals schuf, in Rußland Iwan III., der Große, eine byzantinische Prinzessin und italienische Baumeister bauten den Kreml und Moskau zum 3.Rom aus, nachdem Rußland von den Tataren, deren Steuereintreiber Moskau zuvor war, die Unabhängigkeit erkämpfte. Zwischen dem Byzanz Griechenlands und Moskau ziehen sich zahllose griechische Städtgründungen ums Schwarze Meer über Kiew in den russischen Raum, so daß das christliche Rußland zu Europa gehört und von dort sich in den asiatischen Raum zunächst als Handelsnation und später als Militärmacht bis nach Alaska, das erst vor 150 Jahren an die USA verkauft worden war, entwickelte. Griechenland als Land der Sonne, der Meere und Inseln wird für die Russen als kleines überschaubares Land mit einem geordneten Wirtschaftssystem die wirtschaftliche Bedeutung erlangen können, die schon seit langer Zeit die Schweiz für Westeuropa hatte:Gastfreundschaft, touristisch gepflegt und finanzgewandt mit Verbindungen in alle Welt. Griechenland fühlt sich noch heute als eine eigenständige Vermittler-Nation zwischen dem Orient und den beiden Teilen Ost- und Westeuropas nach dem *Triangelsystem* aus der Antike, das auf Bewegung setzt. Besonders sind Reisen von Moskau aus zu empfehlen nach: Reisen nach Taschkent und Buchara und Samarkand in den Orient an die Ausläufer des Himalajas . Reisen nach St.Petersburg mit dem Nachtzug. Reisen auf die Krim oder nach Odessa oder Sotschi nahe dem Kaukasus ans Schwarze Meer. Reisen mit der transsibirischen Eisenbahn von Moskau nach Wladiwostok oder auch von Berlin aus. Eine Zugreise von Berlin nach Moskau und zurück . Reisen nach Archangelsk in die Tundra und ans Eismeer. Reisen nach Novosibirsk und an den Baikalsee Sibiriens. Reisen mit dem Dampfer auf der Wolga bis ins Kaspische Meer oder über eine Kanalverbindnung ins Schwarze Meer. Reisen mit dem Zug oder dem PKW zu den Klöstern und alten Städten mit den schönsten Kremlanlagen des Goldenen Rings, die in jedem Reiseführer beschrieben werden. SCHLUSSBEMERKUNG In Rußland wird wegen des Mangels an Effektivität und Produktivität und Funktionsfähigkeit ein ganzer Beamtenapperat einer Umgestaltung und alle staatlichen Betrieben der Privatisierung zugeführt. Damit hat Rußland die große Chance, vor allen anderen Staaten sich den neuen Gegebenheiten in dieser veränderten Welt optimal anzupassen. Die westlichen Staaten stehen vor den gleichen Änderungen ihres Verwaltungshandelns, nämlich dem Bürger mehr eigene Verantwortung zu überlassen, indem sich der Staat immer mehr aus bisherigen Aufgaben zurückzieht. Nicht nur in Rußland zwingt der Mangel an finanziellen Mittel den Staat zu einer Umgestaltung des gesellschaftlichen Lebens. Auch in der Bundesrepublik werden schon Kommissare in die Staatsverwaltungen geschickt, ohne deren Zustimmung keine Zahlungsverpflichtungen von den staatlichen Stellen mehr eingegangen werden können. Ausgabefreudige staatliche Stellen sind unter Kuratell gestellt, denn ihre Fähigkeit, finanzielle Verantwortung zu tragen, ist ihnen hier und da abhanden und mithin aberkannt worden. In Rußland müssen die Einsichten zum Wandel nicht mehr lange breit getreten werden, wie im Westen Europas, der sich finanziell und in der Schaffung zentraler Ordnungskräfte verwaltungstechnisch zu überschätzen weiß und in dem immer noch die Scheckbuchdiplomatie und die Politik der Wahlgeschenke betrieben werden. Was hat sich geändert in den Strukturen staatlichen Zusammenlebens, da sich sowohl der Westen als auch der Osten zur gleichen Zeit großen Umwandlungen ihrer Gesellschaften unterziehen? 1.Der Staat schützte sich bisher durch Waffengewalt vor Angriffen Dritter, sei es von innen oder außen. Heute ist dieser Schutz bei dem großen Potential an Vernichtungswaffen nicht mehr mit dem notwendigen Erfolg möglich. Schutz mit der Sicherheit des staatlichen Überlebens bietet nur die nachbarliche Zusammenarbeit, die weniger Feindschaften unter den benachbarten Völkern entstehen lassen und eine gegenseitige Vernichtung verhindern können. Die UDSSR war nicht nur aus dem Grunde, die finanziellen Mittel seiner Verteidigung im Stil einer angetragenen Weltmacht in der Zukunft nicht mehr aufbringen zu können, dazu gezwungen, seine Gesellschaft anders als bisher zu gestalten, sondern auch aus dem Mangel an effizienter Produktivität war die Auflösung der sozialistischen Gesellschaft, die sich vor der übrigen Welt informationsgeängstigt abgeschirmt hatte, notwendig geworden. Die gleichen Ursachen wirken in den westlichen Staatsverwaltungen sowohl datengeschützt als auch arbeitsverweigernd, wenn auch mit z.Zt. noch weniger schädlichen Folgen für deren Bevölkerung. 2.Der Staat in seiner bisherigen Form aus der Zeit des 19.Jahrhundert konnte seine Voraussetzungen , die er sich durch seine bewachten Grenzen entlang seines genau abgemessenen Staatsgebietes geschaffen hatte, nicht mehr erfüllen. In der heutigen Zeit des Weltmarktes und der weltweiten Kommunikation sind die Staatsgrenzen offen zu halten und der Austausch mit anderen Völkern war eine der Voraussetzungen, seine Bevölkerung in allen Notwendigkeiten selbst tätig werden zu lassen, auch in der Zusammenarbeit mit Bürgern anderer Staaten. Der Staat als Gestalter des gesellschaftlichen Lebens ist nicht mehr gewünscht und auch nicht mehr von den einzelnen Bürgern anerkannt. Der Bürger erkennt, daß ihm die Technik und die privat geführte Wirtschaft eher als eine Staatswirtschaft seine privaten Wünsche und sein privates Leben gestalten können. Der Staat ist auch nicht mehr in der Lage, die Einflußnahme auf seine Bevölkerung durch Dritte von einem fremden Staatsgebiet aus zu verhindern. Heute gibt es kein sicheres Staatsgebiet in diesem Sinne, sondern die Grenzen sind offen und es sind allenfalls die staatlichen Maßnahmen möglich, um den Gast aus einem anderen Staat auf seinem eigenen Staatsgebiet in jeder Beziehung unter Konrolle zu haben, wie z.B. durch Visa-Pflicht und Ausweisrechten. 3.Der heutige Staat mit seinen Wurzeln aus dem 19.Jahrhundert herrschte bisher in seiner weiteren Voraussetzung seiner Existenz, nämlich mit Hilfe seiner Zensur und seines Versammlungsverbots bzw. der Informationssteuerung. Heute ist die Informationsmöglichkeit seiner Bürger nicht mehr ausschließlich vom Staat steuerbar, schon gar nicht durch ein Versammlungsverbot oder gar durch das Demonstrationsverbot und auch nicht durch eine Zensur. Die neuen Kommunikationsmittel kennen keine Grenzen, so daß die heutigen Staaten in ihrer bisherigen Form auf einem abgegrenzten und grenzsichereren Staatsgebiet eine ihrer Existenz-Voraussetzungen verloren haben, insbesondere in ihren Funktionsfähigkeiten in der Form von Armeen und Polizei und kontrollierbaren und steuerbaren Gesetzen, die auch im Westen das ganze gesellschaftliche Leben erfaßt hatten. Schneller als eine Rakete läuft das bargeldlose Vermögen um die Welt auf Wunsch seines Eigentümers, der sich mit seinem selbst erwirtschafteten finanziellen Mitteln und seinen eigenen international verwertbaren Leistungen in anderen Staaten niederlassen kann. Staatsbürgerschaften sind nur noch für die mittellosen Wirtschaftflüchtlinge von Bedeutung. Leistungsfähigkeit findet in jedem Staat der Erde Einlaß, wobei die Einreise- und Aufenthaltserlaubnis und die Erlaubnis zur gewerblichen Tätigkeit in einem solchen Fall nur reine Formsache ist. In Bezug auf diese Träger der Effizienz und Leistungsfähigkeit ist mit Waffengewalt aus der Zeit des Postkutschenraubs und der Seeräuberstaaten und der völkervernichtenden Kriege kein Staat mehr zu erhalten. Solche Leistungsträger sind nur mit friedlichen und sicheren Lebensverhältnissen zu gewinnen und zur Aufnahme in ein Land zu bewegen. Die Arbeitsverweigerer und Leistungsverhinderer suchen sich vermögende Staaten, wenn sie mit ihrer Leistungsverweigerung mal wieder einen Staat finanziell zugrunde gerichtet haben, wie es offensichtlicher in den Ländern des Ostblock nicht deutlicher als anderswo erkannt werden kann. In solchen Fällen helfen kleine, überschaubare Staaten mit einer sich selbst tragenden Bevölkerung, die sich den Leistungsverweigerern aus anderen Staaten entziehen können. Der Leistungsträger kann sich auf Informationsstraßen als einzelner Mensch ohne Miglied in einem Verein oder als Bürger eines bestimmten Staates eigene Information auf der ganzen Erde selbst aussuchen und verwerten und so seine Leistungsfähigkeit weiter steigern. Der einzelne Bürger kann die Informationsstrukturen selbst mitgestalten. So kann er in dem Speicher seines Computers einen Text anlegen und ihn der Öffentichkeit in Mailboxen jeder Zeit von jedermann abrufbar rund um die Welt grenzenlos und unkontrollierbar anbieten und vorstellen , und zwar zu einem Preis, der auf einem anderem Publikationswege nicht zu unterbieten ist. Der Informationssuchende ist auf diesem offenen Weltmarkt keiner Zensur und keinem Demonstrationsverbot ausgesetzt. Es regiert nicht mehr die Öffentlichkeit, obgleich sie mitten in allen bisherigen Formen der Macht ein Zuhause gefunden hatte, sondern der einzelne Bürger kann sich ohne Mühe selber mit seinen privaten Mitteln informieren und sein Leben gestalten, und zwar ohne einen Staat und dessen Fürsorge und auch ohne die Öffentlichkeit in der bisherigen Form. Die Öffentlichkeit ist in der Form der Medien keine 4.Gewalt mehr , weil auch sie ihre Aufgaben nicht mehr erfüllt, sondern eher als unkontrollierte Macht mißbraucht hat. Ein Teil der Bürger, nämlich die selbständigen Unternehmer schaffen nicht nur die Arbeitsplätze für die unselbständig tätigen Arbeitnehmer, sondern auch noch die finanziellen Mittel in Form von Steuereinkünften für die Staatsverwaltung, so daß sich gerade diese selbständigen Bürger der Herrschaft eines Staates entziehen können und nur vertragliche und gesicherte Vereinbarungen mit den Staatsvertretern auf einer gleichberechtigten Verhandlungsebene akzeptieren. Diese international tätigen Unternehmer treten als selbständige Vertragspartner gegenüber Staatsverwaltungen auf, und zwar in einem von ihnen ausgewählten Angebotsverfahren . Das bisherige staatliche hoheitliche Handeln ist in diesem Fall abhanden gekommen. Dem Staat ist die Herrschaft in der Weise erhalten geblieben, daß sie in der Stabilität und Konvertibilität des Geldes eines einzelnen Staates zu sehen ist, mithin in seinem Münzrecht und in dem Anerkennen seines Geldes auf dem Weltmarkt. Nicht die Abgeschlossenheit gibt Sicherheit, sondern die Offenheit und die Kontaktmöglichkeit der Bürger einer Region zur Außenwelt. Anerkannte Voraussetzungen eines Zusammenlebens in einer überschaubaren Lebenseinheit sind die Familien in einer gemeinsamen Kultur, die auch fähig ist, aus anderen Kulturen Anregungen aufzunehmen und zeitweise in anderen Kulturen anerkannt und ohne Anspruchsstellung von aggressiven Minderheiten zu leben. Dazu gehört auch eine Sprache, die eine differenzierte Erläuterung von Sachverhalten ermöglicht, wie auch eine gemeinsame Geschichte, in der die bisherigen Lebensauffassungen in der Bewährung zusammengewachsen sind, und zwar in überschaubaren Regionen. Staaten, die sich in dem Versprechen, seinen einzelnen Bürgern ein sorgenfreies Leben zu garantieren, erschöpfen, sind nicht mehr gefragt, weil diese Versprechungen der Staatswirtschaft nicht eingehalten wurden, sondern sich die Bürger einer solchen Staatswirtschaft in der Finanzierungslosigkeit ihrer Lebensvorstellungen wieder gefunden haben. Grundstücksverwaltung Dr.W.Gerhold Danneckerstr.46A 70172 Stuttgart Phone:0711246644 Fon:0711 248014 Mobil-Telefon:01727421858 Dr.W.Gerhold@euroinfo-stuttgart.de www.euroinformatiker-haus.de www.euroinfo-moskau.de www.euroinfo-stuttgart.de
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